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Karlsruhe Ausstellung zum Moschee-Bau: Wie könnte eine Moschee in Karlsruhe aussehen?

Zum ersten Mal wird in Karlsruhe das Thema Moschee und Moschee-Neubau in einer Ausstellung von Dienstag, 10. September, bis Donnerstag, 3. Oktober, thematisiert. Das teilt der Dachverband islamischer Vereine in Karlsruhe und Umgebung in einer Presseinfo mit. Vor wenigen Monaten wurde die Forderung der Ditib-Gemeinde nach einer neuen Moschee in Karlsruhe laut - aktuell stellt sich die Frage nach Ort und Gestalt eines neuen Gotteshauses für die hiesige muslimische Gemeinde. Die Ausstellung soll über die verschiedenen Baustile und Elemente informieren.

Die Ausstellung "Allahs Häuser zwischen Heimat und Heimweh" steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Frank Mentrup und wird vom Dachverband Islamischer Vereine in Karlsruhe sowie dem Architekturschaufenster konzipiert und organisiert. Unterstützt wird sie vom Kulturbüro der Stadt Karlsruhe, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wie könnte eine Karlsruher Moschee aussehen?

Die Muslime in der Region würden derzeit vor allem Hallen nutzen, die zu Gebetsräumen umfunktioniert worden seien. Keines dieser Gebäude sei äußerlich als Moschee erkennbar, heißt es weiter. Laut dem Dachverband Islamischer Vereine wünsche man sich daher ein angemessenes Gotteshaus in Karlsruhe.  Nicht nur unter architektonischen Gesichtspunkten stelle sich dabei die Frage, in welcher baulichen Form sich eine zeitgenössische Moschee in Karlsruhe präsentieren solle.

Die Ausstellung und die begleitenden Veranstaltungen verstehen sich als ein Beitrag zur sachbezogenen Information über dieses aktuelle Thema, so heißt es weiter. Des Weiteren möchte man mit dieser Initiative zur Verständigung und zur Versachlichung der gesellschaftlichen Diskussion beitragen.

Dargestellt werde die Geschichte des Islams: Von den ersten Anfängen bis zu zeitgenössischen Moscheebauten von heute. Neben der Beschreibung der Elemente und Funktionen einer Moschee, werde beispielsweise auch die Bedeutung der Kaaba in Mekka, der Prophetenmoschee in Medina und die großen zivilisatorischen Meisterwerke islamischer Sakralbauten thematisiert.

Den Abschluss der Ausstellung bildet eine Reihe aktueller Moscheebauten in Deutschland. Die Ausstellung endet am Donnerstag, 3. Oktober, dem "Tag der offenen Moschee". Die Karlsruher Bürger haben hier noch einmal die Möglichkeit mit oder ohne Führung sich in den islamischen Gotteshäusern umzusehen und mit den Muslimen in der Fächerstadt ins Gespräch zu kommen.

Die Ausstellung im Architekturschaufenster (Waldstraße 8) hat täglich von 10 bis 12 Uhr  und 14 bis 16 Uhr geöffnet.  Die Ausstellungseröffnung mit Vortrag findet am Dienstagabend um 19 Uhr statt. Führungen durch die Ausstellung werden jeweils sonntags 12 bis 14 Uhr  und mittwochs 17 bis 20 Uhr angeboten.

Weitere Infos unter: www.moscheenausstellung.de

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Moscheebau in Karlsruhe: Moderne Architektur oder Standortwechsel?

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  • unbekannt
    (10716 Beiträge)

    10.09.2013 08:28 Uhr
    Guten Morgen
    Wir fassen also zusammen:

    Dieses Diskussion um einen Moscheebau wird leidenschaftlicher geführt als die Verheiratung einer 8 jährigen im fernen Jemen.

    86 zu 10 Kommentare
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  • unbekannt
    (1981 Beiträge)

    09.09.2013 17:31 Uhr
    mal wieder typisch
    von euch Ausländerhetzern scheint keiner zu arbeiten. Aber ein Klappe so groß wie ein schwarzes Loch...
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  • unbekannt
    (1444 Beiträge)

    09.09.2013 16:52 Uhr
    Warum sollten die Moslems keine Gebetshäuser bauen?
    Von mir aus jeder eines für sich und seine Sippe - in Anatolien!
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  •   Robert1959
    (1962 Beiträge)

    09.09.2013 16:21 Uhr
    Eine Moschee bis 1,50m
    kann ich mir gut vorstellen, besonders am Nordpol, da ist der Islam sehr unterpräsentiert!
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  •   yokohama
    (3390 Beiträge)

    09.09.2013 15:30 Uhr
    Die Hetze
    in der Kommentarspalte gegen muslimische Mitbürger erinnert mal wieder an die Hasspropaganda a la Stürmer in den 1930er Jahren gegen die Juden. Mit dem großen Unterschied, dass der braune Mob heute nichts zu melden hat und sich in der Anonymität des Internet austoben muss, während er damals das Land regieren und terrorisieren konnte. Kein Idealzustand, aber ein gewaltiger Fortschritt gegenüber früheren Zeiten. Dickes Lob, dass unser OB die Schirmherrschaft über die Ausstellung übernommen hat. Weiter so!

    Das einzige, was im Artikel fehlt, ist die Angabe, wo die Ausstellung stattfindet.
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  • unbekannt
    (6808 Beiträge)

    10.09.2013 09:04 Uhr
    dem ist wenig
    hinzuzufügen - außer, dass dieselben Hetzer leidenschaftlich Werbung für die AfD machen. Was ja dann Beleg genug für die Gesinnung dieser Partei ist.
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  • unbekannt
    (511 Beiträge)

    10.09.2013 07:43 Uhr
    Ort
    Die Ausstellung findet im Architekturschaufenster (Waldstraße 8) statt. Die Ortsangabe ist im Artikel ergänzt worden. Danke für den Hinweis.
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  • unbekannt
    (2134 Beiträge)

    09.09.2013 14:24 Uhr
    "Wir kommen in Frieden
    wenn Ihr euch freiwillig unterwerft !"
    Der einzelne Islamist ist genau so freundlich wie der einzelne,rote oder braune Nazi.
    Sobald sie dann in Gruppen unterwegs sind zeigen sie ihr wahres Gesicht,komischerweise berufen sich solche Vereinigungen immer am lautesten auf die Verfassung,gerade das Organ das sie abschaffen wollen sobald sie eine Mehrheit sind.
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  •   holzauge
    (409 Beiträge)

    09.09.2013 13:55 Uhr
    wo eine Moschee ist islamisches Land
    wo islamisch beerdigt wird, dar die Grabstätte nicht mehr beseitigt werden - christliche Kirchen und Gräber werden zwecks Strassenbau und anderen Einrichtungen ohne weiteres beseitigt -
    seit ihr Euch eigentliche bewusst, was mit diese DITIB politisch verbunden ist?
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  • unbekannt
    (2 Beiträge)

    09.09.2013 11:56 Uhr
    Die Krönung einer integrierten Kultur
    ...ist doch die Errichtung eines eigenen Gotteshauses. Im Fall der muslimischen Gesellschaft hat diese Integration aber nicht stattgefunden, weil sie, anstatt sich ihrer kulturellen Rückständigkeit bewusst zu werden und dies als Kapitulation anzuerkennen, lieber den Taschenspielertrick benutzt, es gehe um Bewahrung von Tradition und das Fernhalten von westlicher Einflussnahme. Integration vor Moscheebau!
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