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Karlsruhe "Fridays for Future"-Demo in Karlsruhe: "Bundesregierung beschließt erneut unzureichendes Klimaziel"

Anlässlich des überarbeiteten Kabinettbeschlusses zu neuen und verschärften Klimazielen trafen sich am Mittwochabend in Karlsruhe zahlreiche Demonstranten am Kronenplatz zu einer Spontankundgebung. Auch diese seien nicht mit der im Pariser Klimaabkommen vereinbarten 1,5-Grad-Grenze kompatibel, so die Kritik der Protestierenden. Im Anschluss liefen sie vor das Bundesverfassungsgericht, wo eine Abschlusskundgebung abgehalten wurde. Laut Angaben der Initiatoren, der "Fridays for Future" Ortsgruppe Karlsruhe, hatten sich rund 200 Menschen dazu eingefunden.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht geurteilt hat, dass die Klimapolitik der Großen Koalition teilweise verfassungswidrig ist, hatte die Bundesregierung angekündigt, ihre Emissionsreduktionsziele zu verschärfen. So soll Deutschland nun bis 2045 klimaneutral werden.

”Die Reaktionen der Bundesregierung sind an Scheinheiligkeit nicht zu übertreffen. Unzureichende Klimaziele werden durch neue unzureichende Klimaziele ersetzt, anstatt dass endlich umfangreiche, konkrete Maßnahmen in Fachgesetzen beschlossen und ergriffen werden”, kritisiert Lilith Diaw.

"Die Ziele zehn Jahre früher zu erreichen ist realisierbar"

"Wir haben beim Klimaschutz nicht mehr viel Zeit", betont Pawel Bechthold, von "Fridays for Future Karlsruhe", mit Nachdruck. So fordert die Organisation unter anderem, die Klimaneutralität der Bundesregierung bereits zehn Jahre früher, also im Jahr 2035 anzustreben. "Das ist laut zahlreichen Wissenschaftlern technisch möglich."

Die Klima-Demonstranten auf dem Karlsruher Platz der Grundrechte.
Die Klima-Demonstranten auf dem Karlsruher Platz der Grundrechte. | Bild: Karsten Kilian

Erreicht werden sollen Ziele wie dieses durch "sektorenübergreifende, direkt wirkende Maßnahmen wie etwa einer sozial-gerechten CO2-Steuer von 195 Euro pro Tonne Co2-Aquivalente", heißt es in der Presseinformation der Organisation. Auch fordern die Aktivisten einen vorgezogenen Kohleausstieg, das Ende aller fossilen Subventionen und eine Verkehrswende "weg vom Auto und hin zu Fahrrad, Bus und Bahn".

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  •   Beobachter
    (196 Beiträge)

    15.05.2021 10:53 Uhr
    200 !
    Währen es nur zwanzig gewesen, das Primborium hier wäre das Selbe. Auch von Interesse: Man schaue sich mal das Foto etwas genauer an. Fulminanter Überhang der weiblichen selbsternannten Nachwuchselite.
    Man kann die Erde sauberer machen, Umweltvgerschmutzung herunterfahren und vieles auf der Welt gerechter gestalten. Aber eine "turnusmäßige" Klimaänderung verhindern? Die wievielte in der Erdgeschichte mag das sein? Worin lag die Ursache bei allen vorangegangenen? Selbst der Hinweis, von wegen noch nie so schnell, ist nicht mehr als Hypothese. Man "weis" zwar ganz genau wie alt dies oder das (angeblich) ist. Wann was ausgestorben ist usw. Mit diesem Wissen müßte man auch sagen können, wie viele derartige Änderungen es bisher gegeben hat, ebenso über Tempo und Dauer. Für derlei profane Überlegungen ist diese kleine Elite mit einem viel zu hohen IQ ausgestattet.
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  •   Schillerlocke
    (506 Beiträge)

    14.05.2021 03:43 Uhr
    Das über diese
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   AhmedDerAufklärer
    (375 Beiträge)

