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Karlsruhe ka-news-Sonntagsfrage: Welche Partei bekommt Ihre Zweitstimme?

Kann man in Gummistiefeln eine Wahl gewinnen? Als Gerhard Schröder im Bundestags-Wahljahr 2002 in Gummistiefeln und Regenjacke von Deich zu Deich hetzte, brachte ihm das damals den entscheidenden Vorteil gegenüber seinem Herausforderer Edmund Stoiber, der bis dahin in den Umfragen vor dem amtierenden Kanzler gelegen hatte. Jetzt ist wieder Flut - und in dreieinhalb Monaten sind wieder Wahlen. Welcher Partei würden Sie ihre Zweitstimme geben, wenn Sie schon an diesem Sonntag zur Urne gerufen würden?

Es sieht gut aus für die CDU/CSU: Bei den repräsentativen Umfragen der großen Meinungsforschungsinstitute im Juni liegen die Christdemokraten stabil bei 40 oder sogar 41 Prozent - das mit Abstand beste Ergebnis. Allerdings sieht es derzeit danach aus, als müsste Angela Merkel nach der Wahl im September auf ihren Koalitionspartner, die FDP verzichten. Die würde mit einem Ergebnis von 4 Prozent knapp an der 5-Prozent-Hürde scheitern. SPD und Grüne zusammen kämen dagegen ebenfalls auf ein Ergebnis von um die 40 Prozent. 

Zünglein an der Waage dürften daher vor allem die kleinen Parteien sein: Wie viele Zweitstimmen bekommt Die Linke? Schaffen die Piraten den Sprung ins Parlament? Wie gut schneidet die neu gegründete Alternative für Deutschland (AfD) ab - die Meinungsforscher sehen sie derzeit bei 3 Prozent.

Flut, Mietpreise und Euro-Rettung

Welche Auswirkung das Flut-Management der Politik auf die Bundestagswahl hat, ist ebenfalls offen. Anders als 2002 sind es nicht wenige Wochen, sondern noch über drei Monate bis zur Bundestagswahl. Der Wahlkampf hat gerade erst begonnen, ob die Flut im September überhaupt noch Thema ist, ist mehr als fraglich. Ene größere Rolle dürften Themen wie die Euro-Rettung spielen, mit der die AfD sich derzeit zu positionieren versucht. Ebenfalls eine Rolle spielen dürfte das Thema Mietpreise, mit dem derzeit nicht nur SPD und Grüne, sondern auch die CDU/CSU beim Wähler zu punkten versucht.

Wenn an diesem Sonntag schon Bundestagswahl wäre - welcher Partei würden Sie Ihre Zweitstimme geben?

Bei der monatlichen ka-news-Sonntagsfrage zur Bundestagswahl stehen alle Parteien zur Auswahl, die entweder aktuell im Deutschen Bundestag vertreten sind oder die bei den repräsentativen Umfragen im Juni (bisher: Februar) auf mindestens drei Prozent gekommen sind. Anders als bei den ka-news-Sonntagsfragen im Februar, März, April und Mai steht ab diesem Monat daher auch die Alternative für Deutschland zur Wahl.

Hier geht es zum Ergebnis der Sonntagsfrage im Februar, im März, im April und im Mai.

Mehr zum Thema
Bundestagswahl 2013: Infos und Ergebnisse der Bundestagswahl 2013: Im Dossier zur Wahl des Deutschen Bundestages am 22. September 2013 sammeln wir die gesamte Berichterstattung rund um die Bundestagswahl 2013. Außerdem: Infos zu den Kandidaten aus Karlsruhe Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Karin Binder (Linke) und Martin Bartsch (Piraten) sowie regelmäßige Sonntagsfragen zur Bundestagswahl 2013.
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  •   InKa
    (953 Beiträge)

    10.06.2013 00:49 Uhr
    Wer
    Rot wählt muß Grün mitnehmen.. oder wie war das!?
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  •   Herbert-119
    (1164 Beiträge)

    09.06.2013 18:00 Uhr
    Apropos Rechtspopulistischen AfD
    Das mit dem rechtspopulistische, ist Perfiedes Programm, um sich mit den Argumenten der Andersdenkenden nicht ausseinandersetzen zu müssen.
    Die wirkliche Argumentative Ausseinandersetzung mit der AFD scheuen die Politiker aller Parteien.
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  •   Herbert-119
    (1164 Beiträge)

    09.06.2013 17:07 Uhr
    AfD 43% http://tinyurl.com/qhakfau
    CDU/CSU
    23.9%
    (4533 Stimmen)
    SPD
    12.1%
    (2295 Stimmen)
    Die Grünen
    3.8%
    (718 Stimmen)
    FDP
    2.9%
    (555 Stimmen)
    Piratenpartei
    1.5%
    (312 Stimmen)
    AfD
    43%
    (8170 Stimmen)
    Die Linke
    3.8%
    (720 Stimmen)
    Keine Partei
    3.8%
    (714 Stimmen)
    Andere Parteien
    5.2%
    (983 Stimmen)

    Umfrage läuft noch.
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  •   timo
    (3424 Beiträge)

    09.06.2013 21:05 Uhr
    Wow, die AfD bekommt Leute dazu
    einen Kreis und einen Button anzuklicken.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    09.06.2013 14:07 Uhr
    Es gibt kein Deutschland, Frankreich, Zypern und Portugal!
    Das ist definitiv FALSCH.

