Michael Obert, ehemaliger Karlsruher Baubürgermeister

Michael Obert muss in diesem Jahr einige Änderungen innerhalb der Familientradition in Kauf nehmen. So muss sein geliebter "Weißwurst-Frühschoppen am Morgen von Heilig Abend im Vogelbräu" und das "Familientreffen im Lokal am ersten Feiertag" entfallen.

Michael Obert Baubürgermeister in Rente
Bild: Paul Needham/Mohawkvisuals

"An Heiligabend wird sich die Familie außerdem aufteilen müssen", so Obert gegenüber ka-news.de weiter. "Alles wird kleiner, gemütlich wird’s trotzdem."

Willy Schmidt, Geschäftsführer der Brauerei Hoepfner

Hoepfner-Chef Willy Schmidt mag es traditionell. Deshalb möchte er dieses Jahr, so gut es geht, die Feiertage mit seiner Familie verbringen. Diesmal sogar mit Nachwuchs.

Willy Schmidt
Bild: Privatbrauerei Hoepfner

"Es gab bei uns noch nie ein Fest ohne Weihnachtsbaum – auch dieses Jahr nicht. In diesem Jahr wird erstmals unser 17 Monate alter Enkel die Besonderheit der Feiertage wahrnehmen. Wir hoffen, ihn mit unseren Kindern sehen zu können", so Schmidt auf ka-news.de-Nachfrage.

André Lomsky, Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG)

"Meine Familie und ich genießen die Vorfreude auf Weihnachten. Plätzchen werden gebacken, Wunschzettel geschrieben, Menü-Ideen diskutiert und gemeinsam wird zuletzt der Tannenbaum geschmückt", so André Lomsky.

André Lomsky
Bild: KTG Karlsruhe Tourismus GmbH

An Heiligabend selbst koche die Familie zusammen mit den Kindern, nach dem Essen folgt die Bescherung. "Mit dem Nachtisch lassen wir den Abend gemütlich ausklingen, lesen uns Geschichten vor und singen Weihnachtslieder - nicht unbedingt immer zur Freude aller Kinder", meint der KTG-Chef.

Anne Klausmann, Ettlinger Tor-Centermanagerin

Traditionell mag es auch Ettlinger Tor-Centermanagerin Anne Klausmann. Sie fährt über die Feiertage in die Heimat, nach Bayern, um dort ihre Eltern zu besuchen.

Anne Klausmann
Bild: Tim Carmele

"Bei uns gibt es traditionell am 24. Dezember Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen - und dazu ein oder zwei Gläschen Champagner. Anschließend folgt die Bescherung bei Kerzenschein", so die gebürtige Nürnbergerin gegenüber ka-news.de.

Peter Weibel, ZKM-Direktor

Auch Peter Weibel plant, die Feiertage außerhalb von Karlsruhe zu verbringen."Ich feiere Weihnachten in Wien, im Stephansdom. Mit Maske und mit Abstand", erklärt der 76-Jährige auf Anfrage von ka-news.de. 

ZKM-Direktor Peter Weibel beim "Seasons Of Media Arts"-Rundgang
ZKM-Direktor Peter Weibel beim "Seasons Of Media Arts"-Rundgang | Bild: Eric Reiff

"Verhalte dich so, als wärst du infiziert, um die anderen zu schützen" - so laute nach eigener Aussage die Corona-Devise des ZKM-Direktors. "Und dann bete ich zu Gott mit der Bitte: Lass mich das Richtige denken, das Richtige sagen, das Richtige fühlen und das Richtige tun." 

Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

KIT-Chef Holger Hanselka würde  Weihnachten gerne "klassisch wie immer feiern". Das heißt: "In der Familie gemeinsam mit allen Kindern, Weihnachtsbaum, einem traditionellen Weihnachtsessen, mit Weihnachtsgottesdienst und hoffentlich etwas Schnee."

Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
Bild: KIT

Darauf muss der 59-Jährige dieses Jahr jedoch voraussichtlich verzichten. "Corona-bedingt wird es wohl in diesem Jahr anders werden, ohne die Kinder, die auf der Welt verstreut leben. Wir werden dann an Heiligabend in einem Zoom-Meeting zusammenkommen und virtuell gemeinsam feiern“, erklärt Hanselka auf Anfrage von ka-news.de.

Martin Wacker, Geschäftsführer der Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME) 

Auch für den Kabarettisten und Schauspieler Martin Wacker ist Weihnachten ein Fest der Familie. Im Jahr 2020 werde aber nur der engste Kreis der Familie Wacker zusammenkommen, um die Feiertage miteinander zu verbringen.

"Besinnlichkeit steht für das Jahr 2020 sicherlich im Mittelpunkt", sagt Wacker gegenüber ka-news.de. "In der Kirche werden wir uns voranmelden und wie schon in den vergangenen Wochen mit Abstand und Maske teilnehmen." 

Martin Wacker
Bild: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH

Andere Traditionen, wie das gemeinsame Weihnachtssingen im Carl-Kaufmann-Stadion, müssen dieses Jahr allerdings ausfallen. "Diese Gemeinschaftserlebnisse fehlen – wie schon im gesamten Jahr – auch jetzt. Aber um eben diese Gemeinschaft wieder zu leben, müssen wir jetzt vernünftig sein - besinnlich und im kleinsten Kreis", so der 52-Jährige.

Oliver Sternagel, Geschäftsführer Karlsruher Bäder GmbH

Auch bei Bäder-Chef Oliver Sternagel geht es in diesem Jahr "eher ruhig" zu. Denn: Ein großes Familientreffen der "Sternis" und der Kirchgang fallen in diesem Jahr aus, wie er auf ka-news.de-Anfrage erklärt. Dafür gebe es "ein schönes Abendessen - meistens Fondue - mit anschließender Bescherung. Im Anschluss folgt ein Weihnachtsfilm", so Sternagel.

Bäder-Chef Oliver Sternagel
Bäder-Chef Oliver Sternagel | Bild: Tim Carmele

Rudi Vogel, Inhaber der Brauerei Vogel

Der Vogelbräu-Chef bezeichnet sein eigenes Weihnachtsfest als "überschaubar". Der Grund: Bei den Vogels steht über die Feiertage der Außer-Haus-Verkauf auf dem Programm. Ansonsten soll so "wenig Besuch empfangen oder getätigt werden wie möglich", dafür umso mehr "relaxt und gelesen".

Rudi Vogel ist Inhaber der drei Vogelbräu in Karlsruhe, Durlach und Ettlingen.
Rudi Vogel ist Inhaber der drei Vogelbräu in Karlsruhe, Durlach und Ettlingen. | Bild: Ingo Rothermund

Doch auch beim eigenen Weihnachtsessen muss der Brauerei-Betreiber Abstriche machen: "Beim Essen werde ich mich als großer Würstchen Fan wahrscheinlich nicht durchsetzen, das wird es dann vor oder nach Weihnachten geben."

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe

Auch bei Britta Wirtz wird die sonst so traditionelle Familienzusammenkunft deutlich kleiner ausfallen als sonst. "Der Heiligabend ist der Tag, der bei uns besonders feierlich mit der Familie gefeiert wird. Mit Kirchgang, Gesang, Bescherung und großem Tannenbaum. In diesem Jahr wird der Kreis der Familie kleiner ausfallen und wahrscheinlich auch der Kirchgang", erklärt die Messe-Chefin auf Anfrage von ka-news.de.

Britta Wirtz, Geschäftsführerin Karlsruher Messe- und Kongress GmbH
Bild: Messe Karlsruhe/Heidi Ofterdinger

Aber was wird stattdessen gemacht? "Den Kirchengang ersetzen wir in diesem Jahr mit einer TV- und Webproduktion, die in der dm-Arena für den guten Zweck produziert wurde", erklärt die 49-Jährige.

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