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Karlsruhe Heute schon kommentiert? ka-news über die Schulter geschaut

250.000 Kommentare in drei Jahren: Warum uns die Leserbeteiligung so wichtig ist - und warum sie uns jeden Tag neu herausfordert.

Es soll Menschen geben, die lesen bei ka-news nicht die Artikel, sondern nur die Diskussionen darunter. Andere wiederum würden die Kommentarfunktion am liebsten sofort abschalten. Einigen Firmen und Institutionen in Karlsruhe dagegen nutzen die Kommentare sogar als Instrument der Meinungsforschung. "Wenn es zu einem Thema genügend Kommentare vorhanden sind, werten wir die selbstverständlich aus", so ein Firmenchef kürzlich während eines Hintergrund-Gesprächs.

Aber wie funktioniert das mit den Kommentaren bei ka-news eigentlich?

1. Warum sind die Kommentare für ka-news so wichtig?

Kaum ein regionales Online-Medium hat so aktive Nutzer wie ka-news. 250.000 Kommentare in nicht mal drei Jahren – das ist auch für uns beeindruckend. Im Artikel fehlt eine Info? Etwas ist unklar oder falsch? Möglicherweise hat sich sogar ein Rechtschreibfehler eingeschlichen? Die ka-news-Leser merken es sofort und weisen uns darauf hin. Einen direkteren Draht zum Nutzer gibt es nicht.

Immer wieder nutzen die ka-news-Leser die Kommentarfunktion aber auch, um uns konkrete Fragen zu stellen oder Hinweise zu geben. Von einem Banküberfall in Grünwinkel haben wir so erfahren, lange bevor die Polizei eine entsprechende Eilmeldung herausgeben konnte.

Oft sind die Fragen, die in den Kommentaren gestellt werden, für uns Anlass, einem bestimmten Thema nachzugehen oder noch einmal nachzuhaken, was eigentlich aus einem Thema geworden ist. Weil wir nicht auf jede Leserfrage sofort anworten können, gibt es in der Redaktion eine eigene Liste, in der wir Leserfragen
sammeln.

2. Werden alle Kommentare von der Redaktion gelesen?

Wir versuchen es zumindest. Ein Redakteur hat in unserem Redaktionssystem immer ein Fenster mit den letzten Kommentaren offen. Wegen der großen Zahl - zwischen 400 und 600 Kommentaren pro Tag - ist es aber schlicht unmöglich, jeden einzelnen davon zu lesen oder vor der Veröffentlichung zu prüfen. Verstöße gegen die Kommentarregeln kann deshalb jeder ka-news-Nutzer melden. Die Redaktion bekommt dann eine E-Mail und prüft den gemeldeten Kommentar.

3. Wann wird ein Kommentar entfernt?

Einfach gesagt: wenn er gegen die Kommentarregeln verstößt, etwa weil darin andere Nutzer oder sonstige Personen beleidigt werden. Was theoretisch ganz einfach klingt, ist in der Praxis jedoch deutlich komplizierter. Denn Meinungen gibt es viele - und ob ein Kommentar noch im Rahmen der freien Meinungsäußerung zulässig ist oder nicht, sorgt in der Redaktion oft genug für teils hitzige Diskussionen. Was von dem einen als Beleidigung empfunden wird, wird vom anderen noch toleriert und andersrum. Müssen wir binnen kurzer Zeit drei mal in dieselbe Diskussion eingreifen, verfolgen wir die Kommentare am Ende kritischer als zu Beginn. Ist bei einem Thema die Diskussion früher schon mal entgleist, schauen wir beim nächsten Mal genauer hin und greifen früher ein.

4. Wann wird ein Nutzer komplett gesperrt?

Schlägt jemand öfter oder besonders gravierend über die Stränge, verwarnen wir den entsprechenden Nutzer zunächst - etwa, indem wir ihn direkt anschreiben und ihn auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Account eines Nutzers für einen befristeten Zeitraum zu sperren, etwa für 24 Stunden oder für sieben Tage. Hilft das alles nichts, bleibt uns als letzte Möglichkeit nichts anderes übrig, als juristisch gegen den entprechenden Nutzer vorzugehen oder sogar Anzeige zu erstatten.

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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    06.12.2011 05:17 Uhr
    Lob an ka-news
    Ja muß auch mal sein, genörgelt wird ja immer zwinkern

    Ich finde es gut daß es ka-news gibt, denn ich kenne eigentlich kaum eine Zeitung wo die Nutzer auch so mit einbezogen werden.
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  • unbekannt
    (50 Beiträge)

    05.12.2011 23:51 Uhr
    Schliesung des Forum
    Sehr geehrter Herr Neubüser
    Habe mich sehr gefreut über Ihre Antwort zu meinemKommentar.
    Natürlich betraft eine Einstellung des Forums die Anständigen.
    Ich weiß zwar auch nicht wie es gehen soll, aber Sie müßten doch in Ihrer Redaktion eine Möglichkeit finden das Niveau des Forum zu heben.Es kann nicht inIhrem Siine sein diesen schreibenden Chaoten eine ständige Plattform zubieten
    in Diesem Sinne Ihr KSCOldie
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  •   NeubueserF
    (674 Beiträge)

    06.12.2011 00:48 Uhr
    Keine Ursache ;-)
    Wir versuchen eigentlich immer zu antworten - wobei ich bewusst "versuchen" schreibe, denn es wird sicher Fälle geben, wo wir im Forum kontaktiert werden und es bei der Masse an Kommentaren schlicht nicht mitbekommen.

    Was das Niveau angeht gebe ich Ihnen Recht: das ist bei uns in der Redaktion auch immer wieder Thema. Gefühlt habe ich sogar den Eindruck, das Niveau ist in den vergangenen eineinhalb Jahren besser geworden, seit wir zum einen mehr auf die Kommentare achten, zum anderen aber auch selbst aktiver eingreifen - durch das Sperren von Kommentaren/Kommentatoren, vor allem aber auch durch das verstärkte Mitlesen und Mitkommentieren. Ich denke, dieser Weg ist zumindest ein Anfang.

    Eine Baustelle wird die Kommentarfunktion aber meiner Einschätzung nach immer bleiben - es sind eben Menschen, die sich hier austauschen. Kritik wird daher von uns immer ernstgenommen, selbst wenn wir nicht sofort eine Lösung präsentieren können.
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  •   LuLu
    (65 Beiträge)

    14.10.2011 13:12 Uhr
    Kommentar zu Kommentar
    Hallo Redaktion! Lob an Eure Kommentarfunktion. Auch wenn die Kommentare oftmal nix mehr mit dem eigentlichen Artikel zu tun haben (siehe KSC) ;O(
    Meine Kommentare haben sich ja bisher eher auf Schreibfehler etc der Redaktion bezogen^^
    Deshalb gleich noch mal: Im obigen Artikel, 1.Absatz in "Andere wiederum..." ist ein Leerzeichen in "Kommetarfunktion" lol
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  •   NeubueserF
    (674 Beiträge)

    14.10.2011 13:45 Uhr
    Danke
    Danke für den Hinweis - und natürlich auch für das Lob! Das Leerzeichen habe ich gerade entfernt. Herzliche Grüße!
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