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Karlsruhe Gemeinderat diskutiert: Islamunterricht an Karlsruher Schulen?

In der heutigen Gemeinderatssitzung diskutieren die Karlsruher Stadträte ab 15.30 Uhr unter anderem über islamischen Religionsunterricht an Karlsruhe Schulen. Des Weiteren bekommt die Karlsruher Stadtmarketing GmbH einen Aufsichtsrat. Zudem sollen mehrere Satzungen geändert werden, darunter die Satzung über Parkgebühren. ka-news berichtet live aus dem Rathaus.

Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hatte bereits am 27. Juli 2010 mehrheitlich die Erhöhung der Parkgebühren in der Innenstadt von 1,50 Euro auf zwei Euro pro Stunde als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung beschlossen. Heute stimmt der Gemeinderat über die Änderung der Satzung über Parkgebühren ab.

Aufsichtsrat für Stadtmarketing

Des Weiteren beruft der Gemeinderat heute die Aufsichtsratmitglieder für die neu strukturierte Stadtmarketing GmbH. Im März hatte der Karlsruher Gemeinderat die Anteile der beteiligten privaten Unternehmen der Stadtmarketing GmbH erworben, da der starke private Anteil an der Gesellschaft immer stärker als Hindernis empfunden worden war.

Der neue Gesellschaftsvertrag der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH wurde am 1. April ins Handelsregister eingetragen. Die neu strukturierte Gesellschaft soll laut Gesellschaftsvertrag einen Aufsichtsrat erhalten. Die Stadträte erhoffen sich durch die Neustrukturierung zukünftig mehr Entscheidungsbefugnisse und Transparenz beim Stadtmarketing.

Es war in die Kritik geraten, als bekannt wurde, dass der Gemeinderat im nichtöffentlichen Teil der Beratungen zum Doppelhaushalt 2011/12 dem Stadtmarketing eine Million Euro zur Verfügung gestellt hatte, um eine drohende Insolvenz abzuwenden.

Mehr Hortplätze?

Auch berät der Gemeinderat am Abend über die Förderung von Kindertagesstätten und Kinderkrippen sowie die Betreuung von Kindern unter drei Jahren durch Tagesmütter. Der Bedarf an Hortplätzen wird ebenso thematisiert wie die Überlegung, in einem Schulversuch an der Schiller-Grund- und Werkrealschule und der Gutenberg-Grund- und Werkrealschule islamischen Religionsunterricht anzubieten.

Indem muslimische Kinder und Jugendliche in gleicher Weise wie ihre christlichen  Mitschüler ein Angebot religiöser Identitätsstiftung erhalten, soll damit ein Beitrag zur gesellschaftlichen Integration erbracht werden, heißt es in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung. Das Unterrichtsangebot für muslimische Kinder finde im Rahmen eines Modellprojekts bereits an einigen Standorten - unter anderem in Philippsburg - statt.

Islamischer Religionsunterricht in Karlsruhe?

Sollte sich der Gemeinderat für den Modellversuch entscheiden, würde der islamische Religionsunterricht von staatlichen Lehrern in deutscher Sprache erteilt werden. Sie müssten dafür zuvor eine Zusatzqualifikation für islamischen Religionsunterricht an der Pädagogischen Hochschule erworben haben.

Der Lehrplan für den Unterricht ergebe sich aus den Vorgaben des Landes Baden- Württemberg. Der Schulversuch soll nach Plänen der Stadtverwaltung zum Schuljahr 2011/12 an der Gutenbergschule und an der Schillerschule in der 1. Klasse starten und sukzessive in den Folgejahren der Grundschule fortgeführt werden.

Mehr zu diesen Themen und was sonst noch im Karlsruher Gemeindrat diskutiert wird, erfahren Sie bereits heute Nachmittag bei ka-news.

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Mehr zum Thema
Islam in Karlsruhe | ka-news.de: Kopftuch, Koran, Glaube, Irrtümer und Vorurteile: Im ka-news-Dossier "Islam in Karlsruhe" haben wir zahlreiche Artikel über den Islam und Muslime in Karlsruhe sowie einen geplanten Moschee-Bau zusammengefasst.
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  •   maria
    (797 Beiträge)

    29.06.2011 22:21 Uhr
    @daisyy
    Ich habe keine Zeit mich zu allen möglichen Themen zu äussern.
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  •   maria
    (797 Beiträge)

