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Karlsruhe Moschee-Neubau in Karlsruhe: Ditib hält weiter an Plänen fest

Es war das Aufregerthema der Sommerpause: Mitte August stießen Ingo Wellenreuther und die Karlsruher CDU die Diskussion über eine neue Moschee für den Türkisch Islamischen Kulturverein (Ditib) an - und ernteten von vielen Seiten Kritik. Der Islamverband stellt klar: Die Pläne für den Neubau haben nach wie vor Bestand.

Es sah beinahe so aus, als wäre ein passender Standort gefunden: Seit Jahren sucht die Karlsruher Ditib-Gemeinde nach einer geeigneten Fläche für ein neues Gebetshaus. Zu klein sei das bisherige Gebäude in der Käppelestraße in der Oststadt, die Gemeinde wünschte sich daher ein größeres und repräsentativeres Gebetshaus. Ein städtisches Gelände am Mühlburger Bahnhof rückte in die engere Auswahl.

Ditib: Größere Moschee wird kommen

Doch dann kam es zum Streit zwischen der Karlsruher CDU und Oberbürgermeister Frank Mentrup. Die CDU und ihr Bundestagsabgeordneter Ingo Wellenreuther hatten den Bau "einer neuen Großschmoschee" kritisiert und der Stadt vorgeworfen, Geheimverhandlungen in der Sache zu führen. Sowohl der Karlsruher Oberbürgermeister als auch die Ditib-Gemeinde wiesen die Vorwürfe zurück. Dennoch landete das Thema erneut im Karlsruher Gemeinderat.

Im Gespräch mit dem SWR betont der Islamverband, trotz der hitzigen Diskussion weiter an den Neubauplänen für eine neue Moschee festhalten zu wollen. Man werde demnächst ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister führen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden, so ein Vertreter der Karlsruher Ditib-Gemeinde gegenüber dem Südwestrundfunk.

Und wenn der Neubau nicht auf der städtischen Fläche realisiert werden kann? In diesem Fall plant Ditib nach eigener Aussage, auf dem alten Gelände in der Oststadt zu bauen. Nach geltendem Baurecht könne dort eine Moschee mit einem Minarett gebaut werden - auch ohne Zustimmung vonseiten der Politik. Wie genau der Neubau aussehen könnte, ist bislang noch nicht klar. Fest steht, dass das neue Gebetshaus Platz für 500 bis 600 bieten soll. Muezzin-Rufe sind nach Aussage der Stadt aber nicht geplant.

(Oberbürgermeister Frank Mentrup reagierte im August mit scharfer Kritik auf die Äußerungen von Ingo Wellenreuther und der Karlsruher CDU)

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Kommentare (183)
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  •   AlfredENeumann
    (388 Beiträge)

    09.10.2016 20:39 Uhr
    Petition
    Man darf halt gegen etwas sein ohne gleich in Rechte Ecke gestellt zu werden.
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  •   Joerg_Rupp
    (2613 Beiträge)

    10.10.2016 07:04 Uhr
    kmmt drauf an
    gegen was und mit welchen Argumenten. Die hier wiederholt vorgetragenen Argumente sind nahezu allesamt aus der rechten Ecke. Teilweise sogar aus der ganz rechten Ecke.
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    10.10.2016 13:26 Uhr
    Na und?
    Solange Sie definieren was rechts ist hat das keine Gültigkeit.
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  •   AntiAnti
    (163 Beiträge)

    10.10.2016 08:27 Uhr
    "Rechte Ecke" ist bei Ihnen
    nicht Ihre Meinung haben. Das ist Demokratie und Sie sind ein aufrichtiger Demokrat. Das ist es was Sie hier jedem weismachen wollen.
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  •   Joerg_Rupp
    (2613 Beiträge)

    09.10.2016 15:07 Uhr
    die auch hier beworbene Petition
    in der man anonym unterschreiben kann, von dem viele Gebrauch machen, hat nach knapp 2 Monaten 2078 Unterstützer*innen, davon keine tausend aus Karlsruhe. Zu erwarten, dass dann eine richtige Petition ausreichend, nämlich 14.000 rechtsgültige Unterschriften, zusammen bekommt, halte ich für ausgesprochen mutig - ebenso wie die Idee, für die "schweigende Mehrheit" zu sprechen.
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    10.10.2016 02:58 Uhr
    Sie Leader
    haben etwa 200 Zerstürtzerinnen in KA, was soll das dumme Geschwätz? Und wenn euch die Polizei nicht schützen würde wärens 50.

    Also lieber den flachen Pass spielen.
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  •   Joerg_Rupp
    (2613 Beiträge)

    10.10.2016 07:07 Uhr
    wir können also
    davon ausgehen, dass die Neonazis gewaltbereit sind?
    Oder wie ist Ihr Beitrag zu verstehen?
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    10.10.2016 14:33 Uhr
    Neonazis
    sind schon im Grundsatz gewaltbereit, das wissen Sie so gut wie ich. Allerdings sind viele nicht so hohl wie sie immer dargestellt werden und die Anführer haben meist was auf dem Kasten. Darum nehmen sie sich auf ihren sogenannten Aufmärschen meistens zusammen, weil sie wissen wie schnell das beendet oder letztendlich verboten werden kann.
    Die sind oftmals straff hierarchisch organisiert was sie mitunter schwer angreifbar macht.
    Das ist genau das was die von ihrem Chaotenhaufen unterscheidet.

    Aber wenn die Neonazis mal ausser Kontrolle geraten werden halt keine Gefangenen gemacht.
    Das ist aber alles nichts Neues für Sie, oder? Sind Sie doch sehr gut befreundet mit einer weltweit anerkannten Expertin für Rechtsextremismus.
    Ich geh jetzt esen, Mahlzeit.
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  •   AntiAnti
    (163 Beiträge)

    10.10.2016 07:45 Uhr
    Die Polizei schützt euch
    vor euch selbst. Weiß doch jeder in was diese linken Gegendemos ausarten können.
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  •   EmilyHobhouse
    (1431 Beiträge)

    10.10.2016 06:09 Uhr
    Polizei schützen
    Was soll denn ständig dieses Geschwätz, Zitat Originalteil: " wenn euch die Polizei nicht schützen würde"? Werden Sie doch einmal konkret was Sie damit meinen oder androhen wollen!
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