Bei der Kriminalpolizei wurde inzwischen eine Ermittlungsgruppe mit erfahrenen Mitarbeitern im Bereich Sexualstraftaten einberufen. Unterdessen ist nach Aussage der Karlsruher Polizei ein fünfter, möglicherweise mit den Taten zusammenhängender Angriff auf eine 33 Jahre alte Frau in der Südweststadt bekannt geworden.

33-Jährige befreit sich mit Biss

"Die Geschädigte hat sich jetzt aufgrund der Presseveröffentlichungen bei der Kriminalpolizei gemeldet und eine bereits in der Nacht zum 6. Dezember des vergangenen Jahres begangene Tat angezeigt", so die Erklärung der Polizei. Nach ihren Schilderungen war die Frau zu Fuß heimgekehrt und hatte sich nach Aufschließen der Eingangstür eines Mehrfamilienhauses in der Mathystraße im Treppenhaus befunden, als ihr ein Unbekannter mit schnellen Schritten folgte und ihr plötzlich von hinten die Augen zuhielt.

Der 33-Jährigen gelang es, sich ein Stück weit aus dem Griff des Mannes zu lösen und ihm in die Hand zu beißen. Als sie zudem lautstark um Hilfe rief, ergriff der Täter wie in den anderen Fällen die Flucht. Die bei dem Überfall leicht verletzte Geschädigte beschrieb den Angreifer als etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß mit dunklem Haar und dunkler Jacke.

"Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren"

Die Polizei hat nach eigenen Angaben seit Bekanntwerden der Taten mit "zusätzlichen und zwischenzeitlich noch intensivierten polizeilichen Präsenzmaßnahmen", reagiert. Diese würden weiter fortgeführt. "Zudem laufen die kriminalpolizeilichen Ermittlungen nach wie vor auf Hochtouren", heißt es vonseiten der Polizei weiter.

Dabei setzen die Beamten weiterhin auch auf Mithilfe aus der Bevölkerung. Der vermutlich für sämtliche Angriffe verantwortliche Täter ist etwa 20 bis 25 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und schlank sowie von südländischer Erscheinung. In zwei Fällen trug er Strickmützen und führte einen dunklen Rucksack mit sich. Hinweise werden vom Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter der Telefonnummer (0721) 939-5555 rund um die Uhr entgegengenommen.