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Die Kerntechnischer Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE) werde in der Halle L567 "künftig alle fachgerecht verpackten und fertig dokumentierten Konrad-Container bereitstellen, die am Endlager Konrad abgegeben werden sollen", so die KTE in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Es handle sich um schwach radioaktive Abfälle aus dem Rückbau der sich am KIT Campus Nord befindenden nuklearen Anlagen sowie Abfälle von der Landessammelstelle Baden-Württemberg für radioaktive Abfälle (unter anderem Krankenhausmüll).

Bild: Corina Bohner

"Die KTE wurde von Bund und Land mit dem Rückbau der nuklearen Forschungsanlagen am KIT Campus Nord beauftragt. Damit einher geht die Verantwortung für alle hier jemals angefallenen radioaktiven Abfälle. Mit der Inbetriebnahme der neuen Lagerhalle sind wir einen großen Schritt vorangekommen, um unsere Abfälle an das Endlager Konrad in der gewünschten Reihenfolge abgeben zu können und so den Standort Stück für Stück vom nuklearen Erbe zu entlasten", so die KTE-Geschäftsführerin Iris Graffunder.

Endlager Konrad ab 2027

Bis zur Eröffnung des Endlager Konrad müssen die Abfälle sicher am Standort der KTE zwischengelagert werden. Die bereitgestellten Konrad-Container sollen dann an das Endlager Konrad, das frühestens ab 2027 bereitsteht, transportiert werden.

Allerdings wird der Zwischenlagerplatz schon seit längerem knapp: "Das bestehende Zwischenlager ist zu 92 Prozent belegt, zirka 7.000 Konrad-Container und rund 7.000 Einzelabschirmungen werden hier bereits aufbewahrt", heißt es in der Mitteilung der KTE.

Bild: Corina Bohner

Deshalb wurde nun die neue Lagerhalle eröffnet. Die KTE wolle dadurch sicher stellen, dass der Rückbau der stillgelegten Forschungs- und Prototypanlagen weiterlaufen könne. Bis zu 800 Konrad-Container sollen im Rahmen von logistischer Stapelung, für den Transport leicht zugänglich, bereitgestellt werden.

Sobald das Endlager Konrad Container annimmt, sollen diese über die Schienenanbindung des KIT Campus Nord in Richtung Salzgitter abtransportiert werden. Sollte sich die Annahme des Endlagers jedoch verzögern, "können in der Lagerhalle bis zu 1.600 Konrad-Container gelagert werden, dann allerdings ohne den Vorteil der schnellen logistischen Erreichbarkeit", so die KTE in der Pressemitteilung.