Karlsruhe Geburtstage, Geburten, Gehege-Umbau: Das war 2017 im Karlsruher Zoo los!

Viele Neuankömmlinge, Geburtstage und ein Abschied mit tragischen Folgen. Im Karlsruher Zoo war im Jahr 2017 so Einiges los. Lesen Sie die spannendsten Geschichten des vergangenen Jahres in unserem ka-news Jahresrückblick!

Januar: Neues Zuhause für die Schneeeulen

Gleich zu Beginn des neuen Jahres durften sich die Schneeeulen des Karlsruher Zoos eine neue Anlage beziehen. Und das im Gegensatz zu manch anderem Bau deutlich früher als geplant. Die Schneeeulen-Anlage ist Teil des Zoo-Masterplans, der den Karlsruher Tiergarten in der Zukunft noch schöner und artgerechter machen soll. Das neue Zuhause der Eulen liegt jetzt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Schneeleoparden und den Eisbären.

Februar: Zuwachs für die Dickhäuter-WG

 Für die Elefanten WG des Karlsruher Zoos gab es im zweiten Monat des Jahres einen neuen Mitbewohner.  Die gesundheitlich stark angeschlagene Elefanten-Kuh Lina wird aus einer Privathaltung im Dickhäuterhaus aufgenommen, um dort wieder zu Kräften zu kommen.

Anfang Februar gab die Zeitschrift "Parkscout plus" eine Bewertung der besten Freizeit-Einrichtungen Deutschlands bekannt. In der Kategorie Zoo und Tierpark landete der Karlsruher Zoo dabei in den Top Ten, vor Hamburg, München, Leipzig oder Berlin.

 

März: Werbung in der Region

Im März stellte Zoodirektor Matthias Reinschmidt die in Kooperation mit der KVV entstandenen Zoo-Bahnen vor. Einige Wagen der Stadtbahnflotte wurden dabei mit einer Folie beklebt, auf der Zootiere zum Besuch in den Karlsruher Zoo einladen.

April: Weg in Richtung Eisbär-Nachwuchs

Eisbärentausch hieß es im April: Der Karlsruher Zoo konnte einen neuen Bewohner im Eisbärengehege begrüßen. Zwei andere Eisbären wurden verabschiedet. Nach zehn Jahren wurde das Eisbären-Trio im Karlsruher Zoo getrennt. Larissa und Vitus verließen den Zoo nach Neumünster. Dafür kehrte Eisbär Kap nach Karlsruhe zurück. Kap lebte bereits von 2001 bis 2004 im Zoo Karlsruhe.

Mai: Geburtstage über Geburtstage

Elefantengeburtstag wurde im Mai gefeiert. Die Elefantendame Rani wurde zum 62. Geburtstag mit Gemüsetorte und Ständchen beschenkt. Seit 60 Jahren lebt die Elefanten-Dame bereits im Karlsruher Zoo. Sie gilt als ältester in Deutschland lebender Elefant. 

Ebenfalls im Mai feiert Karlsruhes wohl berühmtester Zoobewohner seinen 50. Geburtstag: Der aus den Pippi-Langstrumpf-Filmen bekannte Papagei Douglas! Seit 2016 lebt das Tier im Karlsruher Zoo und war einst als "Rosalinda" im Fernsehen zu sehen.

Juni: Stadtgeburtstags-Kind Karl Wilhelm muss gehen

Nach einigen Querelen im Dickhäuter-Haus musste der junge Nilpferd-Bulle Karl Wilhelm den Karlsruher Zoo doch schneller verlassen, als zunächst geplant. Immer wieder kam es zu Machtkämpfen zwischen dem Jung-Hippo und seinem Vater Platsch. Am 9. Juni dann der Abschied: In einer Transportbox wurde das Nilpferd, das am Stadtgeburtstag 2015 geboren wurde, in den tschechischen Zoo Dvur Králové gebracht.  

Einen neuen Mitbewohner bekamen im Juni die Karlsruher Seelöwen. Ein Jahr nach Emmett gab es im Seelöwen-Becken erneut Nachwuchs. Ende des Monats konnte der Kleine auch erstmals mit seiner Mutter die Außenanlage erkunden.

Juli: Glück und Leid im Sommer

Nicht nur einige Bewohner des Zoos feierten in diesem Jahr einen runden Geburtstag, auch der Zoologische Garten selbst feierte Anfang des Monats sein Jubiläum. Im Zuge der Bundesgartenschau in Karlsruhe vor 50 Jahren wurde der Stadtgarten angelegt. Das feierte die Stadt im Juli an zwei Abenden unter anderem mit einem Nacht-Zoo. 

