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Karlsruhe Moscheebau in Karlsruhe: "Mehrere Standorte im Gespräch"

Der geplante Moscheebau in Karlsruhe war zuletzt in 2013 öffentliches Thema in Gemeinderat, Podiumsdiskussionen und einer Moschee-Ausstellung. Die Stadt Karlsruhe als auch die muslimische Gemeinde bemühten sich um einen Dialog untereinander als auch mit den Bürgern. Wie sind die aktuellen Planungen und was ist seither passiert?

Im März 2013 wurde bekannt, dass die Türkisch Islamische Gemeinde zu Karlsruhe (Ditib), die Merkez Moschee in der Oststadt umbauen möchte. Grund sei die wachsende Gemeinde - die provisorischen Räumlichkeiten in der Käppelestraße seien nicht mehr ausreichend. Es folgte eine Bauanfrage bei der Stadt Karlsruhe, Podiumsdiskussionen, eine Moschee-Ausstellung sowie ein Kulturfest in der Ditib-Gemeinde in Karlsruhe.

Stadt und Ditib-Gemeinde Karlsruhe im Gespräch

Nach der Podiumsdiskussion im September 2013, zu der rund 100 Zuhörer erschienen sind, stellte sich nicht mehr die Frage ob, sondern wo und wie die Moschee in Karlsruhe gebaut werden soll. Uneinig war man sich bei den Fragen, wie genau die Moschee aussehen und welchen Standort sie haben soll. Die Ditib-Gemeinde äußerte den Wunsch auf Ihrem Grundstück in der Oststadt zu bauen, die Stadt machte indes deutlich, dass in Gewerbegebieten eigentlich keine religiösen Gebäude vorgesehen seien, "das sind Sondergenehmigungen", so Baubürgermeister Michael Obert vor zwei Jahren bei der Podiumsdiskussion. Und was hat sich seither getan?

Auf Nachfrage von ka-news, gab die Stadt Karlsruhe an, dass man mit der Türkisch Islamischen Gemeinde im Kontakt sei: "Auch jüngst hat es Gespräche gegeben", so eine Pressesprecherin der Stadt. Auch die Ditib bestätigt dies. Darüber hinaus äußern beide Seiten, dass mehrere Standorte in Karlsruhe für den geplanten Moscheebau im Gespräch seien. Wann die Entscheidung fallen wird, ist aktuell noch unklar. Entscheiden müsse letztlich die Türkisch Islamische Gemeinde, so die Stadt.

Öffentlichkeit soll beteiligt werden

Auch die Öffentlichkeit soll beteiligt werden: Die Stadt sieht nach ihrem Baugesetzbuch ein Bebauungsplanverfahren für das geplante Objekt vor. Dieses schafft per Definition dort Baurecht, wo auf Grund von zu erwartenden Interessenskonflikten, Spannungen möglich sind. Das Verfahren sieht weiter eine Beteiligung der Öffentlichkeit vor, die über die Planungsabsichten informiert und zur Stellungnahme aufgefordert werden soll.

Dass eine solche Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist, äußert auch eine Pressesprecherin der Stadt: "Es ist eine gute Tradition in Karlsruhe, die Bürger beispielsweise durch Bürgervereine an Entscheidungen teilhaben zu lassen. Das wird auch rechtzeitig für den geplanten Moschee-Bau erfolgen." Das dürfte geschehen, sobald die Stadt Karlsruhe und die Ditib-Gemeinde sich bezüglich des endgültigen Standorts für die Moschee, einig geworden sind.

Könnten Ängste einiger Bürger das Bauvorhaben gefährden?

Bei der Podiumsdiskussion in September 2013 waren auch die Ängste einiger Bürger vor einer Islamisierung, Bestandteil der öffentlichen Debatte: "Muslime expandieren nicht, sie werden sichtbar", sagte damals Derya Sahan, von der Ditib-Gemeinde Karlsruhe. Der Wunsch der Muslime nach einer repräsentativen Moschee sei Teil des Prozesses des "Heimischwerdens". Den regen Austausch mit den Karlsruher Bürgern, der auch von Kritik begleitet war, fasste Sahan, im September 2013 wie folgt zusammen: "Wir sprechen miteinander".

Ein Aspekt der über zwei Jahre später an Brisanz gewonnen hat: Der Zuzug von Flüchtlingen im vergangenen Jahr verschärfte die Debatte zusätzlich. Könnte die aktuell angespannte Situation im Land, das Bauvorhaben gefährden? "Ich denke nicht", meint Azal von der Ditib-Gemeinde zu Karlsruhe gegenüber ka-news. Die Beteiligung der Öffentlichkeit stehe aber noch aus und müsse abgewartet werden.

