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Karlsruhe Grill-Gaudi in Karlsruhe: Welches Fleisch passt am besten zu Dir?

Sommer, Sonne, Grillen: Für viele ist der Grill im Sommer Kochutensil Nummer eins. Dass man dabei alles mögliche ausprobieren kann, ist mittlerweile bekannt. Doch eine Frage bleibt immer: Welches Fleisch kommt auf den Grill? Die Supermarktregale geben so einiges her - da macht sich schnell Überforderung breit. Rind, Schwein, Geflügel? Mariniert oder naturbelassen? ka-news hat einen Experten gefragt.

Eins steht fest: Beim perfekten Grillabend muss das Fleisch einfach stimmen. Doch die richtige Auswahl ist in Zeiten von meterlangen Supermarktregalen und schier unendlich vielen Kombinationsmöglichkeiten gewiss nicht leicht. Welches Fleisch bietet sich also besonders an?

Vorsicht im Supermarkt: Rotlicht täuscht oft über wahre Farbe hinweg

ka-news hat bei Martin Rubner, 2013 Deutscher Grillmeister in der Amateurwertung, nachgefragt: "Die Tierart ist immer Geschmackssache. Das allerwichtigste ist die Qualität des Fleisches. Hier sollte man immer auf Qualität und Herkunft achten. Ich empfehle hier immer eine gute Metzgerqualität, am besten unmariniert", so der Experte.

Das Erkennen eben jener "guten Qualität" ist nicht immer leicht, doch der Experte hilft: "Drei Kriterien liefern Hinweise auf Qualität und Frische: Farbe, Konsistenz und Geruch. Am einfachsten ist die Farbe einzuschätzen, weil man sie sehen kann. Schweinfleisch sollte rosa, Rindfleisch dunkelrot, Lammfleisch hellrot bis rot, Geflügel hell und Wild rötlich bis fast dunkelbraun sein."

Bei abgepackter Ware solle sich der Käufer keinesfalls täuschen lassen: "Im Supermarktregal ist häufig ein Rotlicht angebracht - das verfälscht stark." Generell rät der Experte von abgepacktem Fleisch eher ab, weil dies häufig nachbehandelt sei.

Warum nicht mal Bison?

Immer häufiger geht der Trend zu magerem Fleisch - Geflügel, besonders Putenfleisch, steht deshalb hoch im Kurs. Das weiß auch Rubner, sieht diese Entwicklung aber eher kritisch: "Bei Rindfleisch zum Beispiel stehen intramuskuläre Fetteinschüsse für Saftigkeit und Geschmack, sie sind ein Qualitätsmerkmal - nur wissen das leider viele nicht."

Wer dennoch Geflügel auf den Rost bringen will, sollte unbedingt auf die Qualität und die Herkunft achten. Für Entdecker hat der Profi einen heißen Tipp: "Alternativ kann ein Straßensteak oder Springbock sowie Bison eine gute Sache auf dem Grill sein."

Ist das richtige Fleisch erst mal gekauft, geht es an den Grill. Dabei wissen erfahrene Hobbygriller: Das richtige Bruzzeln will gelernt sein. Der Profi gibt vor allem einen Tipp: "Für's Grillen muss man sich Zeit nehmen. 'Schnell, Schnell' ist definitiv der falsche Ansatz."

Die vier weiteren Grundregeln für eine gelungene Grillsession nennt Rubner:

  • Das Grillgut rechtzeitig antemperieren. Das bedeutet zirka ein bis zwei Stunden vorher aus der Kühlung nehmen und in einem Behältnis der Umgebung an temperieren.
  • Den Grillrost gut vorheizen. Hier gilt: Stahlroste rund 15 Minuten vorheizen. Gussroste, welche die Hitze länger speichern, rund 25-30 Minuten.
  • Das Grillgut nicht so oft drehen. Zweimal drehen reicht meistens.
  • Wenn der Grill einen Deckel hat, diesen geschlossen halten, da sonst das Grillklima nicht genutzt werden kann.

