Der Hebesatz ist der Faktor, der die Höhe der den Gemeinden zustehenden Steuern bestimmt. Je höher dieser Hebesatz ist, desto teurer ist die Gemeindesteuer, Gewerbesteuer und Grundsteuer für den Bürger.

So bekommt die Stadt zwar mehr Geld, macht sich aber auch unattraktiver für Gewerbebetriebe (bei der Gewerbesteuer), für Landwirte (Grundsteuer A für unbebautes Land) oder für Gebäudeeigentümer (Grundsteuer B).

Die Höhe des jeweiligen Hebesatzes wird von der Gemeindevertretung bestimmt. Der Hebesatz wird dann mit dem Steuermessbetrag multipliziert und ergibt die Steuer. Der Steuermessbetrag ist wiederum eine Rechengröße, die sich unter anderem an der Einkommensteuer orientiert.

Die Festlegung des Hebesatzes erfolgt jährlich. Außerdem gibt es für jede Steuerart einen eigenen Hebesatz, genannt "Vomhundertsatz", als "Prozent" zu verstehen.

Die Stadt Karlsruhe hat die Hebesätze von 370 auf 420 Prozent erhöht, das heißt also, dass der Steuermessbetrag jetzt mit dem Faktor 4,2 multipliziert wird.