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Karlsruhe ka-news im Selbstversuch: Wie ich dachte, niemals diskriminieren zu können - und es dann doch tat

Ein Workshop, in dem ein Teil der Gruppe ausgegrenzt und diskriminiert werden soll, um die Auswirkungen von Diskriminierung zu erfahren - funktioniert das? Was können aufgeklärte Menschen, die sich immer wieder mit dem Thema Diskriminierung beschäftigen, durch so eine gestellte Situation lernen? ka-news-Mitarbeiterin Leonie Wiegel hat sich dieser Frage gestellt und an einem Blue-eyed Workshop von Jürgen Schlicher im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus teilgenommen - mit erschreckendem Ergebnis.

Reduzierung auf Äußerlichkeiten, Vorurteile und Dogmen, räumliche und soziale Ausgrenzung, die schweigende Masse als Mittäter - in der Theorie wissen wir alle, wie Rassismus und Diskriminierung funktionieren. Wir wissen auch, dass Diskriminierung für den, der sie erlebt, schrecklich ist und wir als passive Zuschauer der Diskriminierung stumm zustimmen.

Simulierter Rassismus - mit Kenntnis darüber, dagegen ist man doch immun!?

Wozu also ein Workshop, der uns durch eine simulierte Situation zeigen soll, wie Diskriminierung sich anfühlt und wie sie funktioniert? Kann das überhaupt funktionieren, wenn alle Teilnehmer wissen, was passieren wird und sie sich bewusst darauf eingelassen haben? Erscheint mir seltsam - und irgendwie glaube ich dagegen immun zu sein, wenn ich doch vorher weiß, was passieren soll. Oder? Gespannt lasse ich mich auf das Experiment ein.

Aber zunächst: Um was geht es im Workshop? Der "Blue-eyed-Workshop" von Jürgen Schlicher, an welchem ich im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus teilnehme, basiert auf einem Experiment der amerikanischen Grundschullehrerin Jane Elliot. Jürgen Schlicher hat bei Elliot selbst gelernt und gibt sein Wissen in seinen Workshops an verschiedene Zielgruppen, beispielsweise Polizisten, weiter.

Das Experiment beginnt: Blauäuige versus Braunäugige

Elliot suchte 1968 nach einer Möglichkeit ihren Schülern zu erklären, warum Martin Luther King erschossen wurde. Dafür teilte sie die Kinder in Blauäugige und Braunäugige ein und behandelte sie systematisch unterschiedlich. Soweit das Vorgehen, welchem auch im Workshop in Karlsruhe gefolgt wird.

Bild: diversity-works.de

Die Blauäugigen werden gleich zu Beginn von den Braunäugigen getrennt, bekommen grüne Halstücher und werden in einen separaten Raum geführt. In diesem Raum werden sie die nächsten 90 Minuten verbringen, ohne zu wissen, was passiert. Währenddessen erfahren die Braunäugigen - zu denen ich gehöre - die "Konditionierungsphase".

1. "Konditionierungsphase": Mir wird etwas mulmig zumute

Wir sitzen in einem präparierten Raum, in dem Poster mit Aufschriften wie "Blauäugige neigen verstärkt zu Kriminalität" oder "Blauäugigen muss man immer helfen" hängen. Besonders präsent ist das Plakat "Hier herrscht die braunäugige Leitkultur". Beim Lesen der Sprüche ist mir schon etwas mulmig zu mute, andererseits sind sie so absurd, dass ich auch schmunzeln muss.

Die Vorurteile gegenüber den Blauäugigen orientieren sich an gängigen Vorurteilen aus der Realität. | Bild: Leonie Wiegel

Auch die Aufstellung der Stühle beim Experiment fällt sofort ins Auge. Zwei Blöcke aus blauen Stühlen stehen sich gegenüber, zwischen ihnen ein Block weißer Stühle, die nach vorne zeigen. Nachdem wir die Plakat gelesen haben, verteilen wir "Braunäugigen" uns auf die blauen Stühle, links und rechts der weiße Stühle.

