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Karlsruhe Moscheebau in Karlsruhe: 2013 - Jahr des Dialogs

Eine Moschee mit vier Minaretten in der Karlsruher Oststadt - das würde sich die Türkisch Islamische Gemeinde zu Karlsruhe eigentlich wünschen. Im März wurde bekannt, dass die zur Ditib gehörende Gemeinde ihre Zentralmoschee in der Käppelestraße umbauen möchte: In ein Kulturzentrum, Gebetshaus und Wahrzeichen für die interkulturelle Stadt Karlsruhe. Diese Pläne sorgten für Aufsehen - und brachten einen großen Diskussions-Stein ins Rollen.

März

Zum ersten Mal berichtet ka-news über die Pläne der Ditib: Weil die Räumlichkeiten in der Käppelestraße für die wachsende Gemeinde nicht mehr ausreichen und zudem eher provisorisch sind, soll die Merkez Moschee vergößert werden. Die Stadt Karlsruhe ist durch eine Bauanfrage über den Wunsch informiert, hegt jedoch Zweifel an den Plänen. Zehn Tage später äußern sich auch die Karlsruher Stadträte.

April

Redakteur Moritz Damm hat sich in Mannheim ungehört: Dort ist 1995 die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee eröffnet worden. Nach einem jahrelangen Beteiligungsprozess ist aus den Ängsten und Widerständen der Bürger Akzeptanz geworden. Was Karlsruhe von Mannheim lernen kann...

Mai

Durch die Karlsruher Oststadt weht der Geruch von türkischem Essen, Musik aus dem fernen Land wird live auf der Bühne gespielt und türkischer Tee wird gereicht. Für vier Tage steht die türkische und islamische Kultur im Mittelpunkt beim 15. Kulturfest der Karlsruher Ditib-Gemeinde. Doch dieses Jahr gibt es noch mehr zu erfahren: Die Gemeinde informiert an einem Sonderstand über die Pläne einer neuen Zentralmoschee in Karlsruhe. Besonders eingeladen sind dazu die Bürger der Oststadt.

Juni

Ein würdiges, repräsentatives Gotteshaus - das wünscht sich die Karlsruher Ditib-Gemeinde. ka-news hat nach einem Gespräch zwischen Stadt und Gemeinde noch einmal mit beiden Parteien über das Bauvorhaben gesprochen.

Die Pläne für das Bauprojekt sind weiterhin umstritten, auch baurechtlich sind noch etliche Fragen offen. Wie die neue Moschee nach Wünschen der Ditib-Gemeinde aussehen soll, veranschaulichen diese Bilder.

September

Zum ersten Mal wird in Karlsruhe das Thema Moschee und Moschee-Neubau in einer Ausstellung thematisiert. Noch immer stellt sich die Frage nach Ort und Gestalt eines neuen Gotteshauses für die Ditib-Gemeinde. Die Ausstellung "Allahs Häuser zwischen Heimat und Heimweh" soll über die verschiedenen Baustile und Elemente informieren.Sie soll auch für Verständnis werben und an modernen Beispielen zeigen: eine Moschee braucht nicht unbedingt eine Kuppel und Minarette.

"Eine Moschee in Karlsruhe - Wünsche, Pläne, Bilder": Der Moscheebau stand außerdem im Zentrum einer Podiumsdiskussion im Architekturschaufenster. Vertreter der muslimischen Gemeinden sprachen über ihre Wünsche, Baubürgermeister Michael Obert erläuterte den Standpunkt der Stadt und Bürger konnten ihre Vorbehalte äußern. Das Podium war sich letztlich einig: Eine repräsentative Moschee kann in Karlsruhe gebaut werden. Aber beim Standort und vor allem der Architektur gehen die Vorstellungen noch ziemlich auseinander.

Oktober

Die Moscheebaupläne wurden ein weiteres Mal im Karlsruher Gemeinderat diskutiert. Denn sowohl die muslimische Gemeinde vor Ort als auch die Stadt Karlsruhe bemühen sich seit Monaten um einen Dialog untereinander sowie mit den Bürgern der Fächerstadt. Podiumsdiskussionen, eine Moschee-Ausstellung und ein Kulturfest sollten informieren und die Diskussion sachlich halten.

