Der Feuerwehrstatistik des Innenministeriums zufolge konnten im vergangenen Jahr 1.549 (2016: 1368) Menschen nur noch tot geborgen werden. Das war der höchste Wert in den vergangenen sechs Jahren. Zwei Feuerwehrleute starben auf Fahrten zum Einsatz beziehungsweise zu einer Übung. "Es ist ganz besonders tragisch, wenn Menschen, die Leben retten wollen, dabei ihr eigenes Leben verlieren", betonte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Sonntag anlässlich des Landesfeuerwehrtages (14. bis 22. Juli) in Heidelberg.

Strobl lobte die Nachwuchsarbeit in den Jugendfeuerwehren, die es in mehr als 90 Prozent der 1.098 Gemeindefeuerwehren gebe. Die Kindergruppen seien von zentraler Bedeutung, um die Mädchen und Jungen rechtzeitig für das Thema Feuerwehr zu begeistern. Laut Ministerium sind 2017 in den Jugendfeuerwehren 31 529 Kinder und Jugendliche aktiv gewesen - ein Anstieg um 4,8 Prozent.

Von den rund 111.240 Einsätzen 2017 entfielen der Statistik zufolge etwa 46.570 auf technische Hilfe. Der Rückgang von mehr als 10 Prozent im Vergleich zu 2016 war den vermehrten Einsätzen während Extremniederschlägen und Überschwemmungen im Mai und Juni 2016 geschuldet. Bei den Einsätzen zur Bekämpfung von Bränden wurde 2017 ein Plus von 6,1 Prozent auf 18.460 verzeichnet. Fehlalarme gab es 23.167. Das ist ein Fünftel aller Alarmierungen.

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