    29.06.2011 21:34 Uhr
    @daisyy
    Sie enttäuschen mich. Sie sind doch sonst so gut informiert und da kennen Sie die Adresse der Institution nicht, die Ihnen am allerbesten die Informationen über die Muslime gibt? Klicken Sie sich mal ein, alle Infos gibts auch als Broschüren, zum geringen Preis. Auch wer sich an die Gesetze hält, kann Kontakt zum VFSch haben, vielleicht beobachtet der Sie auch schon? Wer weiss? Wir brauchen den Dialog, es gibt ja nicht nur den christlich-muslimischen Dialog, sondern auch den christl.-jüd. und teils auch den Trialog. Und die Islamkonferenz haben Sie auch wieder mit dem Islamforum verwechselt. In der IK sind reihenweise Islamkritiker zu finden. Sagen Sie, das wissen Sie nicht?
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  •   maria
    (797 Beiträge)

    29.06.2011 21:29 Uhr
    @bajazzo
    Und wie sollen die Muslime das tun?
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  •   maria
    (797 Beiträge)

    29.06.2011 21:28 Uhr
    @bier
    Warum verbinden Sie Hinterhofmoscheen mit Hassprediger? Benutzen Sie keine Begriffe, die Sie nicht verstehen.
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  •   maria
    (797 Beiträge)

    29.06.2011 21:27 Uhr
    @jimmg
    Der Islam ist hier fest verwurzelt, das muss er nicht erst werden.
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  •   maria
    (797 Beiträge)

    28.06.2011 21:56 Uhr
    @daisyy
    Das in dem Video ist keine Schule. So sieht kein Klassenzimmer aus. Mit Anoraks im Unterricht? Dass Mädchen und Jungs in einer Moschee nicht in einem Raum zusammen sind, stimmt so dogmatisch nicht. Es kommt ganz auf die Situation an. Und gucken Sie mal genau: Im Vordergrund im Video sitzen auch Mädchen. Und was heisst: In Ihrem Verein? In welchem bin ich denn? Der Verfassungsschutz beobachtet auch Parteien, das heisst gar nichts, wenn er islamische Verbände beobachtet. Warum diese beobachtet werden, müssen Sie den VFSch fragen. Die Adresse kennen Sie ja sicher. Den Dialog brauchen wir um uns kennen zu lernen und verstehen zu lernen. Den brauchten wir immer schon, aber das hat die Politik bis vor einiger Zeit nicht interessiert. Gerade in der Islamkonferenz sind Islamkritiker gerne gesehen. Ich glaube, Sie meinten die Islamwoche oder das Islamforum in Karlsruhe. Auch dorthin können Kritiker gerne kommen und ihre Fragen stellen. Und Dialog führen.
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    28.06.2011 23:51 Uhr
    .....den VFSch fragen. Die Adresse kennen Sie ja sicher....?? Ne, nicht wirklich1
    Sorry, nein die Adresse kenne ich nicht. Ich pflege keine Kontakte zum Verfassungsschutz. Ich benehme mich den Gesetzen entsprechend.
    //Den Dialog brauchen wir um uns kennen zu lernen und verstehen zu lernen.//
    Ja doch....so kann man es auch ausdrücken. Hinterher war von Handreichungen in der Presse zu lesen.
    Mit anderen Worten: Ein bisschen Gesetze verbiegen.
    Es ist und bleibt: Der Islam ist nicht mit unseren Gesetzen vereinbar.
    Das sagen nicht nur weltweit anerkannte Islamkritiker.
    Und warum brauchen andere Religionen diesen Dialog nicht um sich kennenzulernen oder sich verstehen zu lernen?
    Weil die vielleicht unsere Gesetze respektieren?
    Oder liegt es am Ziel des Islam, dem Islam als Alleinherrschaft in der Welt zu verhelfen müssen wollen.
    Islamkonferenz und Islamkritiker gerne gesehen?? Hab ich was verpasst?
    Fragen über Fragen...
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    28.06.2011 23:56 Uhr
    eine Antwort auf die Frage wäre auch noch interessant, maria:
    Warum lest man von Ihnen nur zu Themen wie Islam, Moschee.... Islam, Moschee.....
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  • unbekannt
    (1197 Beiträge)

    29.06.2011 17:07 Uhr
    Ist doch eine
    Geheimloge:
    http://www.verfassungsschutz-bw.de/
    http://www.verfassungsschutz.de/

    Und ich behaupte mal: Bestimmt nicht ismalisiert, kommunistiasch oder faschistisch, Angucken ist auch keine Gehirnwäsche...
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  • unbekannt
    (1197 Beiträge)

    29.06.2011 17:21 Uhr
    Es fehlt
    ein "K", es muss heissen: "islamisiert, kommunistisch"
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