Auf die Frage nach dem Architekten, der das Projekt ausführen soll, hält sich die Ditib bedeckt: "Ja, es gibt einen Architekten, der für den Moscheebau vorgesehen ist", weiß Yusuf Azal von der Gemeinde Ditib, "Sobald der Standort feststeht und wir von der Stadt eine 100-prozentige Bestätigung bekommen, werden wir den Architekten für das Projekt bekannt geben."

Mehr zum Thema
Islam in Karlsruhe | ka-news.de: Kopftuch, Koran, Glaube, Irrtümer und Vorurteile: Im ka-news-Dossier "Islam in Karlsruhe" haben wir zahlreiche Artikel über den Islam und Muslime in Karlsruhe sowie einen geplanten Moschee-Bau zusammengefasst.
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Kommentare (149)
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  •   Eckfaehnchen
    (1978 Beiträge)

    19.09.2016 00:56 Uhr
    Ich bin überrascht,
    weil heute ein Thema vom 13.1.2016 erneut hier aufgewärmt wird.
    Ka news habt ihr nichts Neues ??
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  •   walde100
    (16 Beiträge)

    18.09.2016 21:00 Uhr
    moschee
    eine Moschee gehört nach meka und nicht nach mühlburg
    für meinen glauben ist mir kein weg zu weit
    warum also eine Baugenehmigung ?
    es reicht mit der Islamisierung in Deutschland
    wo ist aus Deutschland geworden?????
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  •   Silesian
    (149 Beiträge)

    21.01.2016 15:41 Uhr
    Nein!
    und noch mal nein.

    Bis vor 3-4 Jahren hätte ich noch "ja" gesagt.
    Aber nun - definitiv "NEIN"

    Der Islamisierung darf kein Nährboden geboten werden. Basta.
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  •   MuttisHelfer
    (97 Beiträge)

    20.01.2016 23:20 Uhr
    Ich
    will hier keine Moschee, drum wähl ich AFD!
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  • unbekannt
    (486 Beiträge)

    14.01.2016 20:18 Uhr
    Eroberungsfantasien
    Weiß hier eigentlich jemand was hinter der beliebten Namensgebung Fatih-Moschee (Ditib) steckt? Fatih-Moscheen gibt es nicht nur in in Kaiserslautern, Pforzheim, Mannheim..., Fatih ist einer der beliebtesten Moschee-Namen in Europa. Fatih heißt Eroberer und bezieht sich auf Mehmet II. Fatih. Lest mal nach wer dieser, von Staat- und Kirchenvertretern beklatschte ****************** war.
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  •   Ghibli
    (456 Beiträge)

    14.01.2016 17:12 Uhr
    widerhole
    Ist das Englisch?
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  •   jimmg
    (411 Beiträge)

    14.01.2016 14:30 Uhr
    Bürgerentscheid !
    Ein Bürgerentscheid ist auf jeden Fall das gerechteste Mittel um zu sehen, wie die allgemeine Meinung zum Bau solcher Objekte ist. Sollte wieder über die Köpfe der betroffenen Bürger hinweggegangen werden befürchte ich das die Stimmung ggü Ausländern danach noch schlechter wird.
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  •   pelle
    (272 Beiträge)

    14.01.2016 16:12 Uhr
    DAS VOLK IST KEIN RICHTER
    DAS VOLK IST ZU EMOTIONAL. DAHER WERDEN KEINE BÜREGRENTSCHEIDE ÜBERALL DURCHGEFÜHRT WEIL DIESE HÖHERES RECHT GGF. BRECHEN WÜRDE. DIREKTE DEMOKRATIE KANN SEHR GEFÄHRLICH SEIN. ICH FINDES ES AUCH SCHEISSE IST ABER SO.
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  • unbekannt
    (486 Beiträge)

    14.01.2016 19:58 Uhr
    Und warum brüllst Du?
    (Fettschrift)
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  •   Elijah
    (287 Beiträge)

    14.01.2016 17:19 Uhr
    Ein Bürgerentscheid kann kein geltendes Recht brechen.
    Also erzählen Sie bitte keinen Schman. Bevor der Entscheid zur Wahl gestellt wird, wird auch die geprüft, ob er zulässig ist.
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