Schon die Aufstellung der Stühle stellt einen Teil der Diskriminierung dar. | Bild: diversity-works.de

Wir werden auf das Experiment eingeschworen: Die Blauäugigen sollen ausgegrenzt und unfair behandelt werden. Schlicher streut immer wieder nicht belegte Thesen, also Vorurteile, über "Blauäugige" ein, wie beispielsweise "Blauäugige provozieren gerne" oder "Blauäugige antworten sehr häufig auf geschlossene Fragen nicht mit Ja oder Nein, sondern etwas ganz anderem." Wir sollen im Verlauf des Workshops darauf achten, ob uns das auffällt.

2. Das Ziel des Workshops wird klar dargelegt - oder? Ich bin mir schon nicht mehr sicher...

Neben diesen - für mich sehr offensichtlichen - Versuchen, die andere, immer noch abwesende Gruppe der "Blauäugigen" schlecht zu machen, sprechen wir ansonsten scheinbar offen über das Ziel des Workshops. Schlicher erzählt uns die Vorurteile über die Blauäugigen, um sie direkt danach wieder aufzulösen: Er müsse "diesen Unsinn" eben in unsere Köpfe kriegen.

Als weitere Vorbereitung erledigen wir dann einige Aufgaben, die später auch den Blauäugigen gestellt werden. Zunächst diktiert uns Schlicher vier Regeln des Zuhörens und lässt sie uns im Chor wiederholen, anschließend müssen wir einen "Intelligenztest" ausfüllen. Dabei werden wir ausführlich unterstützt, die Hälfte der Antworten wird uns vorgesagt.

Bild: diversity-works.de

Wir antworten brav auf alle Fragen, die die Vorurteile gegenüber Blauäugigen durch eine Scheinlogik unterstützen sollen: "Wenn sich Blauäugige beschweren, statt sich zu bedanken, dann sind sie nicht...? Dankbar. Und wenn sie nicht dankbar sind, sind sie? Undankbar." Alle machen mit, es gibt kaum Widerstand gegen die "Erziehungsmethoden".

3. Unwohl fühle ich mich schon, aber warum Unruhe stiften? Ist doch nur ein Experiment...

Bei mir breitet sich zwar ein ungutes Gefühl aus, wenn wir im Chor auf die Fragen antworten, aber ich mache alles mit und entspanne mich etwas, sobald Schlicher wieder erklärt, wozu er das alles macht: Damit die "Blauäugigen" lernen, wie sich Diskriminierung anfühlt. Es ist doch nur ein Workshop - wir zeigen auf, wie Diskriminierung funktioniert. Wir sind nicht diskriminierend, wir sollen eine Rolle spielen. Wozu jetzt Unruhe stiften?

4. Die andere Gruppe kommt zurück

Nach 1,5 Stunden ist es soweit: Wir sind erzogen, wir wissen was wir zu tun haben, um das Experiment gelingen zu lassen, die andere Gruppe der "Blauäugigen" darf wieder zu uns in den Raum kommen. Während die Zeit für uns recht schnell verging - wir hatten Kekse, Getränke und Unterhaltung - sieht man den anderen Teilnehmern eine gewisse Gereiztheit an. Sie haben 90 Minuten in einem leeren Raum verbracht, ohne zu wissen, was passieren wird.

Die Blauäugigen müssen der Reihe nach die Plakate vorlesen. | Bild: diversity-works.de

Im Folgenden müssen die Blauäugigen einige Aufgaben erledigen, die eigentlich nicht viel Zeit in Anspruch nehmen sollten: Sie sollen der Reihe nach aufstehen und die Plakate im Raum vorlesen, ihnen werden wie uns die Regeln des Zuhörens diktiert und sie müssen den "Intelligenztest" ausfüllen, den die Braunäugigen danach zusammen mit den eigenen korrigieren.

