72  

Karlsruhe Moschee-Neubau der Ditib: Der Bauantrag wird bald gestellt

Die Pläne für das neue Gebetshaus sind fertig, es dauert also nicht mehr lange, bis die Ditib-Gemeinde den Bauantrag bei der Stadt Karlsruhe einreichen wird. Mit einem Baubeginn rechnen sie dann im Sommer 2018.

Kaum etwas erregt so sehr die Gemüter, wie der geplante Neubau der Ditib Zentralmoschee in der Karlsruher Oststadt. Daher standen bei einer Infoveranstaltung Stadt und Gemeinde Rede und Antwort. Rund 300 Bürger sind an diesem Donnerstagabend gekommen, um sich zu informieren. Doch es wurde auch laut und der Neubau der Moschee wurde zur Nebensache. Dabei sind die Pläne schon fertig, der Bauantrag soll kommende Woche gestellt werden. 

Bau-Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Michael Obert, bestätigt das: "Es wurde uns angekündigt, dass der Bauantrag unmittelbar bevorsteht!" Wenn die Ditib-Gemeinde mit den Bauarbeiten noch im Sommer beginnen möchte - und das haben sie vor - dann muss der Antrag für den Neubau bald bei der Stadt eingehen. Denn es dauert mehrere Wochen, bis die Baufreigabe erteilt wird. "Wir müssen dann noch prüfen, ob dieser Antrag dem Baurecht entspricht, ob er vollständig ist, ob das mit den Stellplätzen funktioniert. Dann werden noch die unmittelbaren Nachbarn und Grundstückseigentümer befragt", so Obert im Gespräch mit ka-news über das Prozedere.

So soll die neue Moschee in der Käppelestraße aussehen.
So soll die neue Moschee in der Käppelestraße aussehen. | Bild: ka-news/juw/anb

Bauzeit von rund zwei Jahren

Doch bevor in der Käppelestraße die Bagger anrücken können, muss das Bauordnungsamt noch zustimmen. "So wie es im Augenblick aussieht, sind die Pläne genehmigungsfähig, denn wir haben natürlich vorab - und das ist nicht unüblich - immer wieder Gespräche geführt, was denkbar und was genehmigungsfähig wäre und was nicht", so Michael Obert weiter. Die Pläne für die neue Zentralmoschee sehen einen Kuppelbau samt Minarett vor. 

Im Sommer soll die bisherige Lagerhalle, die seit über 20 Jahren als Gebetsraum und Gemeindezentrum dient, abgerissen und die neue Moschee aufgebaut werden. Bis 2020 soll das islamische Gotteshaus dann errichtet sein. Rund 6 Millionen Euro will die Ditib-Gemeinde in der Oststadt investieren, finanziert durch Spenden ihrer Mitglieder sowie einem Kredit. 700 Menschen bietet der Neubau Platz, dazu gibt es noch eine Tiefgarage. Die Außenfassade ist mit ihrer großen Fensterfront betont schlicht gehalten.

Die Diskussion wurde geschlossen.

Mehr zum Thema
Islam in Karlsruhe | ka-news.de: Kopftuch, Koran, Glaube, Irrtümer und Vorurteile: Im ka-news-Dossier "Islam in Karlsruhe" haben wir zahlreiche Artikel über den Islam und Muslime in Karlsruhe sowie einen geplanten Moschee-Bau zusammengefasst.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (72)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   EmilyHobhouse
    (1431 Beiträge)

    21.01.2018 20:32 Uhr
    Erkenntnisse
    Es scheint für euch zu hoch zu sein um zu kapieren, dass hier nur das Innenministerium bei entsprechenden Erkenntnissen ein Verbot erwirken könnte, nicht die Stadt Karlsruhe. Die kann sich nur an bestehendes Recht halten, an das hier geltende Baurecht. Der von rechten Parteien initiierte "Protest" hat keinen anderen Grund als unsere Gesellschaft zu spalten. Genau so wie es übrigens Salafisten auch versuchen. Ob diese Moschee einmal ein Zentrum für Salafisten wird kann heute niemand wissen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Salafisten von jungen Muslimen Zulauf bekommen, wächst sicherlich mit der Diffamierung, die sie von Teilen unserer Gesellschaft erfahren. Ich denke auch, das ist eine Strategie der rechten Parteien. Und genau diesen Kanon kann man auch hier in zahlreichen Kommentaren erkennen. Ich bin davon überzeugt, dass viele Kommentatoren hier, die so vehement Muslime beschuldigen nicht nur Anhänger, sondern auch Mitglieder rechter Parteien oder Gruppen sind.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Leergutmafia
    (429 Beiträge)

    21.01.2018 23:59 Uhr
    Ja nee, is klar!
    Da hätten wir ja schon lange selbst darauf kommen können:
    " Die Wahrscheinlichkeit, dass Salafisten von jungen Muslimen Zulauf bekommen, wächst sicherlich mit der Diffamierung, die sie von Teilen unserer Gesellschaft erfahren. "

    Wir Deutsche sind schuld, an der Radikalisierung von Ilslamisten, an sämtlichen Gräueltaten in der Welt und eigentlich an allem Übel.

