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Karlsruhe Ikea in Karlsruhe: Aus "Möbelfachmarkt" wird "Einrichtungskaufhaus"

Der geplante Ikea-Neubau an der Durlacher Allee stand heute auf der Tagesordnung des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein (RVMO): Einstimmig wurde eine Umbenennung der künftigen Baufläche von "Möbelfachmarkt" in "Einrichtungshaus" beschlossen. Damit ist baurechtlich eine wichtige Hürde genommen.

Vorgesehen war die Umbenennung in einer Beschlussvorlage des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe (NVK), welcher der Regionalverband wiederum zustimmte. Im derzeit gültigen Flächennutzungsplan (FNP) von 2010 heißt das rund 4,16 Hektar große Gelände zwischen  Durlacher Allee, Weinweg, Gerwigstraße und Ostring "Sonderbaufläche Geschäfts- und Verwaltungszentrum". Um in der Bauplanung weiter voranschreiten zu können, wird der Name des Areals nun in "Sonderbaufläche Fachmarkt mit nicht-zentralrelevanten und zentralrelevanten Sortimenten, maximale Verkaufsfläche: 25.500 Quadratmeter" geändert.

Diese Namensänderung ist nötig, weil der Regionalplan Mittlerer Oberrhein von 2003 für das neue Ikea-Areal einen "Ergänzungsstandort für für großflächigen nicht-zentrenrelevanten Einzelhandel festlegt", wie es im Beschlussvorschlag an den Planungsausschuss des RVMO durch den NVK heißt.

Der Regionalverband sieht darüber hinaus in der aktuellen Raumnutzungskarte für das Gebiet die Einrichtung einer "Integrierten Lage Einrichtungshaus" vor. Deshalb wird die Bezeichnung der Baufläche im Regionalplan von "Möbelfachmarkt" in "Einrichtungskaufhaus" geändert.

"Die Planungen laufen gut"

Dieser Schritt ist baurechtlich auf dem Weg zum Ikea-Neubau bedeutend, hat mit dem Bauprojekt an sich jedoch nichts zu tun. Die grundsätzliche Zielrichtung hierzu wurde schon im Sommer gefunden - vor allem als der Karlsruher Gemeinderat Anfang Juli der Ansiedlung des schwedischen Möbel-Riesen am Karlsruher Weinweg zustimmte.

Derzeit werden Bebauungsplan, Flächennutzungsplan und Regionalplan parallel entwickelt. Dazu sagt der Direktor des Regionalverbands, Gerd Hager, in der Sitzung am Mittwoch: "Die Planungen laufen gut und im gegenseitigem Einvernehmen." Neben dem Regionalverband sind die Stadtverwaltung sowie der Nachbarschaftsverband beteiligt. Mitte 2015 sollen die Planungen dann beendet sein.

Im Anschluss werden sowohl der Gemeinderat als auch der Planungsausschuss erneut über das Projekt entscheiden. Auch die Karlsruher sollen dann an den Planungen beteiligt werden. Im Sommer 2017 will Ikea schließlich eröffnen.

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Haben Sie Fragen und Anregungen zum neuen Ikea in Karlsruhe? Im IKEA-Bürgerforum können die Karlsruher online Fragen an Ikea stellen und über die Ikea-Ansiedlung diskutieren. Das Bürgerforum ist ein gemeinsames Projekt von Ikea und ka-news.

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  •   blaumann
    (833 Beiträge)

    05.11.2014 23:10 Uhr
    Bürokratie
    Solch eine Bürokratie gibt es wahrscheinlich auch nur in Deutschland
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  •   haku
    (4169 Beiträge)

    06.11.2014 09:17 Uhr
    Natürlich...
    ...gibt es auch genug Beispiele für unnötige Bürokratie. Aber was ist daran schlecht, wenn man sich vorher überlegt, was man wo haben will und dies begrifflich möglichst gut formuliert, damit da was juristisch haltbares bei raus kommt? Wir haben ja nicht soviele Gesetze und Bürokratie, weils den Juristen so gefällt. Sondern weil ständig Leute vor Gericht rennen weil sie meinen sie hätten Recht oder jemand anderes Unrecht.
    Sieht man ja auch gerade bei dieser Autowaschanlagengeschichte in der Nordstadt...
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  • unbekannt
    (940 Beiträge)

    05.11.2014 21:15 Uhr
    So läuft das!
    Warum nicht die letzten Flächen für den Konsum opfern?
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  •   manu_ka
    (182 Beiträge)

    06.11.2014 02:27 Uhr
    Genau!
    Betonflächen sollten erhalten werden. Ein einzigartiges Biotop findet man dort. Schützen!
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  •   Bubble
    (231 Beiträge)

    05.11.2014 19:25 Uhr
    Zu viel bla bla
    Wann beginnt IKEA endlich mit dem Bau in Karlsruhe grinsen
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  • unbekannt
    (929 Beiträge)

    06.11.2014 15:53 Uhr
    Die suchen noch die Schrauben...
    IKEA halt...
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  •   manu_ka
    (182 Beiträge)

    06.11.2014 02:29 Uhr
    Weil...
    ...die Bürokratie gewinnt. Passierschein A38 wird wohl noch fehlen!
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