5. Für die anderen sind die Regeln nicht ersichtlich, der Ton ist autoritär, es ist ein seltsames Gefühl, aber ich bleibe still und spiele mit

Natürlich schneiden die Braunäugigen bei diesem Test deutlich besser ab - uns wurde die Hälfte der Antworten vorgesagt und wir wurden weniger unter Druck gesetzt als die Blauäugigen. Doch laut unserem Workshopleiter liegt das natürlich an der verminderten Intelligenz der Blauäugigen.

Die Blauäugigen füllen den vermeintlichen Intelligenztest aus. | Bild: diversity-works.de

Der Ton unseres Workshopleiters hat sich verändert, seit die Blauäugigen im Raum sind. Jegliche Regelverstöße der Blauäugigen - die Regeln kennen nur Schlicher und die Braunäugigen - werden von ihm autoritären Ton angesprochen und korrigiert. Oder Schlicher will von den regelverstoßenden Personen korrigieren lassen, will Einsicht sehen - was sich als schwierig gestaltet, da die Blauäugigen alle Regeln erraten müssen.

Je länger die Blauäugigen unter der ungerechten Behandlung leiden, desto unwohler wird mir. Es ist ein seltsames Gefühl, ich empfinde die Behandlung als ungerecht, aber ich bleibe still - zugunsten des Experiments, rede ich mir ein.

6. Vorurteile festigen sich, es wird provoziert, die Braunäugigen folgen

Die Erledigung der "doch so einfachen" Aufgaben zieht sich in die Länge, da Schlicher immer wieder Fehler findet. Es kommt zu Diskussionen, auch vor persönlichen verbalen Angriffen scheut er nicht zurück.

Unselbstständig seien sie, man müsse den Blauäugigen immer helfen, sagt Workshopleiter Schlicher. Und manchmal frage man sich, ob sie wirklich so dumm seien oder nur provozieren wollten. Schlicher findet immer ein Logik, warum die Blauäugigen schuldhaft an der Verzögerung sein sollen: Ihr Verhalten ist entweder dumm oder aufsässig und wenn sich gar nichts finden lässt, sind sie die große Ausnahme, die den anderen aufzeigt, dass sie wohl wirklich zu blöd seien.

Bild: diversity-works.de

Und was machen wir, die Braunäugigen? Erstaunlich wenig dafür, wie viele Möglichkeiten wir hätten. Nach 70 Minuten kommt jemand auf die Idee, den Tisch wegzuschieben, vor dem eine Blauäugige direkt mit dem Gesicht sitzt, weil es zwei Stühle zu wenig gibt. In einer längeren Diskussion wird entschieden, denen die durstig sind, Wasser zu bringen. Stühle erhalten die beiden auf dem Boden bis zum Ende nicht. Eine Stunde dauert die Diskriminierung der Blauäugigen - dann ist Pause.

7. Eine Stunde später: Das Experiment ist schon zu Ende?

In der Pause fragen wir uns, was wir die nächsten fünf Stunden noch machen werden. Wir dachten die Simulation würde länger dauern. So lange kann man doch nicht über den Workshop reden? War das schon das Experiment?

Erst im Nachgespräch verstehe ich die eigentliche Botschaft des Workshops: Wir machen das, was in der Realität selten passiert. Alle, Blau- wie Braunäugige, schildern, wie sie sich gefühlt haben und wie sie die andere Gruppe erlebt haben. Ohne Vorwürfe, nur die eigene Sicht auf das, was passiert ist. Ein offener Austausch.

8. Selbsterfüllende Prophezeiung - Ausblenden von Stärken, Sehen von Schwächen

Und noch etwas lerne ich: Erst durch die Diskriminierung fühlt sich eine Gruppe so, wie sie von der diskriminierenden Seite dargestellt wird und erfüllt im Zuge der zunehmenden Verunsicherung die vorgebenen Dogmen. Eine selbsterfüllende Prophezeiung also.