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3882 Beiträge)

    25.08.2014 09:51 Uhr
    Grillen ist keine Gaudi
    sondern eine Erweiterung der Küche... wir backen auf dem Pizzastein im Waber auch Flammkuchen, Pizza, Fladenbrot und Kuchen.
    Pizza und Flammkuchen werden perfekt..
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    unbekannt
    (2169 Beiträge)

    23.08.2014 21:45 Uhr
    Rentier vom Spieß
    und dazu frisch gebackenes Brot aus dem Ofen.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    23.08.2014 18:20 Uhr
    das Beste
    ist immer noch ein Porterhouse- oder Rumpsteak, mindestens 5 Zentimeter dick und nicht weniger als 700g.

    Da ist auf dem Grill dann leider auch kein Platz mehr für Tofuwürstchen oder Grillkäse.
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  •   ALFPFIN
    (7492 Beiträge)

    23.08.2014 17:49 Uhr
    Vielen Dank
    hetfield, für die Ratschläge zum Kauf und der Verarbeitung von Straßensteaks.

    Ich möchte aber doch auf den Kommentar von Marlon hinweisen, dass wir alle auch beim möglichen Verzehr von Straßensteaks darauf achten, dass wir nicht der Fleischeslust anheimfallen. Siehe die sorgenvolle Beobachtung des Deutschen Tierschutzbundes (DTB).
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    unbekannt
    (3882 Beiträge)

    25.08.2014 08:24 Uhr
    und vor dem Grillen
    und Fleische essen
    das Kiffen nicht vergessen
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    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    23.08.2014 14:17 Uhr
    Straßensteak
    sollte man übrigens niemals als TK Ware kaufen, Straßenfarmen gibts bei uns in jedem dritten Kaff. Dort bekommt man absolut frische Straßen, auch wenn die immer so ein bisschen zerfetzt aussehen.
    Straßen sind so zu braten oder zu grillen wie ein Rinderfilet, also keinesfalls durchbraten. Eher am Grill vorbeitragen. Delikat. Und günstig. Und nicht aus Massentierhaltung.
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    unbekannt
    (2354 Beiträge)

    23.08.2014 17:27 Uhr
    Tierquälerei
    Mit Sorge beobachtet der Deutsche Tierschutzbund (DTB) die neue Fleischeslust. Denn die Haltung der afrikanischen Steppenvögel im kühlen, feuchten Mitteleuropa zu Zuchtzwecken ist umstritten.

    "Als Laufvögel der Savannen fehlt den Straußen die Bürzeldrüse, mit deren Sekret unsere heimischen Vögel ihr Gefieder wasserdicht einfetten", erklärt DTB-Präsident Wolfgang Apel. Bei Regen werden die Tiere also nass bis aufs teure Leder, wobei ihnen im Herbst und Winter noch die
    ungewohnte Temperatur zusetzt. In Ställe lassen sich die umtriebigen Laufvögel höchstens ein paar Tage einsperren. Dann picken sie sich gegenseitig die Federn aus und hacken sich dabei blutige Wunden.

    Auch die Bundestierärztekammer lehnt Straußenzucht in Deutschland kategorisch ab.


    http://www.zeit.de/2001/19/200119_straussenfleisch.xml
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    25.08.2014 09:29 Uhr
    Schmeckt aber richtig gut,
    das Straussenfleisch.
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    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    24.08.2014 03:39 Uhr
    Halt
    doch einfach einmal dei Lapp.
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    unbekannt
    (3577 Beiträge)

    23.08.2014 14:03 Uhr
    in dieser Saison ist Insekten-Fleisch angesagt
    die lustige Seite von Multikulti auf dem Grill in Deutschland

    Und zum Schlecken für die lieben Kleinen:


    Und für unsre Öko-Fanatiker wichtig:
    Zitat von Tagesspiegel Insekten produzieren weniger Treibhausgase als Rinder und Schweine und benötigen nur ein Zehntel so viel Land.

    Quelle: Insekten als Nahrung - Maden für Milliarden
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