    Sach ma Jogi, geht es dir wirklich gut?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (960 Beiträge)

    21.01.2018 15:10 Uhr
    "Die Gemeinde die diesen Bau plant..." 1/2
    Nein, es geht hier nicht um die Gemeinde sondern um den Bauherrn, die Ditib. Und da Sie es in Ihren Kommentaren andauernd mit Verfassungsschutz und Rechten und dergl. haben, sollten Sie nicht nur einseitig, sondern beide Seiten in Augenschein nehmen. Jede Madaille hat 2 Seiten. Siehe dazu auch hier, die andere Seite der Medaille und Ihres vielzietierten, angedrohten Verfassungsschutzes bei noch bestehender Meinungsfreiheit:

    Anlass für die Überwachung gaben unter anderem Äußerungen des Vorstands, der auf Facebook zweifelhafte Zitate von Imamen veröffentlichte. Ein Beispiel: "Demokratie ist für uns nicht bindend ... Uns bindet Allahs Buch, der Koran."
    http://www.zeit.de/2017/11/ditib-hamburg-spitzel-vorwuerfe-sedat-simsek

    Wegen umstrittenen Märtyrer-Comics: "Kein Vertrauensvorschuss mehr": Verfassungsschutz überprüft Ditib-Imame
    https://www.n-tv.de/politik/Verfassungsschutz-ueberprueft-Ditib-Imame-article18706461.html
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   reinermoysich
    (36 Beiträge)

    19.01.2018 21:34 Uhr
    DITIB verweigert sehr wichtige Antwort. (2/2)
    Die am Anfang der Diskussion von DITIB versprochene „Offenheit und Transparenz“ wurde also gar nicht erfüllt.
    VOR einem Bauantrag muss von dieser Moschee-Gemeinde zunächst sehr glaubwürdig versichert werden, dass für sie die Menschenrechte in jedem einzelnen Aspekt ÜBER der Scharia stehen – also AUSDRÜCKLICH Mitglieder anderer religiöser oder nichtreligiöser Weltanschauungen (einschließlich Atheismus) und Frauen gegenüber Männer als gleichberechtigt angesehen werden und Muslime selbstverständlich das Recht haben, ihre Weltanschauung zu wechseln.
    Andernfalls wäre diese Moschee mit Minarett für alle Menschen mit einer anderen Weltanschauung ein weithin sichtbares Symbol dafür, dass ihre zutiefst rechtens andersartige Weltanschauung von dieser Moschee-Gemeinde völlig abgelehnt wird.
    Ich finde, in solch einem Falle sollte mit allen friedlichen Mitteln, welche der wehrhafte Rechtsstaat zulässt, nicht nur der Neubau verhindert, sondern schon die jetzige Moschee geschlossen werden.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   reinermoysich
    (36 Beiträge)

    19.01.2018 21:15 Uhr
    „Menschenrechte zuerst“! (1/2)
    Die Veranstaltung fand ich sehr enttäuschend. Denn DITIB weigerte sich sehr entschieden, die Frage zu beantworten, welche Haltung sie zur Scharia einnimmt. Somit muss befürchtet werden, dass DITIB die Richtlinie der so genannten „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ befolgt, welche lautet, dass Muslime sich zwar an die Menschenrechte halten sollen – und nun kommt das riesige ABER: Immer dann, wenn die Menschenrechte jedoch dem islamischen Rechtssystem Scharia widersprechen, gelten nicht etwa die Menschenrechte, sondern die Scharia!
    Und dies bedeutet danach zum Beispiel: Menschen anderer Religionen gelten nicht nur als „Ungläubige“, sondern sogar als so genannte „Untermenschen“! Wobei nichtreligiöse Menschen noch nicht einmal das Recht haben, überhaupt zu leben! Und Frauen sind darüber hinaus auch nicht gleichberechtigt! Und es ist für Muslime nicht erlaubt, ihre Weltanschauung zu wechseln; im Gegenteil, sie müssen dann sogar mit der Todesstrafe rechnen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    19.01.2018 21:45 Uhr
    Das ist und bleibt
    eine Religion wie im Mittelalter.
    Und die Muslime sind und bleiben eine Parallelgesellschaft hier in Deutschland. Die fordern nur, aber leben
    ihre eigenen Werte und Vorstellungen.
    Fehlt nur noch, dass sie auch noch das unnötige Minarett genehmigt bekommen. Die Kuppel ist groß genug
    zur Machtdemonstration. Es ist auch mal genug.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   reinermoysich
    (36 Beiträge)

    19.01.2018 21:13 Uhr
    „Menschenrechte zuerst“! (2/2)
    [i][/i]Und dies bedeutet danach zum Beispiel: Menschen anderer Religionen gelten nicht nur als „Ungläubige“, sondern sogar als so genannte „Untermenschen“! Wobei nichtreligiöse Menschen noch nicht einmal das Recht haben, überhaupt zu leben! Und Frauen sind darüber hinaus auch nicht gleichberechtigt!
    Wenn DITIB zunächst nicht glaubwürdig versichert, dass für sie die Menschenrechte in jedem einzelnen Aspekt ÜBER der Scharia stehen (also AUSDRÜCKLICH Mitglieder anderer religiöser oder nichtreligiöser Weltanschauungen und Frauen gegenüber Männer als gleichberechtigt angesehen werden), dann – finde ich – macht es überhaupt keinen Sinn, noch weiter über den geplanten Moschee-Neubau zu informieren. Dann halte ich es für besser, angebracht und notwendig, sofort demonstrativ die Versammlung zu verlassen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   JimmyBluebutton
    (831 Beiträge)

    19.01.2018 20:25 Uhr
    "Die Außenfassade ist mit ihrer großen Fensterfront betont schlicht gehalten."
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   schmidmi
    (2803 Beiträge)

    21.01.2018 11:00 Uhr
    So gesehen
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   JimmyBluebutton
    (831 Beiträge)

    21.01.2018 13:07 Uhr
    Nö.
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++

Seite : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 (9 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.