Übertragen auf unser Experiment bedeutet das: Die Blauäugigen fühlten sich schlecht, verunsichert und teilweise sogar minderwertig - das erzählen sie im offenen Austausch. Wir Braunäugigen nahmen sie wiederum als unsicher, hilflos und überfordert wahr - genauso wie es uns Schlicher vorab beschrieben hatte - hilflos, unwissend, rebellisch, passiv. Aber diese Wahrnehmung ist geprägt durch unser Verhalten, denn wir provozierten wiederum die Gefühle, die wir bei der Gruppe sehen wollten, um unsere Dogmen, Thesen, Vorurteile zu belegen. Alles andere blendeten wir aus.

"Ist es nicht entsetzlich, dass ihr die Blauäugigen genauso gesehen habt, wie ich sie euch vorhin beschrieben habe?", fragt Schlicher. "Niemandem ist aufgefallen, dass die Gruppe immer wieder sehr solidarisch gehandelt hat. Dass keiner den Workshop abgebrochen hat, alle haben durchgehalten. Ob Rebellion oder Anpassung und Zurückhaltung - das kostet wahnsinnig viel Kraft, wenn man eigentlich damit beschäftigt ist, irgendwie sein Selbstwertgefühl aufrecht zu erhalten", so Schlicher.

Das ist für mich wirklich erstaunlich. Ja, ich habe gemerkt, dass ich manchmal gedacht habe, "Die handeln ja tatsächlich, wie uns das vorhin eingebläut wurde." Aber das konnte ich einordnen, jedem anderen in dieser Situation wäre es ähnlich ergangen. Mir war klar, dass diese Dogmen Blödsinn sind. Weitergemacht habe ich trotzdem - und damit im Sinne der selbsterfüllenden Prophezeiung gehandelt.

9. Es war nicht nur eine Simulation, die Gefühle waren echt - die Erkenntnis erschreckt mich

Für mich war es eine Simulation, ein Experiment - für die Teilnehmer der anderen Gruppe war es erschreckend echt. Es war eine simulierte Situation, alle Beteiligten hätten jederzeit abbrechen können - doch keiner der Braunäugigen, auch ich nicht, haben es getan.

Wir haben uns überzeugen lassen, dass das doch etwas Gutes für uns alle ist und wir den Workshop nicht kaputt machen wollen. Aber die Gefühle der Blauäugigen waren echt. Das wird in den Nachbesprechungen sofort klar. Und wir hätten sie vor diesen Gefühlen schützen können. Diese Erkenntnis trifft mich.

Bild: diversity-works.de

Ich glaube aber nicht, dass wir uns jetzt alle schlecht fühlen müssen, weil wir nichts getan haben. Einer der Blauäugigen sagt: "Ich hätte genauso gehandelt." Mäßig aufmunternd, aber der Workshop hat sein Ziel erreicht: Es ging darum, zu erkennen, wie Diskriminierung funktioniert, sich auswirkt und wie wir versuchen können, den Kreislauf zu unterbrechen. Nämlich durch Reflektion, Kommunikation, Austausch.

Mein Fazit: Wenn jemand so behandelt wird, als sei er minderwertig, dann wirkt er auf uns von außen auch so. Wir erkennen seine Stärken nicht mehr. Einer der Braunäugigen, der im echten Leben Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht hat, sagte: "Wir sind alle noch nicht fertig. Man muss etwas auch nicht immer in genau der Situation klären können. Man sollte nur aus diesen Situationen lernen." So sehe ich das auch.

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  •   mikado46
    (176 Beiträge)

    28.04.2019 17:41 Uhr
    Am 1 Mai.....
    ....wird wieder einmal die gesamte Unternehrschaft diskriminiert.....
    Alles Blutsauger, die nur an den eigenen Gewinn denken .
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  •   Route66
    (1762 Beiträge)

    28.04.2019 17:57 Uhr
    Mach Dich frei davon
    Kündige.
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  •   Der_dunkle_Turm
    (634 Beiträge)

    27.04.2019 15:09 Uhr
    Faszinierend
    mit was man alles Geld verdienen kann.
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  •   Beobachter
    (86 Beiträge)

