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Karlsruhe Keine Moschee in Mühlburg: Wellenreuther begrüßt Ditib-Entscheidung

Er hatte das Thema groß in die Öffentlichkeit gebracht: In einer Pressemeldung begrüßt der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther die Entscheidung des Islamverbandes Ditib, die Pläne zum Bau einer Großmoschee am Mühlburger Bahnhof nicht weiter verfolgen zu wollen.

Wellenreuther hatte Mitte August den Vorgang öffentlich gemacht und kritisiert, dass es zwischen Stadtverwaltung und Ditib bereits weitgehende Absprachen über den Verkauf eines entsprechenden Grundstücks gab, ohne dass die Bevölkerung darüber informiert wurde.

"Die Bürger sind erleichtert, dass in Mühlburg keine Großmoschee mit Minaretten und angeschlossenem Kulturzentrum entstehen wird. Sie haben gerade in diesen Zeiten zu Recht kein Verständnis dafür, dass ohne ihr Wissen zwischen dem Islamverband Ditib und der Stadtverwaltung bereits weitreichend über den Kauf eines Grundstücks verhandelt worden ist", erklärt Wellenreuther.

"Aus diesem Grund und aufgrund der Tatsache, dass das vorgesehene Gelände am Mühlburger Bahnhof in mehrfacher Hinsicht ungeeignet war, begrüße ich die Entscheidung von Ditib", so der Bundestagsabgeordnete weiter.

Nach Informationen des Südwestrundfunks möchte Ditib stattdessen die bestehende Moschee in der Käppelestraße in der Karlsruher Oststadt ausbauen. "Es wäre angebracht, wenn die Stadtverwaltung aus der Mühlburger Moschee-Debatte die richtigen Schlüsse ziehen und diesmal frühzeitig in einen breiten Dialog mit der Bevölkerung treten würde. Dabei muss das Spannungsverhältnis zwischen der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Religionsausübung sowie dem, was baurechtlich zulässig ist und gesellschaftspolitisch akzeptiert wird, beachtet werden", so Wellenreuther.

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  •   ProKA
    (708 Beiträge)

    10.11.2016 08:45 Uhr
    Von
    mir einen Daumen hoch.
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  •   Toben_Dax
    (13 Beiträge)

    10.11.2016 06:24 Uhr
    Scheinheilige Politik
    Wie kann man nur mit Ditip zusammenarbeiten, wo man doch weiß,daß es der Religiöse Politische Arm vom Despoten vom Bosporus ist. Vielleicht sollte man endlich mal Anfangen selbst Moscheen zu bauen mit in Deutschland ausgebildeten und vor allem aufgeklärte Imame zu stellen. Da wären wir schon etwas weiter.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 18:28 Uhr
    Diese Moscheegemeinde
    ist zwar Teil der Ditib aber das ist im täglichen Leben der Menschen nicht so wichtig. Die Menschen sind Bürger und ein Teil von Karlsruhe. Nur weil im Augenblick die politische Lage in der Türkei so ist kann man den Menschen keinen Vorwurf machen. Und einen konkreten Vorwurf gegen diese Gemeinde gibt es auch nicht. Eine Gemeinde die seit Jahrzehnten fest verankert in Karlsruhe ist.
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  • unbekannt
    (960 Beiträge)

    13.11.2016 19:14 Uhr
    Es geht im Augenblick nicht um die Lage in der Türkei,
    es geht um einen mit unseren Grundgesetzen nicht vereinbaren Islam zu dem sich ca. die Hälfte der in Deutschland lebenden Muslime bekennen und die das islamische Gesetz, die Scharia, über unser Grundgesetz stellen.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 20:29 Uhr
    Das stimmt nicht.
    Und wenn man mal konkret bei dieser Gemeinde bleibt so wurde noch niemals ein Gesetz gebrochen noch dazu aufgerufen geschweige denn das Grundgesetz in Frage gestellt.
    Ihre Beahuptung ist so wie ein Teil der Behauptungen des Herrn Wellen... Halbwahrheiten, Übertreibungen Spielen mit Ängsten der Menschen usw.
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  •   Mondgesicht
    (2115 Beiträge)

    13.11.2016 20:45 Uhr
    Die Ditib
    ist ein bundesweiter Dachverband für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der angeschlossenen türkisch-islamischen Moscheegemeinden. Er untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, welches dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist.

    Kann jeder nachlesen. So, und jetzt behaupte noch einer, dass die Ditib nichts mit Erdogan zu tun hat.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 21:28 Uhr
    Ministerpräsident ist nicht der Herr Erdogan
    nur um es korrekt wiederzugeben. Es gibt zwar noch einige wichtige details aber dies geht sowieso in der Diskussion unter.
    Ich möchte aber dann konkret bitte von Ihnen wissen was dieser Moscheegemeinde in der Käppelestr. konkret vorgeworfen wird. Oder was hat in den dreissig Jahren der Imam oder der Vorstand jemals falsch gemacht. Es wird nur mit Erdogan argumentiert. Aber das haben die Gemeinden auch früher schon gespürt. Je nachdem welche Partei in der Türkei und komplementär in Deutschland an der Macht ist ändern sich die Sichtweisen. Das geht ja runter bis auf Landesebene.
    Im übrigen gab es sogar Gutachten bezüglich der Unabhängigkeit von Ditib zu Diyanet in der Türkei. Dies war eine der Grundvoraussetzung damit in den Ländern überhaupt über muslimischen Religiosnunterricht gesprochen werden konnte.
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  •   fahrbahnteiler
    (279 Beiträge)

    13.11.2016 21:35 Uhr
    Ministerpräsident
    wird man unter Erdogan aber nicht, wenn man ihm widerspricht. Wer widerspricht landet schneller im Kittchen als ihm lieb ist.
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  • unbekannt
    (960 Beiträge)

    13.11.2016 21:34 Uhr
    Aber jetzt...!
    Nordrhein-Westfalen: NRW beendet Zusammenarbeit mit Ditib
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 22:15 Uhr
    Hier die entsprechende Antwort
    http://murat-kayman.de/2016/09/05/stellungnahme-des-ditib-landesverband-nrw-beendigung-der-zusammenarbeit-im-praeventionsprogramm-wegweiser/
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