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Karlsruhe Keine Moschee in Mühlburg: Wellenreuther begrüßt Ditib-Entscheidung

Er hatte das Thema groß in die Öffentlichkeit gebracht: In einer Pressemeldung begrüßt der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther die Entscheidung des Islamverbandes Ditib, die Pläne zum Bau einer Großmoschee am Mühlburger Bahnhof nicht weiter verfolgen zu wollen.

Wellenreuther hatte Mitte August den Vorgang öffentlich gemacht und kritisiert, dass es zwischen Stadtverwaltung und Ditib bereits weitgehende Absprachen über den Verkauf eines entsprechenden Grundstücks gab, ohne dass die Bevölkerung darüber informiert wurde.

"Die Bürger sind erleichtert, dass in Mühlburg keine Großmoschee mit Minaretten und angeschlossenem Kulturzentrum entstehen wird. Sie haben gerade in diesen Zeiten zu Recht kein Verständnis dafür, dass ohne ihr Wissen zwischen dem Islamverband Ditib und der Stadtverwaltung bereits weitreichend über den Kauf eines Grundstücks verhandelt worden ist", erklärt Wellenreuther.

"Aus diesem Grund und aufgrund der Tatsache, dass das vorgesehene Gelände am Mühlburger Bahnhof in mehrfacher Hinsicht ungeeignet war, begrüße ich die Entscheidung von Ditib", so der Bundestagsabgeordnete weiter.

Nach Informationen des Südwestrundfunks möchte Ditib stattdessen die bestehende Moschee in der Käppelestraße in der Karlsruher Oststadt ausbauen. "Es wäre angebracht, wenn die Stadtverwaltung aus der Mühlburger Moschee-Debatte die richtigen Schlüsse ziehen und diesmal frühzeitig in einen breiten Dialog mit der Bevölkerung treten würde. Dabei muss das Spannungsverhältnis zwischen der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Religionsausübung sowie dem, was baurechtlich zulässig ist und gesellschaftspolitisch akzeptiert wird, beachtet werden", so Wellenreuther.

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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 22:04 Uhr
    Ich glaube das dies bereits
    ausgeträumt ist. So wie es weiter geht wird das ein immer egoistischerer Haufen und die EU wird es in 10 Jahren so nicht mehr geben. Leider.
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    14.11.2016 14:20 Uhr
    Du hast ja die Möglichkeit
    in die Demokratische Türkei Erdogans auszuwandern. Niemand zwingt
    dich hier in Deutschland wohnen zu bleiben. Und große Moscheen
    gibt es in der Türkei genug. Kannst dir dann eine aussuchen für deine
    Freitagsgebete.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    14.11.2016 15:13 Uhr
    Ich glaue nicht das ich Ihnen das Du angeboten hätte.
    Lassen Sie es mal meine Sorge sein wo ich lebe oder nicht.
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  •   fahrbahnteiler
    (279 Beiträge)

    13.11.2016 21:30 Uhr
    Freie Religionsausübung
    dürfen Sie doch betreiben. Am bisherigen Standort. Es gibt kein Recht auf Ankauf eines bestimmten Grundstücks in Mühlburg.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    13.11.2016 22:17 Uhr
    Das ist richtig,
    allerdings weiss ich aus erster Hand, dass auf dem Grundstück in Mühlburg ohne Umwidmung gar keine Moschee hätte gebaut werden können, da es sich um ein sogenanntes Schulgrundstück handelt, das nicht einfach so zweckentfremdet werden kann.
    Zudem wäre es viel zu teuer, da wären die vermutlich ausgestiegen. Dass es mit 50x100 Metern zu klein ist ist ebenfalls eine Tatsache. Nicht fürs Gebäude an sich, aber man braucht ja bei einem Neubau auch Parkplätze. Wieviele da jetzt vorgeschrieben wären weiss ich nicht, aber in der Starckstrasse kann man nicht parken, Richtung Knielingen auch nicht, Richtung Nordwest auch nicht, eigentlich nirgends in der nächsten Umgebung.
    Das Ding wäre ohne jede Chance gewesen.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 22:28 Uhr
    Ja Richtig.
    eine Nutzungsänderung hätte es geben müssen. Es hätte eine Tiefgarage gegeben. Die Parkplätze werden sowieso nur Freitags in höherer Zahl benötigt. Bezüglich den Preis habe ich keine Ahnung. Ich glaube soweit waren die Gespräche noch gar nicht.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    13.11.2016 23:19 Uhr
    Nein, beim Preis
    war man wohl noch nicht. Allerdings sagte mir Herr Obert, dass der wohl weit über deren Vorstellungen liegen würde.
    Das wird wohl Brachland bleiben. Eine Schule oder einen Kindergarten oder ähnliches baut man da sicher nicht hin (kann man ja gleich im Mittelstreifen der Autobahn bauen), für eine Firma die diese hervorragende Anbindung nutzen könnte ist es zu klein, für einen kleinen Handwerksbetrieb zu teuer.
    Das bleibt wie es ist und das ist eigentlich auch ganz ok so.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 21:49 Uhr
    Zur freien Religionsausübung gehört
    auch ein würdiges Gotteshaus. Das ist für alle Demokraten wichtig. Die jetzige Entscheidung liefert nur Argumente für die Dumpfbacken auf beiden Seiten.
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  •   Mondgesicht
    (2115 Beiträge)

    13.11.2016 20:59 Uhr
    Ach so, "falsche Person befragt"
    Alles nur ein dummer Irrtum... um Ausreden scheint diese Organisation ja auch nicht verlegen zu sein - anstelle einer Entschuldigung, die eigentlich fällig wäre. Das finde ich unsympathisch und es bestätigt meinen bisherigen Eindruck.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 21:08 Uhr
    Ja man greift sich einen raus der
    nicht so versiert ist und schon entsteht der entsprechende Eindruck. Wenn Sie die Argumentation von jemand kompetenten interessiert so können Sie gerne die Seite vom Herrn kaymann besuchen. www.murat-kaymann.de
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