Wie das Polizeipräsidium Karlsruhe und die Bundespolizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären, soll der Jugendliche gegen 20.10 Uhr auf einen Kesselwagen geklettert sein. Dabei kam es zu einem Lichtbogen zwischen der Oberleitung und dem 16-Jährigen.

Bahnverkehr für mehrere Stunden unterbrochen

"Der junge Mann fing Feuer, verlor das Bewusstsein und blieb auf dem Waggon liegen. Ein Zeuge, der auf die Situation aufmerksam wurde, begann unverzüglich den Jugendlichen vom Boden aus zu löschen. Aufgrund der Reststromspannung durfte der 16-Jährige nicht angefasst oder berührt werden. Da der Jugendliche von alleine wieder zu Bewusstsein kam und im Begriff war selbstständig aufzustehen, wurde er von Kräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes noch vor der Erdung der Oberleitung aus dem Gefahrenbereich geborgen", heißt es in der Mitteilung.

Symbolbilder Bahn in Karlsruhe
Bild: Thomas Riedel

Der Jugendliche erlitt bei dem Zwischenfall wohl schwerste, lebensgefährliche Verbrennungen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die anwesenden Freunde des Verletzten wurden von Notfallseelsorgern betreut. Der Bahnverkehr war aufgrund der Bergung und Stromabschaltung im Bereich des Bahnhofs Karlsruhe-West teilweise für mehrere Stunden eingestellt.

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Warum der Jugendliche auf den Waggon kletterte, sei derzeit noch unklar und bedarf weiterer Ermittlungen. Bundes- und Landespolizei warnen in diesem Zusammenhang vor solch gefährlichen Handlungen. Oberleitungen umfassen Spannungen von 15.000 Volt. Ein Stromüberschlag endet hierbei meistens mit schwersten Verletzungen oder sogar tödlich.

Hierfür muss die Oberleitung nicht einmal berührt werden - die Gefahren, die von Bahn-Oberleitungen ausgehen, sind also nicht sichtbar. Wird ein Abstand von mindestens 1,50 Metern hierzu unterschritten, bedeutet dies, mit seinem Leben zu spielen.