    Es gibt strukturelle und Mentalitätsunterschiede, dieses muss man berücksichtigen.Somit stellt sich die Frage, wie man diesen Staaten denn am besten helfen kann.

    Nicht Merkel muss weg. Die Griechen sollten sich erstmal der griechischen Blutsauger und Abkassierer entledigen und die von den Griechen demokratisch legitimierte Regierung zur Verantwortung ziehen.

    Und was ist denn verkehrt daran, Deutschland nach wie vor an der Spitze zu halten? Das ist doch ein Segen für die EU. Oder woher sonst kommt denn der ganze Wohlstand und das viele Geld?
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  •   juanzorro
    (889 Beiträge)

    14.06.2013 16:07 Uhr
    Völlig daneben
    wir müssen wegkommen, von dieser Kleinstaaterei. Weg von diesem Nationalismus.

    Lasst uns endlich aus der verdammten Geschichte lernen!

    Wie lange haben sich die deutschen Kleinstaaten gegen einen Deutschen Nationalstaat gewehrt? Mit ähnlicher Begründung wie "Mentalitätsunterschiede" zwischen Norden, Süden, Osten, Westen...
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  •   Dille
    (52 Beiträge)

    09.06.2013 16:28 Uhr
    Die Abkassierer sitzen in Deutschland!
    Die demokratisch legitimierten Abkassierer in Griechenland arbeiten gerade für Merkel. Die Blutsauger sind die Banken die versuchen Staatsgelder über Griechenland in die eigene Tasche zu stecken. Dazu haben sie das Land ja über hochprozentige Kredite verschulden lassen. Un die damalige "sozialdemokratische" Regierung in Griechenland hat das auch noch zugelassen. In anderen Ländern läuft das ähnlich. Die Menschen werden kaputtgespart und den Gewinnern der krise wird auch noch Geld zugeschoben. So sieht die Sache aus!
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    09.06.2013 17:16 Uhr
    Aha,
    und wer hat das Geld für die Kredite bekommen und für welches Wachstum sind sie ausgegeben worden? Es ist leider nicht immer alles nur Schwarz und Weiß. Man sollte nicht nur auf die Banken schimpfen, sondern auch auf die Nutznießer dieser Kredite.

    Verstehe, wenn die keinen Bock auf sparen haben. Meiner bescheidenen Meinung nach hilft da nur ein Schuldenschnitt und raus aus dem Euro mit den Wackelkandidaten. Dann gibt es eben keinen billigen Kredite mehr und somit auch keine Gefahr der Überschuldung. Gerechterweise sollten die Profiteure der Kreditvergabe dafür haften.

    Dieses ganze Eurokonstrukt hat in dieser Form nicht funktioniert und gehört grundlegend revidiert. Ebenso gehört der ganze Finanzsektor an die Leine gelegt.

    Was gar nicht geht ist auf einen bereits toten Gaul noch Geld zu setzen. Sprich ein Rettungspaket nach dem anderen reinpumpen, obwohl klar ist, dass das auch nichts mehr hilft und das unweigerliche Ende nur noch rauszögert.
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  •   juanzorro
    (889 Beiträge)

    14.06.2013 16:10 Uhr
    Aus diesem Grund
    erst die politische Einheit Europas (zB Vereinigte Staaten von Europa) und dann eine Einheitswährung.

    Lasst uns endlich aus der Geschichte lernen zwinkern
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  •   Dille
    (52 Beiträge)

    09.06.2013 17:47 Uhr
    Für..
    ...einen Schuldenschnitt für Griechenland bin ich auch. Auch gegen die Rettungspackete die den Menschen nicht helfen und den Banken noch mehr Geld in den Rachen werfen. Ich bin aber ausdrücklich gegen Austritte und den Zerfall der EU. Im Gegenteil, es muss jetzt eine Union der Solidarität und des Miteinanders geschaffen werden. Ein Europa das eins ist. Die Banken müssen zerschlagen und in die öffentliche Hand überführt werden und die ständige Konkurrenz zwischen den EU-Staaten muss ausgehebelt werden. In einer Union konkurriert man nicht gegeneinander, sondern arbeitet zusammen. Deutschland will aber eine EU in der alle Länder für deutsche Exporte zahlen sollen. Wenn es sein muss auf Pump. Merkel will einfach Melkkühe für Deutschland schaffen anstatt alle Länder wirklich zu vereinen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
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