    27.04.2019 12:42 Uhr
    Diskriminierung und kein Ende
    Ich habe ein Riesenproblem: ich schaffe es ums Verrecken nicht ohne "Diskrimiminierung" durch den Tag zu kommen. Egal, wie ich es auch anstelle.
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  •   Pilsi57
    (296 Beiträge)

    27.04.2019 12:38 Uhr
    Das fängt doch schon in der Schule an,
    wenn einer keine Designerklamotten oder Schuhe trägt. Da wird genauso diskriminiert, weil die Eltern von der oder diejenigen sich dies schlichtweg nicht leisten können.
    Dies ist nicht nur Diskriminierung, es hat auch mit Gruppendruck zu tun. Und wer sich innerhalb von 90 Minuten so manipulieren lässt, hat schon von vornherein ein schwaches Ego. Und warum man den Blauaugen grüne Tücher gab, und die anderen Braunaugen nannte?
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  •   Weichei
    (333 Beiträge)

    27.04.2019 11:49 Uhr
    Ich wurde diskriminiert
    In der Schule wurde ich als Streber diskriminiert.
    Um zu beweisen, dass ich kein Streber sei habe ich mich geweigert Schillers Glocke auswendig zu lernen.
    Daraufhin diskriminierte mich mein Deutschlehrer.
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  •   ALFPFIN
    (6765 Beiträge)

    27.04.2019 12:14 Uhr
    Schillers Glocke auswendig lernen?
    Das hätten wir ja noch hingenommen. Wir sollten das Nibelungenlied lesen und verstehen lernen, geschrieben in mittelhochdeutsch. Einige von uns, ich auch, haben das Vorlesen dann ausgeschmückt mit deutlichem heimatlichen Akzent, das war dann so eine Mischung zwischen badisch, hessisch und schwäbisch. Fortan wurden wir von diesem Lehrer im restlichen Schuljahr nicht mehr beachtet oder gar aufgerufen. Schwere Diskriminierung oder wohltuende Befreiung vom Hobby dieses Lehrers, nämlich das Nibelungenlied in mittehochdeutsch zu lesen. grinsen
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  •   Kruppstahl
    (980 Beiträge)

    27.04.2019 11:56 Uhr
    Ja, das glaube ich dir.
    grinsen
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  •   Propagandahilfskraft
    (1286 Beiträge)

    27.04.2019 11:30 Uhr
    Auch schon aufgewacht?
    Die Spaltung der Gesellschaft in verschiedene, konkurrierende Gruppen bis runter zum einzelnen Imdividuum ist erwünscht. Sie wird gefordert und gefördert. Rassismus gegen Serben im Kosowokrieg, Hetze gegen die Armen und Erwerbslosen im Rahmen der Agenda 2010, Hetze gegen die faulen Griechen zur Vertuschung der Bankenrettung und Ausplünderung Griechenlands, Hetze gegen Russen als Werkzeug um einen faschistischen Regierungswechsel in der Ukraine zu erzwingen ... Ausgrenzende Weltbilder gehören nun mal zu Deutschland und seiner Light-Kultur.

    Besonders die Spezialdemokraten und Kriegsbündnis 99/Die Olivgrün*innen haben sich da hervorgetan. Und genau dieses Klientel will uns nun was von Ausgrenzung vorblubbern? Wie schizophren ist das den? Haltet den Nazi ... schrie der Faschist! Wer in den letzten Jahren so blöd war eine dieser genannten Parteien zu wählen, der ist auch blöd genug die AfD zu wählen. Da ist man wenigstens auf der „richtigen“ Seite. *hüstel* Oder glaubt es zumindestens ...
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  •   Skudder
    (425 Beiträge)

    27.04.2019 11:38 Uhr
    Mal ehrlich
    Das ist kein spezifisch deutsches Problem. Da gibts genügend andere Beispiele in- und außerhalb Europas. Das ist schlichtweg eine menschliche Unart.
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