Eggenstein Traurige Bilanz des Fastnachtsumzugs in Eggenstein: Betrunkene Jugendliche stören Umzug, 21-Jährige wird sexuell genötigt

Neben dem Umzug in Karlsruhe waren am Dienstag auch in Eggenstein die Narren los. Die Bilanz der Polizei nach dem Fastnachtsumzug wirft allerdings einen Schatten auf das dortige Highlight der Fastnachtstage: Neben zahlreichen alkoholisierten Jugendlichen und daraus resultierenden Störungen des Umzugs, wurde eine 21 Jahre alte Frau Opfer einer sexuellen Nötigung.

Während die närrischen Tage in der übrigen Region aus Sicht der dortigen Polizeidienststellen überwiegend zufriedenstellend verliefen, fällt die Bilanz der Beamten zum Fastnachtsumzug in Eggenstein am Dienstag nicht annähernd so positiv aus. Wie die Polizei in einer Pressemeldung erklärt, störten Gruppen von Jugendlichen und Heranwachsende den Umzug in erheblichem Umfang. "Bereits vor dem Start fielen die Gruppen auf, die mit der Straßenbahn nach Eggenstein anreisten", heißt es in der Meldung. Die alkoholisierten Jugendlichen wurden von der Polizei bereits an den Haltestellen im Rahmen von Kontrollen in Empfang genommen.

Zwei Fastnachtsgruppen brechen Umzug ab

Auf der Umzugsstrecke versuchten die Gruppen dann durch Rangeleien und körperlichen Auseinandersetzungen immer wieder den Fortgang des Umzugs zu stören. So wurde eine Fußgruppe von Heranwachsenden angegangen, wobei es nach Angabe der Polizei auch zu einer Körperverletzung kam. Daraufhin brach diese Fußgruppe und auch eine weitere Gruppe die Teilnahme am Umzug ab. Am Zugende versammelten sich dann die alkoholisierten Jugendgruppen und versuchten von dort in das Faschingsgeschehen einzugreifen, was durch die Polizei aber verhindert werden konnte.

Auch nach dem Ende des Umzugs befand sich noch eine größere Anzahl grölender junger Besucher auf der Umzugsstrecke und konsumierte Alkohol, wobei es immer wieder zu Handgreiflichkeiten kam, die durch die mit fast 80 Einsatzkräften anwesende Polizei unterbunden werden mussten.

Insgesamt 25 Platzverweise wurden an diesem Tag ausgesprochen. Bei der Festnahme eines jungen Mannes kam es zu Widerstandshandlungen und Beleidigungen gegen Polizeibeamte. Zwei Personen mussten in Gewahrsam genommen werden. Drei Körperverletzungen und zwei Sachbeschädigungen wurde angezeigt. Bei 13 Einsätzen des Rettungsdienstes mussten überwiegend stark alkoholisierte Jugendliche versorgt werden. "Auf der Abschlussveranstaltung kam es dann zu keinen weiteren Störungen", erklärt die Polizei.

21-Jährige auf dem Nachhauseweg verfolgt

Am frühen Mittwochmorgen wurde allerdings eine 21-Jährige Opfer einer sexuellen Nötigung. Die junge Frau machte sich gegen Mitternacht von der Veranstaltung zu Fuß auf den Nachhauseweg. "Kurz darauf bemerkte sie, dass ihr ein Mann folgte. Dieser packte sie plötzlich an der Hand, führte diese zu seinem entblößten Geschlechtsteil und forderte sie zu sexuellen Handlungen auf", so die Polizei in ihrem Bericht. Die 21-Jährige konnte sich losreißen und an einem Wohnhaus in der Neureuter Hauptstraße um Hilfe fragen.

Frau zeigt Stop
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Der Mann wird als zirka 40 bis 50 Jahre alt und etwa 1,73 Meter groß beschrieben. Er trug einen Vollbart und sprach hiesigen Dialekt. Bekleidet war er mit einer schwarzen Schlaghose und einem weißen Oberteil. Er hatte eine Sonnenbrille auf, bei der ein Glas fehlte. Wer Hinweise auf den Täter geben kann, wird gebeten sich mit dem Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter 0721/666 5555 in Verbindung zu setzen.

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