Nachwuchs gab es im Juli auch im Seehundbecken: Während des Nachtzoos im Rahmen des Stadtgarten-Jubiläums kam das Seehund-Baby Felix zur Welt. So konnten Dutzende Besucher die Geburt des Seehundes miterleben. Nur eine Stunde nach der Geburt dreht Felix bereits seine erste Runde im Becken.

Nur wenige Wochen nach seinem Umzug in einen tschechischen Zoo gibt es traurige Nachrichten für alle Zoo-Freunde: Der junge Nilpferd-Bulle Karl Wilhelm wurde in seiner neuen Heimat durch eine Beißattacke einer Artgenossin getötet.

August: Viel Nachwuchs bei den Zebras

Nachdem im Mai bekannt wurde das gleich vier Zebras des Karlsruher Zoos Nachwuchs bekommen, war es im August soweit.  Am 20. August erblickte das Fohlen von Tamika als Erstes das Licht der Welt.  Nur einen Tag später kam schon das zweite Zebra-Fohlen zur Welt. Auch Fohlen Nummer drei lässt nicht lange auf sich warten. Eine Woche später kommt das dritte Fohlen zur Welt. Das vierte erwartete Zebra-Fohlen ergänzte bei seiner Geburt im Oktober das Nachwuchsquartett im Zebra-Gehege.   

September: Schutz der Tiere im Mittelpunkt

Im September fand im Karlsruher Zoo erstmals ein Artenschutztag statt bei dem Besucher die Möglichkeit hatten, sich bei 15 verschiedenen Fragen über Artenschutz zu informieren. Der Zoo will so nach eigener Aussage das Bewusstsein der Besucher in diesem Thema schärfen.    

Oktober: Noch ein runder Geburtstag

Einen runden Geburtstag feierte der Zoo im Oktober. Schimpanse Benny war 50 Jahre alt geworden, 47 davon verbringt der Affe bereits in Karlsruhe. Klar, dass dieser besondere Tag gefeiert werden musste. In seinem Gehege gab es Gemüsetorte, Kuscheltiere und bunte Luftschlangen. Bis heute gibt es Lücken in Bennys Lebenslauf. Klar ist: Der Schimpanse kam 1970 als Jungtier nach Karlsruhe. Tierschützer kritisieren den Karlsruher Zoo für die Art und Weise wie Benny damals in die Fächerstadt kam.

Geburtstagsüberraschung für Schimpanse «Benny»
Schimpanse «Benny» traut sich vorsichtig an seine Überraschung zum Geburtstag heran. | Bild: S. Schuldt

Seit Oktober ist der Karlsruher Zoo auch um ein bislang einzigartiges Gehege reicher: Die Australien-Anlage! Tier und Mensch sollen sich in dem Gehege ohne Zäune begegnen können und die australische Welt so den Besuchern näher bringen.

November: Feuerwehreinsatz und Strafanzeige

Anfang November stellte die Tierschutzorganisation Peta einen Strafantrag gegen 20 Zoos und Tierparks in Deutschland, darunter auch der Zoo Karlsruhe. Der Vorwurf: Systematische Tier-Verstümmelung, indem durch das Stutzen von Flügeln Vögel, wie Flamingos, flugunfähig gemacht werden. Der Zoo reagierte auf die Anzeige gelassen und erklärte, dass bereits seit fünf Jahren keine Vögel mehr beschnitten werden.

Einsatz im Elefantengehege hieß es Ende November für die Karlsruher Feuerwehr! Elefanten-Dame Lina konnte ohne Hilfe der Feuerwehrleute nicht wieder aufstehen, da sie sich zwischen Metallgittern verkeilt hatte. Die Feuerwehr trennten ein Gitter heraus, sodass Lina nach knapp fünf Stunden wieder auf eigenen Beinen stehen konnte. 

Elefantendame Lina in Not
Die Rettungsaktion dauerte insgesamt fünf Stunden. | Bild: Zoo Karlsruhe

Dezember: Großer Besucherzuspruch

Kurz vor dem Jahreswechsel hat es doch noch geklappt mit dem Ein Millionsten Besucher im Zoojahr 2017. Der Karlsruher Stefan Kies darf sich über ein Jahr kostenlosen Eintritt im Zoo freuen. Das die Million erst so spät erreicht wurde, hängt laut dem zuständigen Bürgermeister Michael Obert mit verschiedenen Faktoren zusammen. Beispielsweise mit der Streckensperrung bei Rastatt oder dem ausgefallenen Lichterfest.

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Der ka-news Jahresrückblick auf 2017: ka-news-Jahresrückblick auf das Jahr 2017 in Karlsruhe und der Region: Politik, Sport, KSC, Kultur und vieles mehr. Was ist im vergangenen Jahr passiert, welche Themen haben die Fächerstadt bewegt? Die ka-news-Redaktion lässt das Jahr Revue passieren.
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