Wie die geplante Moschee mit dazugehörigem Gemeindekulturzentrum schließlich aussehen wird, ist offen - ebenso ist die Standortfrage weiter ungeklärt. Aus diesem Grund forderte die Karlsruher Liste (KAL) in einem Antrag an die Stadtverwaltung,sich in diesem Punkt zu engagieren und den Prozess von Anfang an zu begleiten. Nicht nur solle die Bürgerbeteiligung nicht aus dem Fokus geraten, auch bei der Standortsuche wünschte man sich konkretere Informationen.

Siehe auch:

Ausstellung in Karlsruhe: "Moschee braucht keine Kuppel und Minarette"

Moscheebau in Karlsruhe: Moderne Architektur oder Standortwechsel?

Moscheebau in Karlsruher Oststadt: Das sagen die Stadträte

Moschee-Debatte: Was Karlsruhe von Mannheim lernen kann

Kommentar: Geplante Moschee in der Oststadt: Was soll die Empörung?

Karlsruher Ditib-Gemeinde will Moschee in Oststadt bauen

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    unbekannt
    (3304 Beiträge)

    28.12.2013 14:50 Uhr
    .
    Islam gehört nicht zu Deutschland.
    Keine totalitäre Ideologie darf je wieder zu Deutschland gehören.
    Alle gläubige Muslime sind auszuweisen!
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    (10716 Beiträge)

    28.12.2013 10:30 Uhr
    Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."


    Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage rechnen. Weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand näher unter die Lupe genommen.
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    (10716 Beiträge)

    28.12.2013 10:32 Uhr
    In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."
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    (10716 Beiträge)

    28.12.2013 10:33 Uhr
    Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info: Die anwesenden Hirten behaupteten übereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken befohlen hätte, den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die ich je gehört habe."
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    (10716 Beiträge)

    28.12.2013 10:25 Uhr
    Säugling in Stall gefunden - Polizei und Jugendamt ermitteln Schreiner aus Nazareth und unmündige...
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    unbekannt
    (10716 Beiträge)

    28.12.2013 10:27 Uhr
    BETHLEHEM, JUDÄA - In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.


    Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.
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    unbekannt
    (10716 Beiträge)

    28.12.2013 10:29 Uhr
    Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.
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  •   Karlsmuede
    (1387 Beiträge)

    27.12.2013 22:56 Uhr
    Meine Fragen:
    Wer/Was ist die Ditib?

    Was symbolisiert solch eine Moschee?

    Was passiert mit den Kirchen in der Türkei?

    Wie geht es den Christen in der Türkei?

    Was wird in so einer Moschee gepredigt?

    Gibt es eine Trennung von Religion und Politik im Islam?

    Ist der Islam verfassungskonform?

    Ist der islam vereinbar mit den Menschenrechten?

    Wie oft sind Herr Frank Mentrup und Herr Parsa Marvi auf den Ditib-veranstaltungen gewesen und warum?

    Welche Vor-/Nachteile würden den Karlsruher Bürgern durch den Bau solch einer Moschee entstehen?

    Welche Konsequenzen gab es in anderen Städten und Ländern nach dem Bau solch einer Moschee?

    Wie reagieren andere EU-Länder und Bürger auf diese Expansionsvorhaben?
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  •   Sandhas
    (1286 Beiträge)

    27.12.2013 17:32 Uhr
    Welcher Dialog?
    Habe ich da was verpasst? Ich weiss nur von Forderungen, aber ein Dialog ist mir neu!
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    unbekannt
    (11392 Beiträge)

    27.12.2013 17:38 Uhr
    Ist ein Übersetzungsfehler...
    Sollte eigentlich Monolog heißen, die Moslems sprechen, die toleranten weltoffenen Bürger hören zu.

    Oder kann mir jemand das Gegenteil beweisen, daß die islamische Gemeinde Anwohnerforderungen entgegenkam?
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