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Karlsruhe Neubau der Ditib-Moschee: Bauantrag muss nicht erneut diskutiert werden

Die Karlsruher Ditib-Gemeinde hegt schon seit Langem den Wunsch, ein neues Gemeindezentrum zu bauen. Im Januar wurde dann der Bauantrag bei der Stadt eingereicht. Doch wenn am Dienstag der Gemeinderat tagt, steht das Thema erneut auf der Agenda.

Die beiden Stadträte Jürgen Wenzel (Freie Wähler) und Stefan Schmitt (parteilos) haben eine gemeinsame Anfrage an die Stadt Karlsruhe gestellt. Darin wollen sie wissen, warum der Neubau der Ditib-Mosche in der Oststadt nicht zu einer "wichtigen Gemeinderatsangelegenheit" erklärt wird. "Es ist an der Zeit, solche Projekte zu wichtigen Gemeinderatsangelegenheiten zu erklären, um diese mit den Bürgern zu diskutieren", schreibt Stadtrat Wenzel in einer Erklärung zur Anfrage. 

In einer Stellungnahme schreibt die Stadt, dass solche Angelegenheiten in einer Einwohnerversammlung erörtert werden sollen. "Für die Wichtigkeit einer Angelegenheit sind ihr Einfluss auf das Gemeinschaftsleben und ihre Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt maßgeblich", so die Stadt weiter. Die Stadtverwaltung sieht allerdings keine Veranlassung, dem Gemeinderat die Durchführung einer Einwohnerversammlung zum Neubau der Moschee vorzuschlagen. Schon im Januar ging der Bauantrag bei der Stadt ein und wird derzeit geprüft. 

Bauvorhaben wurde bereits in Öffentlichkeit diskutiert

"Das Bauvorhaben ist ist derzeit Gegenstand eines förmlichen Genehmigungsverfahrens. Wenn dem genehmigungspflichtigen Vorhaben keine von der Baurechtsbehörde zu prüfenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen, eignet sich die Frage der baurechtlichen Zulässigkeit grundsätzlich nicht für eine Erörterung mit den Einwohnern", führt die Stadt in ihrer Stellungnahme weiter aus. 

Weiter verweist die Stadt Karlsruhe auf die Infoveranstaltung Mitte Januar, bei der die Pläne für den Neubau öffentlich vorgestellt wurden. "Da unter diesen Umständen anzunehmen ist, dass bereits eine ausreichende und erschöpfende Diskussion in der Gemeinde stattfindet, erscheint es aus Sicht der Verwaltung nicht ermessensfehlerhaft, von der Durchführung einer gesonderten Einwohnerversammlung nach § 20a GemO abzusehen", heißt es in der schriftlichen Stellungnahme abschließend. Damit ist das Thema vom Tisch, den Neubau der Ditib-Moschee öffentlich zu diskutieren und eine Bürgerversammlung abzuhalten. 

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Islam in Karlsruhe | ka-news.de: Kopftuch, Koran, Glaube, Irrtümer und Vorurteile: Im ka-news-Dossier "Islam in Karlsruhe" haben wir zahlreiche Artikel über den Islam und Muslime in Karlsruhe sowie einen geplanten Moschee-Bau zusammengefasst.
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Kommentare (99)
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  •   art5gg
    (537 Beiträge)

    17.03.2018 07:41 Uhr
    "Niemals nicht" ist innerhalb der vielfältigen deutschen Kultur....
    ....eine korrekte Verneinung!
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  •   kuba
    (1016 Beiträge)

    16.03.2018 15:34 Uhr
    Wieso christlich?
    Ein Drtitel der deutschen Bevölkerung gehört inzwischen der Glaubensgemeinschaft gar nix an. Daher ist es mit der christlichen Prägung nicht mehr so weit her. Außerdem sollte die Christen, endlich mal auch christlich daher kommen. Wenn ich mir die bayrische CSU anschaue, ist das nicht weit her mit dem Christentum, ich habe sie schon in meiner Kindheit kennengelern, die schwarzen Scheinheiligen. Die am Wochenende mit Augenaufschlag in der Kirche saßen und unter der Woche schlimme Finger waren. Wer wirklaich Christ ist, sollte tolerant und weltoffen sein und kein kleinkarierter Spießer, der anders gläubige ihre Kirchturm nicht gönnt.
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  •   ManuM
    (16 Beiträge)

