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Karlsruhe Keine Moschee in Mühlburg: Wellenreuther begrüßt Ditib-Entscheidung

Er hatte das Thema groß in die Öffentlichkeit gebracht: In einer Pressemeldung begrüßt der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther die Entscheidung des Islamverbandes Ditib, die Pläne zum Bau einer Großmoschee am Mühlburger Bahnhof nicht weiter verfolgen zu wollen.

Wellenreuther hatte Mitte August den Vorgang öffentlich gemacht und kritisiert, dass es zwischen Stadtverwaltung und Ditib bereits weitgehende Absprachen über den Verkauf eines entsprechenden Grundstücks gab, ohne dass die Bevölkerung darüber informiert wurde.

"Die Bürger sind erleichtert, dass in Mühlburg keine Großmoschee mit Minaretten und angeschlossenem Kulturzentrum entstehen wird. Sie haben gerade in diesen Zeiten zu Recht kein Verständnis dafür, dass ohne ihr Wissen zwischen dem Islamverband Ditib und der Stadtverwaltung bereits weitreichend über den Kauf eines Grundstücks verhandelt worden ist", erklärt Wellenreuther.

"Aus diesem Grund und aufgrund der Tatsache, dass das vorgesehene Gelände am Mühlburger Bahnhof in mehrfacher Hinsicht ungeeignet war, begrüße ich die Entscheidung von Ditib", so der Bundestagsabgeordnete weiter.

Nach Informationen des Südwestrundfunks möchte Ditib stattdessen die bestehende Moschee in der Käppelestraße in der Karlsruher Oststadt ausbauen. "Es wäre angebracht, wenn die Stadtverwaltung aus der Mühlburger Moschee-Debatte die richtigen Schlüsse ziehen und diesmal frühzeitig in einen breiten Dialog mit der Bevölkerung treten würde. Dabei muss das Spannungsverhältnis zwischen der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Religionsausübung sowie dem, was baurechtlich zulässig ist und gesellschaftspolitisch akzeptiert wird, beachtet werden", so Wellenreuther.

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  •   Mondgesicht
    (2109 Beiträge)

    14.11.2016 14:31 Uhr
    Entscheidender als die Person I. Wellenreuther
    ist für das Abschneiden der CDU bei der Bundestagswahl allerdings die Person A. Merkel.
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  •   Mondgesicht
    (2109 Beiträge)

    13.11.2016 20:21 Uhr
    Beruhigen Sie sich
    Niemand wird gezwungen, seine Stimme Herrn Wellenreuther zu geben. Das darf jeder Wähler selbst entscheiden.

    Ihren Vorwurf können Sie sicher beweisen, oder? Es wäre ja sonst jammerschade, wenn Sie sich wegen übler Nachrede verantworten müssten.

    Aus meiner Sicht hat Ingo Wellenreuther alles richtig gemacht: Er hat die Öffentlichkeit informiert, wie konkret und weit gediehen die Gespräche zwischen Stadt und Ditib bereits waren. Denn gewusst hat man lediglich, dass Ditib ein Grundstück sucht. Nicht gewusst hat man, dass in Mühlburg ein überregionales Gebetszentrum in diesem Ausmaß entstehen sollte.

    Zudem hatten sich gegenüber früher die Rahmenbedingungen verändert. Die autoritäre Herrschaft Erdogans hat die politischen Vorzeichen verändert. Auch das ist ein wichtiger Faktor. Denn es macht einen Unterschied, ob wir von einem Gebetshaus sprechen oder von einer Stätte politischer Einflussnahme.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 20:57 Uhr
    Definitiv
    kann man von Halbwahrheiten und massiven Übertrebungen sprechen. Denn ich weiss persönlich das die entsprechenden CDU Stadträten das Wissen über die Liste aus 2013 und der aktuelle Standdamals sehr wohl bekannt war. Herr Mentrup hatte übrigens zuletzt den Ältestenrat aller Parteien informiert. Und dies war schon einige Zeit zuvor. Erst als der Moscheevorstand die Fraktion informiert hat hat der Herr Wellenreuther die Presserklärung herausgegeben.
    Zusammengefasst wussten die entsprechenden Stadträte bereits seit 2013 über diese Liste Bescheid.
    Also hätte Herr Wellenreuther genug Zeit gehabt sich informieren zu lassen.
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  •   EmilyHobhouse
    (1431 Beiträge)

    14.11.2016 06:03 Uhr
    Sinnlos
    Sie versuchen hier mit Leuten zu diskutieren, die nur auf pöbeln aus sind. Es sind Leute die einfach etwas gegen Muslime haben, egal wie friedfertig oder integriert diese sind. Argumente sind zwecklos und werden von diesen Pöblern auch nicht vorgebracht. Es geht ihnen nur um Stimmungsmache und die Verbreitung von Vorurteilen.
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  • unbekannt
    (960 Beiträge)

