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Karlsruhe Terrorangst? Kein Thema beim Karlsruher Fastnachtsumzug

Eigentlich wollten Zehntausende Karneval in Braunschweig feiern. Doch nun wurde der Umzug kurz vor dem Start abgebrochen. Der Grund: Hinweise auf Anschlagspläne. Terrorangst statt närrischem Treiben - auch in der Fächerstadt? Und was tut die Polizei gegen jugendliche Krawallmacher?

Terrorangst oder Islamkritik - für die Karlsruher Narren ist das kein Thema. "Wir konzentrieren uns seit Jahr und Tag auf die Kommunalpolitik", sagte Michael Armbruster, der Präsident des Organisationsausschusses Karlsruher Fastnacht (OAF), am Montag. Beim traditionellen Umzug an diesem Dienstag stünden der 300. Geburtstag der Stadt Karlsruhe und andere kommunale Themen im Vordergrund.

Terrowarnungen auch in der Fächerstadt?

Auch die Sicherheitsmaßnahmen der Polizei bewegten sich im Rahmen des Üblichen, sagte ein Sprecher. Wie im vergangenen Jahr sollen deutlich über 100 Beamte die Umzugsstrecke absichern. Terrorwarnungen lägen bisher nicht vor. In Braunschweig war der Karnevalsumzug am Sonntag wegen Terrordrohungen abgesagt worden. "Wir werden die Situation dennoch sorgsam im Auge behalten", so ein Polizeisprecher im Gespräch mit ka-news.

Die insgesamt gut 3.500 aktiven Karlsruher Narren wollen unter anderem den Tunnelbohrer auf die Schippe nehmen, mit dem derzeit ein Straßenbahn-Tunnel unter die Haupteinkaufsstraße gegraben wird. Motivwagen, die sich mit weltpolitischen Themen befassen, gebe es wie immer nicht, sagte Armbruster.

Der Fastnachtszug fährt in diesem Jahr unter dem Motto "3 mal 100 was ä Schau, Karlsruh' feiert mit Helau!" mit 45 Motivwagen durch die Innenstadt. Das sind 5 mehr als im vergangenen Jahr. Außerdem sind die Narren mit 55 Fußgruppen unterwegs. Erwartet werden rund 200.000 Zuschauer.

Polizei will "Brennpunkte" im Auge behalten

Sorge bereiten vielen Narren allerdings auch Jugendliche, die sich in sozialen Netzwerken zu "Prügel-Dates" verabreden. Erst Anfang Februar kam es bei einem Umzug in Ettlingen-Bruchhausen zu Krawallen und Schlägereien - ausgelöst von betrunkenen Jugendlichen.

Ein Thema, das die Karlsruher Polizei auch in diesem Jahr ernst nehmen will. "In diesem Jahr sind wir mit sechs Jugendschutzteams im Einsatz - das ist ein Team mehr als noch im vergangen Jahr", so ein Polizeisprecher gegenüber ka-news. Diese Teams würden sich aus Polizisten, Mitarbeitern des KOD sowie der Sozial- und Jugendbehörde zusammensetzen. Bislang liegen der Polizei nach eigenen Angaben keine Hinweise auf "Prügel-Dates" wie in Ettlingen-Bruchhausen vor.

"Die Jugendschutzteams werden 'Brennpunkte', an denen sich Jugendliche treffen, um Alkohol zu konsumieren, überwachen - und wenn notwendig den Alkohol entziehen, Platzverweise erteilen oder auffällige Jugendliche in Gewahrsam nehmen", so der Polizeisprecher weiter. Weitere Beamte stünden auf "Stand-By", um, wenn nötig, eingreifen zu können. Eines sei allerdings klar: "Wir werden entschlossen vorgehen. Im Vorfeld ist es dennoch schwer, eine Prognose abzugeben, was passieren wird."

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Fasching in Karlsruhe und der Region: Fasching, Fastnacht, Karneval - Bilder, Fotos und Infos zum närrischen Treiben in und um Karlsruhe, zu den Faschingsumzügen und von den Prunksitzungen finden Sie in unserem Dossier.
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  • unbekannt
    (546 Beiträge)

    16.02.2015 18:46 Uhr
    Glauben heißt ...
    nicht wissen. Es werden also Menschen umgebracht auf einer Vermutung hin. XY hat gesagt ... das reicht manchen heutzutage. Voll Praktisch!
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  •   landei
    (6123 Beiträge)

    16.02.2015 19:38 Uhr
    Immer noch betrunken
    ?????

    Es werden also Menschen umgebracht auf einer Vermutung hin. ????????

    Oder schon wieder ?
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  •   landei
    (6123 Beiträge)

    16.02.2015 15:55 Uhr
    so isches recht
    kein Fußbreit den Chaoten.
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  •   LaCage
    (2158 Beiträge)

    17.02.2015 07:31 Uhr
    die einzigen Chaoten sind die Polizisten
    diees immer wieder schaffen ein Reizklima zu induzieren und Gewalt zu triggern. Ohne die Hauptschüler in Helm und Overall wäre das Land friedlich
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  •   landei
    (6123 Beiträge)

    17.02.2015 10:17 Uhr
    du musst es ja wissen
    - grad betrunken vom Rosenmontag gekommen ? Auf Umzügen warst du nicht, sicher unter deinem Bildungsniveau. Sonst hättest du mal gesehen was abgeht.
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