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Karlsruhe Karlsruher Wochen gegen Rassismus starten: "Gute Möglichkeit, ein Gefühl dafür zu bekommen, was Rassismus anrichtet"

"Die Würde des Menschen ist unantastbar" - so lautet das Motto der 6. Karlsruher Wochen gegen Rassismus. Die Aktionswochen starten am 13. März und sind Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die deutschlandweit stattfinden.

Passend zum 70-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes stehen die 6. Karlsruher Wochen gegen Rassismus unter dem Motto des Artikels 1: "Die Würde des Menschen ist unantastbar"! Themenschwerpunkte sind "Sklaverei und Kolonialismus" und "Schwarze Menschen in Deutschland".

Das Programm stellten nun Oberbürgermeister Frank Mentrup, Kulturamtsleiterin Susanne Asche und Christoph Rapp vom Kulturbüro vor. Über 100 Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen nehmen an den Wochen gegen Rassismus teil.

"Eine Riesenherausforderung" sei die Koordination der Veranstaltung, sagt Susanne Asche, Leiterin des städtischen Kulturamtes. "Es wollen so viele mitwirken, dass an manchen Abenden fünf Veranstaltungen zeitgleich sind."

Susanne Asche Kulturamtsleiterin
Kulturamtsleiterin Susanne Asche organisiert die Karlsruher Wochen gegen Rassismus. | Bild: Ingo Rothermund

Dieses Jahr besonders viele Workshops

Das Spektrum der Veranstaltungen ist groß: Neben Vorträgen, Filmvorführungen, Aufführungen, künstlerischen Aktionen und Veranstaltungen wie dem Fest der Religionen und einem Fußballspiel gegen Rassismus spielen auch Workshops eine wichtige Rolle. Von diesen gebe es dieses Jahr sehr viel mehr als sonst, so Asche.

So werden unter anderem ein "Blue-Eyed Workshop" angeboten: Hier können die Teilnehmer die Auswirkungen von Diskriminierung am eigenen Beispiel erleben. Ein anderer Workshop beschäftigt sich mit Hetze und Demokratiefeindlichkeit im Internet. Die Teilnehmer erarbeiten, wie sie mit Hass im Netz umgehen und was sie dem entgegensetzen können.

Gelegenheit für einen Perspektivwechsel

"Die Wochen gegen Rassismus bieten eine gute Gelegenheit, mal die Perspektive zu wechseln", sagt Oberbürgermeister Frank Mentrup. Dieser Perspektivwechsel sei nötig, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich Rassismus auf den Einzelnen auswirkt.

Oberbürgermeister Frank Mentrup
Oberbürgermeister Frank Mentrup stellt die Karlsruher Wochen gegen Rassismus vor | Bild: Ingo Rothermund

Die Karlsruher Wochen gegen Rassismus sind Teil der deutschlandweiten Internationalen Wochen gegen Rassismus. Karlsruhe veranstaltete 2009 als erste Stadt in Baden-Württemberg eigene Wochen gegen Rassismus. Mittlerweile haben viele andere Städte nachgezogen. "Es passiert viel auf der Seite der Feinde, aber auch auf der Seite der Freunde unserer offenen Gesellschaft", so Christoph Rapp, der Projektleiter beim Kulturbüro.

Christoph Rapp Projektleiter WgR
Christoph Rapp ist der Projektleiter der Karlsruher Wochen gegen Rassismus. | Bild: Ingo Rothermund

 

Download: Programmheft Wochen gegen Rassismus

Dateiname : Programmheft Wochen gegen Rassismus 2019
Dateigröße : 18.19 MBytes.
Datum : 06.03.2019 15:06
Download : Download Now!

 

Online-Wochen gegen Rassismus

Die Karlsruher Wochen gegen Rassismus finden zum 6. Mal im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Unter dem Motto "Die Würde des Menschen ist unantastbar" laden vom 15. bis zum 31. März über 100 Veranstaltungen in Karlsruhe zum Austausch ein. ka-news beteiligt sich mit den Online-Wochen gegen Rassismus an der Veranstaltungsreihe und begleitet ausgewählte Aktionen medial.
Mehr zum Thema
Online-Wochen gegen Rassismus:
Ja zum Meinungsaustausch, nein zu Rassismus! Vom 15. bis 31. März 2019 werden wir mit den dritten ka-news Online-Wochen gegen Rassismus ausführlich über das Thema berichten. Als Medienpartner begleiten wir die Karlsruher Wochen gegen Rassismus mit Berichten, Interviews und Hintergründen. Beteiligen auch Sie sich! Zeigen Sie Flagge mit dem Hashtag #gegenRassismus, etwa in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook oder schreiben Sie uns zum Thema an ka-reporter@ka-news.de!

