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Karlsruhe "50 Shades of Knoblauch": Karlsruher schlemmen für Völkerverständigung

Wenn Liebe durch den Magen geht, dann kann Völkerverständigung das auch. Davon sind die Teilnehmer von "50 Shades of Knoblauch" überzeugt. Die Idee: Gemeinsam essen, Kultur erleben und dabei feststellen, dass wir alle gar nicht so unterschiedlich sind.

Die Tellerrand-Community in Karlsruhe ist aus und in Kooperation mit der ursprünglichen Berliner Organisation "Über den Tellerrand kochen" entstanden und seit Oktober 2015 aktiv. Mit ihren regelmäßigen (Koch) Events möchte sie einen Begegnungsraum für Geflüchtete, Beheimatete und neu Angekommene hier in Karlsruhe schaffen und so ein ganz neues "Wir-Gefühl" entstehen lassen. So auch am Samstag in der Hirschstraße. 

Eine Knolle verbindet Völker

"Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus acht bis zehn jungen, engagierten Menschen. Die meisten von uns sind noch nicht lange in Karlsruhe, manche auch noch nicht so lange in Deutschland", erzählt Lea Engisch vom Tellerrand-Team. Das Motto: "Über den eigenen Tellerrand hinaus probieren, voneinander lernen, miteinander genießen und freundschaftliche Netzwerke bilden – Für ein besseres Wir". Das gilt im alltäglichen Leben genauso wie in der Küche. 

Denn wer hätte gedacht, dass es beispielsweise gerade der Knoblauch ist, der in Karlsruhe Menschen zusammen bringt? Doch die geruchsintensive Knolle kommt in fast allen "Esskulturen" vor und ist eine beliebte Zutat in vielen Rezepten.

Und genau das konnte man am Samstag bei dem Kochevent "50 Shades of Knoblauch" im Rahmen der Karlsruher "Wochen gegen Rassismus" erleben. Am Buffet gab es Knoblauch in allen Variationen: vom Nudelauflauf über Guacamole bis hin zu Börek, Hummus und veganen Dips – kulinarisch einmal rund um den Globus. Verfeinert wurde das gemeinsame Essen mit einem bunten Programm kultureller Leckerbissen – die Band Rahî sorgte für den passenden musikalischen Rahmen.

50 Shades of Knoblauch
50 Shades of Knoblauch | Bild: Schwitalla

Kochen als eine von vielen Begegnungsmöglichkeiten

Gegen Rassismus und für Völkerverständigung auf einer ganz privaten, menschlichen Ebene – das will die Tellerrand-Community erreichen "Wir haben bereits verschiedene Formen von Kochevents gehabt, Running-Dinner, Picknicks, Ramadan-Picknick, '50 Shades of Kartoffel'", erklärt Engisch. Aber auch Ausflüge in den Hochseilgarten oder Wandern habe man schon getestet. 

"Wichtig ist es uns eine Begegnungsmöglichkeit und Plattform zu schaffen, bei der sich für unterschiedliche Bedürfnisse vernetzt werden kann. Natürlich freundschaftlich, aber auch verbunden mit Sprachtandems, Nachhilfe, Kochtandems und anderen Ideen, die den Alltag und die Integration erleichtern können", erklärt sie die Motivation der Community.

Alle Veranstaltungen im Programmheft

Dateiname : PDF-Download Programmheft: Karlsruher Wochen gegen Rassismus 2017
Dateigröße : 15.00 MBytes.
Datum : 08.03.2017 19:09
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Online-Wochen gegen Rassismus:
Ja zum Meinungsaustausch, nein zu Rassismus! Vom 15. bis 31. März 2019 werden wir mit den dritten ka-news Online-Wochen gegen Rassismus ausführlich über das Thema berichten. Als Medienpartner begleiten wir die Karlsruher Wochen gegen Rassismus mit Berichten, Interviews und Hintergründen. Beteiligen auch Sie sich! Zeigen Sie Flagge mit dem Hashtag #gegenRassismus, etwa in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook oder schreiben Sie uns zum Thema an ka-reporter@ka-news.de!

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Kommentare (69)
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  •   Pack
    (294 Beiträge)

    15.03.2017 05:08 Uhr
    Warum solch ein Artikel?
    Wenn ich mich mit meinen Freunden zum Grillen treffe:
    Grieche
    Libanese
    Afrikaner
    Brasilianer
    und Deutscher!
    Einen Artikel bei ka-News wäre dies nicht wert, da es sich meiner Meinung um gelebte Normalität handelt.
    Deshalb nervt mich dieser "Integrationsshowartikel".....
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  •   malerdoerfler
    (5224 Beiträge)

    14.03.2017 15:48 Uhr
    50 Shades of
    Sonnenschein - heute zu bewundern.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    14.03.2017 17:13 Uhr
    Ich feuer
    gleich den Grill an. grinsen Ein bissle Feinstaub muss schon sein.
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  •   ALFPFIN
    (6592 Beiträge)

    14.03.2017 14:37 Uhr
    50 Shades of Knoblauch
    Wer hätte das gedacht, schon entsteht wieder eine Diskussion über Rassismus, insbesondere wenn sich Herr Rupp „einschaltet.“
    Das hat die Knolle nicht verdient. Und mit Rassismus hat sie auch nichts zu tun, auch in Bezug auf die Aktion,
    50 Shades of Knoblauch.
    Die Knolle kommt aus Zentralasien und dem Iran, damals sind die Leute sicher friedlich zusammen gesessen und haben vor sich hin gemüffelt, knoblauchmäßig.

