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Karlsruhe Jahrestreffen in Karlsruhe: 30.000 Muslime versammeln sich in der Messe

Bereits zum vierten Mal kommen die Mitglieder der islamischen Glaubensbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) in Karlsruhe zusammen. Zur jährlichen Versammlung, der sogenannten Jalsa Salna, erwartet die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder rund 30.000 Muslime in der Messe Karlsruhe. Von Freitag bis Sonntag, 13. bis 15. Juni, wird sich die Gemeinschaft mit aktuellen Glaubensfragen auseinandersetzen.

Die besondere Zusammenkunft ist mit einem Kirchentag vergleichbar. Geladen ist auch das geistige Oberhaupt der religiösen Gemeinschaft, Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (atba), der 5. Kalif der Ahmadi-Muslime. "Seine Freitagspredigt am 13. Juni um 14 Uhr und seine richtungsweisenden Ansprachen über die Veranstaltungstage hinweg bilden für alle Teilnehmer den Höhepunkt dieser Jahresversammlung", heißt es in einer Pressemitteilung der Glaubensgemeinschaft.

Konservativ, aber ungefährlich

Die Ahmadiyya ist eine religiöse Gruppierung des Islam, welche Ende des 19. Jahrhunderts in Indien von Mirza Ghulam Ahmad gegründet wurde. Die Glaubensgemeinschaft beruft sich auf Ahmad als ihren neuen Propheten. Dies führt unter Muslimen immer wieder zu Kontroversen, da für viele Muslime Mohammed als der letzte Prophet gilt. Während die Anhänger der Ahmadiyya in Südasien daher eine schweren Stand haben, macht die Gruppierung in Europa und Afrika zunehmend auf sich aufmerksam. Der Hauptsitz der Bewegung ist London. Sie gilt in Expertenkreisen als konservativ, aber ungefährlich.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland (AMJ) ist nach eigenen Aussagen einer der größten deutschen Islamverbände, mit aktuell über 35.000 aktiven Mitgliedern und seit über neun Jahrzehnten in Deutschland vertreten. Bundesweit unterhält sie derzeit 36 Moscheen mit Minarett und Kuppel, und auch die ersten in Nachkriegsdeutschland erbauten Moscheen in Hamburg (1957) und Frankfurt (1959).

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Konservativ und friedvoll: 30.000 Muslime treffen sich in Karlsruhe

Mehr zur Jalsa Salana (Link führt auf Homepage)

Was denkt der Kopf unter dem Tuch? Karlsruher Muslimas diskutieren im ibz

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  • unbekannt
    (1444 Beiträge)

    12.06.2014 16:04 Uhr
    Das politische Ziel der Ahmadiyya...
    ...ist die Einrichtung einer islamischen Ordnung auf der ganzen Welt, auch in Deutschland. Das bedeutet die Abschaffung der freiheitlich demokratischen Grundordnung und Einrichtung des Kalifats mit Scharia-Recht. Die Ahmadiyya setzt eine Doppelstrategie ein: Anpassung und Integration einerseits, Machterweiterung der Führung andererseits. Der “größte Listenschmied” Allah wird nachgeahmt, indem die Ungläubigen intensiv getäuscht werden. Man faselt ständig von “Liebe für alle, Hass für keinen”, “Frieden” und “Barmherzigkeit”, während man gleichzeitig die Landnahme entschlossen vorantreibt. So verfolgt die Ahmadiyya in Deutschland ein “100-Moscheen-Projekt“, allein 2004 wurden sechs Moscheen eröffnet. Insgesamt gibt es momentan 34 Moscheen und 70 Gebetszentren. 35.000 Mitglieder soll die Sekte in Deutschland haben.
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  • unbekannt
    (1444 Beiträge)

    12.06.2014 16:04 Uhr
    In seiner Rede zur Jahreswende 2001...
    ...zitierte er den Gründer der Ahmadiyya, Mirza Ghulam Ahmad:
    „Es wird nur eine Religion in der Welt geben und nur einen Führer.”
    Eine Religion, ein Kalifat, ein Führer, das klingt in deutschen Ohren unangenehm vertraut. Die Ahmadiyya ist eine islamische Sekte, die innerhalb von 300 Jahren den Sieg ihres Islams über alle anderen Religionen anstrebt. Sie breitet sich weltweit aus, besitzt nach eigenen Angaben 10 Millionen Mitglieder und betreibt 14.000 Kalifatstützpunkte, auch Moscheen genannt. Der Ahmadiyya-Gründer sagte voraus:
    „Die Tage werden kommen, in der Tat sie sind nahe, wenn dies die einzige Religion sein wird. Allah wird außerordentliche Segnungen auf diese Religion und diese Bewegung ausschütten. Er wird jeden zerschlagen, der uns zu zerstören sucht. Diese Überlegenheit wird bis zum Tage des Gerichts dauern.”
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