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Karlsruhe Evangelische Kirche: "Ein Moscheebau in Karlsruhe ist angemessen"

"Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet", heißt es im Artikel 4 des Grundgesetzes. Das schließe das Recht ein, dass Menschen ihrem Glauben entsprechend öffentliche Gottesdienste feiern und gottesdienstliche Stätten errichten können, so der Dekan der evangelischen Kirche Thomas Schalla in einer Pressemitteilung.

Die Planungen zum Bau einer Moschee in Karlsruhe sei, laut dem Dekan, schon alt. Die Gespräche mit der Stadt würden seit längerem geführt und seien noch nicht entschieden. Der Oberbürgermeister habe sich zu dieser Frage hinreichend geäußert. "Ich halte es für angemessen, dass auch in Karlsruhe eine Moschee gebaut wird. Es ist Ausdruck der Integration muslimischer Bürgerinnen und Bürger, wenn ihre Gotteshäuser auch im Stadtbild erkennbar sind", so der Dekan.

Muslime haben nach Überzeugung der Evangelischen Kirche in Deutschland grundsätzlich das Recht, Moscheen zu bauen und damit auch in ihrer Architektur in unserer Gesellschaft erkennbar zu sein.

Sicher werde zu gegebener Zeit eine Diskussion notwendig sein, um das Vorhaben vorzustellen und mögliche Anfragen der Karlsruher Bürgerinnen und Bürger zur konkreten Gestaltung der Moschee ernst zu nehmen, heißt es weiter in der Mitteilung.

Gelassenheit und differenzierte öffentliche Diskussion

In Karlsruhe werde der Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften und den Kirchen schon lange und intensiv gepflegt. Es wäre wichtig, das Klima gegenseitiger Anerkennung auch in der Frage des Moscheebaus nicht zu gefährden. &

quot;Ich plädiere für Gelassenheit und eine ausführliche und differenzierte öffentliche Diskussion, in der religiöse Rechte und staatsbürgerliche Pflichten ebenso zur Geltung kommen können wie die konkreten Planungsvorhaben", so Dekan Schalla

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  •   Pflichtfeld
    (438 Beiträge)

    20.08.2016 21:33 Uhr
    Da wir ja Religionsfreiheit haben, kann...
    ...man sich für ebendiese entscheiden! zwinkern
    Zudem spart es Geld!
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  •   reinermoysich
    (36 Beiträge)

    20.08.2016 15:39 Uhr
    Bürgerentscheid über Großmoschee?
    Ich finde, ohne ein sehr deutliches Bekenntnis zu den Menschenrechten darf auf gar keinen Fall eine Großmoschee von der islamischen Gemeinde DITIB in Karlsruhe gebaut werden. Dabei müssen die Menschenrechtsartikel stets über den Artikeln des islamischen Rechtssystem Scharia stehen. Dies erfordert also eine sehr klare Abkehr von der „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“, welches Muslimen befielt, wenn es zu einem Widerspruch zwischen den Menschenrechten und der Scharia käme, dass dann stets die Regeln der Scharia befolgt werden müssten, welche z.B. Männer gegenüber Frauen bevorzugt. Auch Nicht-Muslime werden dort massiv benachteiligt und nichtreligiöse Menschen haben sogar noch nicht einmal das Recht zu leben!
    Falls DITIB nicht überzeugend darlegt, stets menschenrechtskonform zu denken und zu handeln, aber dennoch auf dem Bau einer Großmoschee besteht, bin ich für einen Bürgerentscheid.
    Ich wünsche mir einen mitmenschlichen Islam, auf gleicher Augenhöhe!
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  •   RechterRand
    (971 Beiträge)

    20.08.2016 20:05 Uhr
    Wie soll denn so ein Bekenntnis aussehen?
    Immerhin müssen dafür Grundfesten des Glaubens über Bord geworfen werden.

