"Ich möchte an alle Vereine erinnern, die 1903 an der Endrunde teilnahmen. Ziel ist es, eine Pilgerstein-Serie zur ersten Deutschen Fußballmeisterschaft aufzubauen", erklärt Sebastian Bona, Gründer der Initiative, in der Pressemeldung. Neben dem ersten Deutschen Meister des DFB, VFB Leipzig, nahm der Karlsruher FV als Süddeutscher Meisterschaft an der Endrunde in Hamburg teil.

Gedenkstein soll im Sommer 2013 errichtet werden

Die "Initiative 1903" habe es sich zur Aufgabe gemacht an die erste ausgetragene deutsche Fußballmeisterschaft im Jahre 1903 sowie an deren Teilnehmervereine zu erinnern, so die Meldung des KFV weiter. Im Mittelpunkt der Leipziger Initiative stehe dabei die Errichtung von Gedenksteinen, sogenannten "Pilgersteinen der deutschen Fußballgeschichte" in den Städten der damaligen Meisterschaftsendteilnehmer.

Im Sommer 2013 soll nun der dritte Pilgerstein der Reihe in der einstigen Fußballhochburg Karlsruhe eingeweiht werden. Im Rahmen der Einweihung wird eine von der Initiative 1903 gestellte Fußballmannschaft gegen den KFV antreten. Ein genauer Ort für den Gedenkstein sei hingegen noch nicht bestimmt worden. Bis 1912 gingen acht Süddeutsche Meisterschaften an das Stadion an der Telegraphenkaserne. Walther Bensemann, Mitbegründer des DFB und Kicker, gilt als Gründungsvater des KFV im Jahre 1891.

Glorreiche Zeiten des KFV

Auch die einzigen jüdischen Nationalspieler Deutschlands, Julius Hirsch und Gottfried Fuchs, entsprangen dem KFV. Ab 1912 begann die sportliche und wirtschaftliche Talfahrt des einst so großen KFV, der fast alle europäischen Topmannschaften jener Zeit in Karlsruhe begrüßte. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der KFV nur noch kurz in der Oberliga, ehe man in die Niederungen des Karlsruher Fußballs abstieg und 2004 insolvent ging. 2006 begann der Neuaufbau des KFV in der untersten Spielklasse des Karlsruher Fußballs.