    1989 wurde der Knoblauch sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt, allerdings sagt der Aberglaube auch die Knolle schrecke Dämonen, Geister, Vampire ab. Und sie sei ein Mittel gegen den bösen Blick. Ob sie auch hilft gegen Kommentatoren, die immer in der gleichen Weise mit Tunnelblick argumentieren? Das sollte man einmal ausprobieren, was meinen Sie Herr Rupp.
    Ich bin jetzt nicht so begeistert von Knoblauch. Der Ratschlag erfahrener Gärtner, wilder Knoblauch zwischen dem Gemüsebeet, hält fliegende Vampire ab, habe ich aber schon befolgt.
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  •   Joerg_Rupp
    (2702 Beiträge)

    14.03.2017 18:00 Uhr
    Im Text
    steht:
    Zitat von ka-news Kochen als eine von vielen Begegnungsmöglichkeiten

    Gegen Rassismus und für Völkerverständigung auf einer ganz privaten, menschlichen Ebene – das will die Tellerrand-Community erreichen


    insofern scheinen Sie hier einen Tunnelblick zu haben.
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  •   Mondgesicht
    (2027 Beiträge)

    14.03.2017 18:24 Uhr
    Was mir auffällt, Herr Rupp:
    Sie unterstellen immer allen anderen negative Eigenschaften - wie hier jetzt einen "Tunnelblick" oder Einseitigkeit, Undifferenziertheit und dergleichen.

    Sind Sie schon mal auf die Idee gekommen, Ihr eigenes Verhalten und Ihre eigenen Äußerungen kritisch zu prüfen? Eher nein.
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  •   Joerg_Rupp
    (2702 Beiträge)

    15.03.2017 06:38 Uhr
    Der Tunnelblick
    wurde zuerst mir vorgeworfen. Haben Sie offensichtlich überlesen.
    Ich reagiere ja meistens nur auf Gehässigkeiten mir gegenüber - die hier an der Tagesordnung sind. Sogar, wenn ich in einem Thread nicht mitschreibe.
    Dass Sie das überlesen - zeigt, mit wieviel Tunnelblick Sie offenbar Ihren Beitrag geschrieben haben oder meine Beiträge lesen.
    Darüber hinaus: ich schreibe nicht immer so ruhig, wie es nötig wäre, das ist richtig.
    Aber: wenn jemand offensichtlich etwas aus meiner Sicht völlig undifferenziert schreibt - dann benenne ich das auch. So wie ich hier angegangen werde kann man kaum erwarten, dass ich freundlich bin. Und zu Rassisten und Leuten, die von "Musels" schreiben oder mal g'schwind alle Flüchtlinge verdächtigen oder über einen Kamm scheren - zu denen bin ich erst recht nicht freundlich.
    Ich weiß ja, dass mich hier fast keiner leiden kann. Und: egal, wie sachlich ich schreibe: eine normale Diskussion ist nicht möglich.
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  •   DerSpinner
    (1986 Beiträge)

    15.03.2017 11:00 Uhr
    Der erste Schritt ist getan.
    "Ich weiß ja, dass mich hier fast keiner leiden kann."

    Das ist ein Ansatzpunkt. Denke mal ein wenig weiter (Tellerrand und so weiter): Wo können dich vielleicht noch viele Leute nicht leiden?
    Polizei, Staatsanwaltschaft, Richter, FDP (einfach mal Entschuldigung zu sagen löst bei Frau Suding nicht spontanes Vergessen aus), Demonstranten? Es wird noch einige andere Bereiche geben, wo man dich nicht gerade herzelt.

    Wäre es da nicht mal an der Zeit, mal über sich selbst nachzudenken?
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  •   Joerg_Rupp
    (2702 Beiträge)

    15.03.2017 16:00 Uhr
    Nee
    denn es gibt ja ausreichend andere, die genauso denken wie ich. Und wir sind mehr grinsen
    Man möchte ja nicht von jedem gemocht werden. Und ich hab ja hier nicht angefangen zu schreiben, um Freunde zu finden - sondern um all den ausländerfeindlichen Ergüssen hier etwas entgegen zu setzen.
    Übrigens offenbart Ihre Aufzählung ein Staatsverständnis, das nix mit der Realität zu tun hat.
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  •   Shmuel_K
    (360 Beiträge)

    16.03.2017 13:00 Uhr
    Schon wieder so ein undifferenzierter Kommentar.
    Du lernst es nicht.
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