    14.05.2021 11:05 Uhr
    Ja,
    ja, merke: wer schräge "Kampfbegriffe" statt Argumente verwendet, hat wahrscheinlich keine.
    Was so manchen unruhig werden läßt ist: die Front der "Weiter so"-Befürworter bröckelt zusehends.
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  •   Gevatter
    (574 Beiträge)

    13.05.2021 22:04 Uhr
    @Reger
    Hier kämpft man gegen Windmühlen. Klima und Energiewende sind heilige Kühe die man auf keinen Fall kritisieren darf. Ich bin jetzt soweit zu sagen, lass sie machen.
    Habe mal einen guten Spruch gelesen. "Wo beginnt die Weisheit der Masse und wo beginnt deren Dummheit.
    Ich spreche denen keine guten Absichten ab, aber wie das man hier bewerkstelligen möchte, ist nicht wirklich zielführend. Es ist nur ein Teil des Problems. Vernichtung der Regenwälder, jedes Jahr die Fläche von den Britischen Inseln, was alleine 15% der CO2 Emission ausmacht. Das heißt nicht, dass wir nichts machen sollen, aber mit Augenmaß. Ansonsten werden wir die Spaltung der Gesellschaft nur noch vertiefen. Die, wo sich Heizung, Strom, Sprit noch leisten können, und die, die sich dies nicht mehr leisten können. Wir haben weltweit den teuersten Strompreis weltweit. Ich denke nicht, dass dies andere als Vorbild nehmen.

    So Feuer frei.
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  •   Reger
    (577 Beiträge)

    13.05.2021 23:18 Uhr
    😉
    Was ich an dieser Klimabewegung erschreckend finde, ist der Fanatismus. Sowas hat in der Geschichte oft zu nichts gutem geführt.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (375 Beiträge)

    13.05.2021 23:47 Uhr
    Also
    ich stelle eher einen "Weiter so"-Fanatismus bei so manchen Leuten fest...(Schulen, Digitalisierung, Bürokratismus, Pendlerpauschale, Kohleverstromung; Dieselsteuervorteil; Kerosinsteuerbefreiuung, Flughafensubventionen).
    In einer Lähmung der Gesellschaft und der Zementierung schädlicher Entwicklungen durch solche Kräfte sehe ich die größte Gefahr.
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  •   FG1961
    (493 Beiträge)

    13.05.2021 17:24 Uhr
    Der Klimawandel ist eine Gleichung ohne Unbekannte
    Problem -> Grund -> Ursache -> Lösung
    Klimawandel -> CO2 -> Fossile Verbrennung -> Stoppen
    In Summe eine schnell lösbare Aufgabe (weltweit).
    Wenn der politische Wille weltweit vorhanden wäre.
    Und daran scheitert es. Bedauerlicherweise.
    Ergo, wird der Planet sich weiter erwärmen.
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  •   Schillerlocke
    (506 Beiträge)

    14.05.2021 08:29 Uhr
    Problem Grund Ursache Lösung
    So einfach ist es leider nicht. Existiert das Problem überhaupt? Da bin ich mir nicht so ganz sicher. Über die Ursachen schon zweimal nicht sicher. Und die Lösung des ganzen soll darin bestehen, uns alle auf den Standard von Bangladesh runter zu schrauben, dann haben wir die Welt gerettet?

    Das ist so ein unfassbarer Blödsinn.
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  •   Reger
    (577 Beiträge)

    13.05.2021 18:21 Uhr
    Erwärmung?
    Ich kann mich nicht erinnern, im Mai noch geheizt zu haben, so wie jetzt.
    Aber es wird bestimmt so kommen, wie Sie sagen.
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  •   Schillerlocke
    (506 Beiträge)

    14.05.2021 08:34 Uhr
    Wenn der Hahn kräht auf dem Mist
    ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.

    Man sollte diesen Klimahysterikern einfach nicht mehr zuhören.
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