Hier gibt es das gesamte Programm der Karlsruher Wochen gegen Rassismus zum Download.

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Kommentare (91)
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  •   Der_dunkle_Turm
    (506 Beiträge)

    09.03.2019 12:53 Uhr
    Sehr gut recherchiert!
    Warum lesen wir das nicht bei Nachrichten aus der Redaktion?
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  •   Der_dunkle_Turm
    (506 Beiträge)

    09.03.2019 13:05 Uhr
    Das gehört
    natürlich unter Irgendwas_mit_Medien
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  •   Irgendwas_mit_Medien
    (688 Beiträge)

    09.03.2019 10:14 Uhr
    Aus dem Impressum...
    Zitat:
    "Die Stadt Karlsruhe ist durch Beschluss des Gemeinderats am 26. Januar 2016 als Mitglied dem „Aktionsbündnis für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ und als Gründungsstifterin der „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ beigetreten.

    www.stiftung-gegen-rassismus.de/aktionsbuendnis"

    Ein kurzer Blick auf die "Stiftung gegen Rassismus":

    Vorsitzende des Stiftungsrats: Claudia Roth

    Auch sonst lohnt sich der Blick auf Strukturen, Programme, Veranstaltungen etc.
    Fragen jedenfalls bleiben da keine offen. Immer gut zu wissen, mit welchen Personen und Zielen sich wer gemein macht. Und welches Geld da an wen verteilt wird. Über das warum kann dann jeder selbst nachdenken.
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  •   Joerg_Rupp
    (2702 Beiträge)

    09.03.2019 08:56 Uhr
    Jedenfalls
    Danke für die jährliche Diskussion, die zeigt, dass sich nix geändert hat.
    Oder, wie es [url=https://taz.de/Kolumne-Minority-Report/!5518692/] anderswo[/url] steht:
    Zitat von taz Mal ehrlich, am Ende geht es immer um das Gleiche: das weiße Subjekt markiert tagtäglich die Anderen und schreit auf, sobald es mit dem Horror der eigenen Markierung konfrontiert wird – als „weiß“ oder „biodeutsch“ oder „Alman“.
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  •   Der_dunkle_Turm
    (506 Beiträge)

    09.03.2019 13:03 Uhr
    Zusammenfassung
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   nixblicker
    (340 Beiträge)

    09.03.2019 09:33 Uhr
    Dann geben
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   maehdrescher
    (1107 Beiträge)

    09.03.2019 09:31 Uhr
    Wenn man seine eigene Existenz
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Freibeuterin
    (232 Beiträge)

    08.03.2019 09:25 Uhr
    Diskussion ärgert mich - oder haben wir in Karlsruhe wirklich Probleme?
    Wenn ich Wikipedia lese, ist die ganze Diskussion ein alter Hut - außer wir haben in Karlsruhe wirklich Probleme, die ich bisher nicht wahrgenommen habe oder als Frau anders sehe:
    Zitat von Wikipedia Von Rassen spricht man heute nur noch in Zusammenhang mit der Tierzucht, um absichtlich Populationen zu erschaffen, die bestimmte Merkmale aufweisen. Die Einteilung der Spezies Mensch in Rassen oder Unterarten ist aus wissenschaftlicher Sicht heute obsolet. Die sichtbaren Unterschiede von Menschen aus verschiedenen Kontinenten führen nicht zu objektiv abgrenzbaren Gruppen, da die Übergänge fließend sind. Zur Beschreibung der individuellen Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe ist heute (vor allem im deutschen Sprachraum) der Begriff der Ethnie gebräuchlich.
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  •   Avatar
    (104 Beiträge)

    08.03.2019 17:40 Uhr
    Einfach
    nicht lesen und schon muss man sich nicht ärgern 😉
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  •   nixblicker
    (340 Beiträge)

    07.03.2019 23:28 Uhr
    „Larry Charles
    Gefährliche Welt der Comedy“ anschauen und mir dann bitte Rassismus vorwerfen, wenn ich finde, dass manche Nationen, Rassen oder Volksgruppen nicht konform sind mit dem Geist unseres Jahrhunderts. Popelland BRD muss, wie beim Thema Klimaschutz auch, mal wieder Vorreiter in Sachen PC spielen und die ganze Welt lacht sich schepp. Ruppi kann seinem Hobby nachgehen und alle verurteilen und zum Thema Fasching: wer in Eggestoi die marodierenden Massen gesehen hat, weiß wer da wirklich in großen Gruppen am Rad gedreht hat...die bösen mittelalten deutschen Männer waren es nicht
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