    16.03.2018 17:56 Uhr
    Deshalb christlich!
    Sofern Sie die Geschichte von Deutschland (auch vor der Gründung der BRD) betrachten ist es christlich geprägt. Wenn ein Drittel nicht mehr der Glaubensgemeinschaft angehört, gibt es noch Zweidrittel weitere Bewohner und die bestehen überwiegend nicht aus Muslims.
    Abgesehen davon geht es auch um Kultur und Verhaltensweisen gegenüber Dritten.
    Aber wir werden in vielen Jahren sehen, was wir erhalten, wenn wir jetzt den Islam als Teil Deutschlands sehen. Warscheinlich dürfen Frauen nur noch mit Kopftuch oder Burka auf die Straße und der Muezin ruft vom Minarett. Tolle Aussichten!
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  •   kuba
    (1016 Beiträge)

    16.03.2018 19:47 Uhr
    Das ist lächerlich!
    Die Muslime werden sich genauso wie ihre deutschen Mitbürger von der Religion abwenden (wenn sie es nicht schon getan haben/gut dann sind sie keine Muslime mehr) und nicht mehr in ihre Kirche gehen, wie 95 % der sog. Christen in Deutschland. Sie werden vernünftige Mitbürger, die halt das nicht mehr brauchen. Wenn ich mir die Kämpfer für das "Christliche Abendland" so anschaue, dann haben die es ja auch nicht mit den christlichen Werten sondern sie pfeifen auf die Nächstenliebe und die rechte Backe wollen sie auch nicht hinhalten. Also, Christen sind das auch nicht.
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  •   Der_dunkle_Turm
    (625 Beiträge)

    16.03.2018 19:57 Uhr
    Haben Sie mal wieder ihre alte Glaskugel abgestaubt?
    Wie sonst kommen Sie zu dieser steilen These?
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  •   Shmuel_K
    (380 Beiträge)

    16.03.2018 20:04 Uhr
    Er hat nicht kapiert,
    daß diese Sorte Mensch ganz anders tickt. Je mehr von ihnen im Land sind, desto weniger Integration wird stattfinden. Dafür haben sie ihre religiösen Parallelgesellschaften.
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  •   kuba
    (1016 Beiträge)

    16.03.2018 22:16 Uhr
    Das ist falsch!
    Es gibt Millionen von Türken, die sich angepasst haben, religiös und viele - möglicherweise zu wenige - auch politisch. Übrigens, Sie sollten etwas orgineller antworten auf meine wunderschönen Hinweise.
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  •   Der_dunkle_Turm
    (625 Beiträge)

    16.03.2018 22:56 Uhr
    Na sicher haben viele die Kurve gekriegt.
    Aber viele eben nicht. Und von der Sorte strömt seit Jahren reichlich Nachschub nach.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    18.03.2018 14:41 Uhr
    Es strömt
    nicht nur Nachschub von aussen (das hast du doch gemeint, oder?) sondern auch im Inneren köchelt es.
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  •   kuba
    (1016 Beiträge)

    17.03.2018 19:23 Uhr
    Das ist wie bei den Deutschen
    nachdem die Nazis -und wer war kein Nazi - Deutschland und die Welt in Schutt uns Asche gelegt haben, sollte man meinen, dass restlos alle von diesem Wahnsinn geheilt wären. Aber eine kleine Minderheit glaubt immer noch, dass sie auf andere Minderheiten herumtrampelen darf. Es ist eine Ausdruck politischer Dummheit aber auch von Menschenverachtung , wenn man - wie Seehofer - die Dummheit dieser Leute für seine politischen Vorteile ausnutzt. Ich frage mich, wieso diese intoleranten Typen hier als Christen herumlaufen. Sie sind es nicht und der Seehofer ist es auch nciht. Er ist ein alter Demagoge der gerne zündelt.
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