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Karlsruhe Ahmadiyya: Dialog-Angebot abgelehnt - schade!

Die islamische Reformgemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ), die am Wochenende über 30.000 Mitglieder zu ihrer jährlichen Hauptversammlung in der Messe Karlsruhe erwartet, hat den Karlsruher Bürgern die Hand ausgestreckt. Doch die Einladung zum Gespräch wurde nicht angenommen. Schade, findet ka-news-Redakteur Moritz Damm.

Es war ein ehrenwertes Angebot. Die Ahmadiyya wollte mit einem Infoabend unter dem Titel "Muslime zu Gast in Karlsruhe" für Transparenz sorgen. Sie hatte die Karlsruher Bürger daher am Dienstagabend zum Dialog ins Konzerthaus eingeladen. Hier sollten sie die Gelegenheit haben sich über die Ahmadiyya und die Versammlung am Wochenende zu informieren und Fragen zu stellen. Es war alles vorbereitet - für 150 Personen. Doch es kam kaum jemand. Von den 40 Zuhören waren die meisten selbst Mitglieder der AMJ.

10.000 Flyer wurden zuvor verteilt, in den Medien darauf aufmerksam gemacht. Auch ka-news hat in einem Bericht den Infoabend angekündigt. Der Artikel hat viele Leser interessiert, das zeigen die Abrufzahlen. Über 80 Kommentare - auch durchaus kritische - wurden unter den Artikel geschrieben. Das ist bei diesem Thema auch keine Seltenheit. Hier wird immer viel diskutiert, manchmal sehr emotional.

Diese Diskussionen sind auch sehr wichtig. Es darf und soll kontrovers und offen diskutiert werden. Auch über den Islam, eine geplante Moschee oder die Ahmadiyya, da diese teilweise sehr konservative und vielleicht auch diskussionswürdige Ansichten hegt. Doch leider verlassen bei diesem Thema immer wieder Leser die Sachebene, es werden Vorurteile geschürt, Klischees bedient oder es wird beleidigt. So kommt es auch immer wieder zu Verstößen gegen die Kommentarregeln, manche Kommentare müssen daher entfernt oder Diskussionen sogar geschlossen werden.

Jetzt hat die Ahmadiyya mit der Einladung zum Infoabend ein Gesprächsangebot an alle Bürger gemacht. Hier hätte jeder seine Fragen stellen oder kritische Anmerkungen vorbringen können. Auch gab es die Möglichkeit direkt mit den Gemeindemitgliedern ins Gespräch zukommen. Vielleicht hätten auf diese Weise auch das ein oder andere Vorurteil abgebaut oder gängige Klischees entkräftet werden können. Die Möglichkeit zum Dialog war da. Aber sie wurde nicht genutzt. Schade!

Kopftuch, Koran, Glaube, Irrtümer und Vorurteile: In unserem Dossier "Islam in Karlsruhe" haben wir zahlreiche Artikel über den Islam und Muslime in Karlsruhe für Sie zusammengefasst. Einfach hier klicken!

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  • unbekannt
    (1 Beiträge)

    29.06.2013 20:06 Uhr
    Einfach nur ...............
    Nichts gegen den glauben aber was die sich erlauben ist wirklich frech bei rewe klauen wie die raben, die haltestellen und straße inkl. Höfe vollmülle und dann werde wir noch angepöbelt einfach arm
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  •   TeddyAfro
    (1405 Beiträge)

    27.06.2013 20:09 Uhr
    Ist niemandem
    heute aufgefallen, dass die Haltestellen voll mit Ahmadiyya Plakaten sind
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  •   joka
    (9833 Beiträge)

    27.06.2013 17:43 Uhr
    Hey geil, ich hab die meisten "likes".
    Anderseits wundert mich das nicht, hier in dieser brauen Hochburg Karlsruhe.
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  • unbekannt
    (1444 Beiträge)

    27.06.2013 13:27 Uhr
    [...hat den Karlsruher Bürgern die Hand ausgestreckt...]
    ... na ja.
    Müsste es nicht genau anders herum laufen sein, dass die Karlsruher den Morgenländern die Hände ausstrecken? Sie scheinen also nicht sehr beliebt zu sein. Nur keiner traut sich es zu sagen. Sofort käme die berühmte "N...keule" derhergeschwungen.
    Noch sind sie in der Unterzahl und verhalten sich ruhig...
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  •   vielvornichtsdahinter
    (1083 Beiträge)

    27.06.2013 13:02 Uhr
    Interessant,
    keiner von euch war dort, wisst aber über alles Bescheid.
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  •   Mentorius
    (109 Beiträge)

    27.06.2013 13:14 Uhr
    Genau...
    ...und von denen war auch keiner in meiner Kirche. Und glauben auch, alles zu wissen. Vielleicht ist es das, was man unter "Glauben" versteht. Es wäre die Erklärung für Irrtümer und Verwirrungen....
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  •   Mentorius
    (109 Beiträge)

    27.06.2013 12:42 Uhr
    Welches Ziel die Ahmadiyya mit ihrem Missionseifer verfolgt...
    geht unter anderem aus dem Kommentar zu Sure 30, Vers 58 hervor:


    „Beim ersten Aufstieg des Islams war der Untergang der christlichen Völker nicht endgültig, aber sein Wiederaufstieg in unserer Zeit wird die vollständige Verdrängung des heutigen Christentums herbeiführen.“

    – Koran – Der Heilige Qur-ân: Anmerkung 153

    Der Missionseifer der Ahmadiyya gründet sich in der Vision von Mirza Ghulam Ahmad von der „Eroberung Europas für den Islam“.
    Quelle Wikipedia

    Alles klar? Noch Fragen?
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  •   maria
    (797 Beiträge)

    27.06.2013 17:17 Uhr
    Wenn schon zitieren
    dann richtig. Es heisst "....wird die vollständige Verdrängung der Lehrsätze des heutigen Christentums herbeiführen." D.h. nicht, dass das Christentum verdrängt wird.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    27.06.2013 19:13 Uhr
    Was ist denn
    so toll daran das Christentum bzw. dessen Lehrsätze durch den Islam und dessen Lehrsätze zu verdrängen?

    Allein schon dieser Ansatz ist alles andere als friedlich. So etwas strebt doch kein klar denkender Mensch an.
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  • unbekannt
    (1444 Beiträge)

    27.06.2013 17:33 Uhr
    @maria
    ...kommt aufs Selbe raus.
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