    Reine Lippenbekenntnisse und treuherzige Versprechungen reichen nicht.
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  •   dipfele
    (5156 Beiträge)

    19.08.2016 19:40 Uhr
    also die ....
    christlichen Kirchen bei uns sind weltfremd tolerant. Solange die Religion zur Machtausübung genutzt wird und in der Türkei gesäubert wird, ist es nicht angebracht eine Grossmoschee zu bauen.
    Was in der Türkei geschieht erinnert an die Machtergreifung der Nazis 1933. Ausserdem ist bei reeller Betrachtung kaum zu Glauben, dass allein der Militärputsch zur "Säuberung" Anlass gegeben hat. Es bedarf schon einiger längerer Vorbereitungen um tausende Menschen innerhalb weniger Tage zu inhaftieren oder aus dem Staatsdienst zu entlassen.
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  •   Nachteule
    (581 Beiträge)

    18.08.2016 14:32 Uhr
    Unsere christlichen Brüder und Schwestern in der Türkei
    würden sich sehr freuen, wenn sich deutsche Pfarrer und Pastöre für den Erhalt von Kirchen in der Türkei genauso einsetzen würden, wie für den Bau von Moscheen in Deutschland. Wenn ich sowas lese, ärgere ich mich, dass ich schon aus der evangelischen Kirche ausgetreten bin. Bei solchen Statements würde ich es am liebsten noch mal machen.
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  •   ALFPFIN
    (6474 Beiträge)

    18.08.2016 10:30 Uhr
    Ich hätte da einen Vorschlag,
    die evangelischen Kirchgänger werden immer weniger. Es gibt sicher eine evangelische Kirche, die daher umgewidmet werden könnte. Der Kirchturm wird abgebaut und Minarette dazu errichtet. Auch die Inneneinrichtung kann dann entsprechend gestaltet werden. So etwas gibt es schon. Die Muslime, die dieses Gebäude dann als ihr Gebetshaus annehmen, sind nun wirklich liberal eingestellt und bei uns zu Hause. Und die evangelische Kirche kann dieses Gebäude als Zeichen der Solidarität und der Nächstenliebe, die bei uns ja auch immer gepredigt wird, der muslimischen Gemeinde schenken.
    Das meine ich jetzt nicht ironisch. Die Gläubigen auf beiden Seiten sollten aufeinander zugehen. Es gab ja auch Zeiten, in denen sie im nahen Osten nebeneinander her gelebt haben.

    Ansonsten ist die Lage sehr prekär. Ich bin derzeit nicht der Meinung, dass zu den Moscheen, die schon da sind, noch eine Großmoschee gebaut werden sollte, zumal DITIB nicht unabhängig von Erdogan ist.
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  •   silberahorn
    (9686 Beiträge)

    18.08.2016 12:09 Uhr
    Ähnlich gehässige Gedanken
    sind mir auch gekommen. Herr Schalla, ich bitte dafür um Vergebung. grinsen
    Meine Gedanken waren:
    Je größer und prächtiger Kirchenbauten ausfallen, je mehr Folgekosten entstehen und immer mehr Gläubige treten dann aus dieser Gemeinschaft lieber aus.
    Jöckerles und dann noch neben einer Bahnlinie bauen dürfen. Tief in Kontemplation versunken erschillt noch der schrille Pfiff einer Lokomotive dazu, wie er immer mal vorkommen kann.
    Womöglich werden sie auch noch alle wie ihr Prophet, der mit seiner Ehefrau Chadidschah gebetet hat und in Einehe lebte. Da kann ein Imam dann gar nichts mehr ausrichten, schon gar nicht, wenn er für die Vielehe ist.

    Genug gelästert - alle Gläubige bitte gelassen bleiben und meine Gedanken lieber nicht zu ernst nehmen. Ich habe sie mir auch schon selbst verboten. Das muss also keiner mehr machen.
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  •   Timmy78
    (197 Beiträge)

    18.08.2016 10:55 Uhr
    Beim Geld
    hört bekannterweise die Nächstenliebe der Kirchen auf.

    Also kommt eine Schenkung eines Gotteshauses ganz bestimmt nicht in Betracht. Obwohl, wenn die Stadt der Kirche für die Schenkung einen Ausgleich aus Steuergeldern leisten würde, dann aber ganz bestimmt !!
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  •   Timmy78
    (197 Beiträge)

    18.08.2016 10:04 Uhr
    Martin Luther samt unserem Großherzog
    hätten sich im Grab herumgedreht, wenn sie diese widerliche islamophile Anbiederei gelesen hätten, die man schon seit Jahren vornehmlich bei der evangelischen Kirche beobachten kann.

    Da hilft nur eins : Mit den Füßen abstimmen und sofort austreten !!
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  •   kuba
    (1013 Beiträge)

    18.08.2016 19:40 Uhr
    Aber dann die "Christliche" Partei wählen
    Wenn Sie denn ausgetreten sind. Da sieht man den ganzen Irrsinn diese politischen Gruppierung CDU und wen man dann noch die CSU mit ihrer menschenverachtenden, ausländerfeindlichen Politik betrachtet, dann fällt einem nichts mehr ein.
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