    14.11.2016 09:09 Uhr
    Pöbeln anstatt diskutieren ist eine bevorzugte Eigenschaft von Ihnen.
    Es geht um die Tatsache, dass der Islam im allgemeinen keine Friedensreligion ist. Auch wenn der Großteil der Muslime friedliebend ist und nun darunter leiden müssen. Ist aber mal so.
    Empfehle dazu einen Artikel aus der FAZ: Hass in der muslimischen Welt Der Terror hat sehr viel mit dem Islam zu tun
    Angesichts der weitverbreiteten Unterdrückung von sexuellen und religiösen Minderheiten in der islamischen Welt kann unmöglich behauptet werden, dass der Hass auf Anderslebende und Andersgläubige „nichts mit dem Islam zu tun“ habe oder dass „der“ Islam „eine Religion des Friedens“ sei. Es zeugt außerdem von einem mangelhaften Unrechtsbewusstsein, die Trommel der „Islamophobie“ zu rühren, aber zu schweigen über die viel schlimmere Phobie der muslimischen Welt gegen alles Unislamische.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    14.11.2016 11:38 Uhr
    Na Ihre Stärke ist es auch nicht
    So wie Sie hier mit global galaktisch kritischen Artikeln um sich werfen. In der Art wie das in diesem Artikel konstruiert wurde kann man jede Religion und Ideologie in den Schmutz ziehen. Beispiel Demokratieexport nach Afhanistan oder in den Irak.
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  •   Mondgesicht
    (2109 Beiträge)

    13.11.2016 21:05 Uhr
    Wir sprechen nicht vom Kenntnisstand
    der Stadträte, sondern vom Kenntnisstand der Bevölkerung!

    Genau das ist doch der Vorwurf, dass hinter verschlossenen Türen Absprachen getroffen wurden, von denen die Bürger erst erfahren hätten, wenn schon der Bebauungsplan beschlossen wird.
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  •   Radius
    (334 Beiträge)

    13.11.2016 21:41 Uhr
    Ich spreche vom Kenntnisstand
    des Herrn Wellenreuther denn den hat er in seiner Presseerklärung moniert. Und genau darin liegt ja eben die Halbwahrheiten eines Herrn Wellenreuther der eben davon spricht das kurz vor einem Abschluss gestanden wurde. Dies stimmt eben nicht. Aber solch ein Projekt ist erst einmal gut vorbereitet. Das ist so wie damals mit den Asylanten / Flüchtlingen die in Mühlburg untergebracht worden sind. Da gab es ja auch zuerst ein ganz grosses Gezetere um dann festzustellen das dies auch ganz normale Menschen sind.
    Und es war auch ganz klar das wenn in die Verhandlungen tatsächlich gegangen worden wäre diese mit vielen Auflagen verbunden gewesen wäre.
    Und noch einmal zum Standort. Es ist so das es keinen einizgen Anwohner stören kann. Ein CDU Stadtrat hat sogar davon gesprochen das dies ein unwürdiger Standort ist für ein Gotteshaus. Er wünsche sich etwas was zentraler ist. Aber noch nicht einmal das wird diesen Menschen gegönnt.
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  •   RechterRand
    (971 Beiträge)

    14.11.2016 15:13 Uhr
    Gönnen
    Ich finde es für die Muslime schade, die sich als Deutsche sehen also voll integriert sind und hier seit Generationen leben. Wenn es nur um diese ginge, welche oft gute Nachbarn sind, dann wäre wohl der Gegenwind nicht so stark.

    Das Problem heute ist, dass es offensichtlich bei uns immer mehr konservative Muslime gibt, die ihre Religion wie eine Monstranz vor sich her tragen, sie kaum integrieren wollen und die immer mehr Zugeständnisse einfordern.

    Auch der Blick in muslimisch geprägte Länder lässt überhaupt keine positive Prognose zu.

    Ebenso das wohlwollende oder besser anbieternde Verhalten unserer Politiker, die sich vor Toleranz und fast schon Gehorsam gegenseitig überbieten. Zumindest bisher.

    Sehr vielen wird der Islam zu präsent und besitzergreifend.

    Wenn dabei die Falschen "unter die Räder kommen", dann ist das nicht schön, aber leider nicht zu vermeiden.
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  •   Mondgesicht
    (2109 Beiträge)

    14.11.2016 15:43 Uhr
    Besitzergreifend
    Ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte:
    Wie die Stuttgarter Zeitung berichtete, haben an der Uni Stuttgart muslimische Studenten in der Bibliothek gebetet. Währenddessen versuchten muslimische Kommilitonen, andere Studierende und Bedienstete vom Betreten der Bibliothek abzuhalten, da Betende ja nicht gestört werden dürften. Der Rektor musste mit einem Verbot einschreiten.

    Ich glaube, es sind genau solche Dinge, die die Menschen gegen zu stark ausgelebte Religiosität aufbringen. Selbstverständlich muss für alle Religionen das gleiche gelten. Es könnte - um bei obigem Beispiel zu bleiben - ebenso wenig geduldet werden, dass Christen oder Buddhisten eine Uni-Bibliothek wegen ihren Gebeten blockieren.
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