Vorneweg: Geschmäcker sind verschieden und ein objektives Testergebnis daher nicht zu gewährleisten. Doch haben unsere ka-news-Tester schon einige Weihnachtsmärkte besucht und manchen Glühwein geschlürft. Auch wenn die Beurteilung des Glühweins letztlich auf einem subjektiven Empfinden der Geschmacksnerven beruht, mag das Testergebnis dem einen oder anderen Weihnachtsmarkt-Besucher gleichwohl als Entscheidungshilfe dienen. Und der geneigte ka-news-Leser möge nicht alles so bierernst sehen, denn es handelt sich ja schließlich nicht um Gerstensaft, sondern um Glühwein.

Welcher Glühwein erfüllt die ka-news-Kriterien?

Gewürzter und auch warm getrunkener Wein ist bereits seit dem Altertum bekannt. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 50 Millionen Liter Glühwein konsumiert.  Die ka-news-Tester schlendern in den nächsten Tagen über den Karlsruher Weihnachtsmarkt und testen das vielfältige Glühwein-Angebot. Beurteilt wird dabei nach folgenden Kriterien:

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Grundsubstanz: Laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg handelt es sich rechtlich gesehen bei Glühwein "um ein aromatisiertes weinhaltiges Getränk, das ausschließlich aus Rotwein oder Weißwein und Zucker gewonnen und hauptsächlich mit Zimt und Gewürznelken gewürzt wird." Handelt es sich bei der zu testenden dampfenden Flüssigkeit um industriell produzierten Fertigglühwein oder Qualitätswein aus der Region?

Geschmack: Würzig, vollmundig, süßlich oder grausig, sauer, wässrig?

Zutaten: Ist der Glühwein ausreichend gewürzt? Oder ist dem Wein einfach nur Zucker beigemengt? Zimt zählt schließlich zu den unverzichtbaren Glühweingewürzen und ist ein gutes Mittel gegen Völlegefühl und soll sogar aphrodisierend wirken. Auch Nelken gehören in den Topf. Sie duften gut, wirken antibakteriell und verdauungsfördernd.

Temperatur: Glühwein darf nicht gekocht werden. "Wenn Glühwein einen marmeladigen Geschmack aufweist, so ist das ein Anzeichen dafür, dass der Glühwein zu lange erhitzt wurde", erklärt Christiane Manthey, Abteilungsleiterin Lebensmittel und Ernährung von der Verbraucherzentrale. Durch zu starkes Kochen zuckerhaltiger Lösungen entstehe zudem der gesundheitsschädliche Stoff Hydroxymethylfurfural. Außerdem verdampft der im Glühwein enthaltene Alkohol ab 83 Grad Celsius. Glühwein sollte demnach nicht über 80 Grad Celsius erhitzt werden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt: Glühwein sollte immer nur kurz auf etwas über Trinktemperatur erhitzt werden - möglichst nicht über 70 Grad Celsius. Welche Temperaturen messen die ka-news-Tester?

Alkoholgehalt: Nach gesetzlicher Definition muss das verzehrfertige Getränk einen Mindestalkoholgehalt von sieben Prozent aufweisen. Was finden die ka-news-Tester vor: Lasche Brühe oder Turbo-Rausch?

Füllmenge: Bekommt man für sein Geld eine volle Tasse? Oder zeigt sich der Wirt nicht besonders spendierfreudig. ka-news schaut genauer hin.

Preis: Ist der Preis angebracht, ein Schnäppchen oder gar Wucher?

Die ka-news Bewertungs-Skala:

Naja, geht besser: 1 Glühwein
Ganz Okay: 2 Glühwein
Gut: 3 Glühwein
Sehr Gut: 4 Glühwein
Einfach Spitze: 5 Glühwein

Lesen Sie bereits heute Nachmittag den ersten Glühweintest bei ka-news.

Bei welcher Bude gibt es ihrer Meinung nach den besten Glühwein in Karlsruhe? Haben Sie Vorschläge welchen Glühwein wir testen sollen? Dann schreiben Sie uns!


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