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Karlsruhe Südliche Waldstraße: Radverkehrs-Situation soll überarbeitet werden

Die Fraktion von Freien Wählern und FÜR Karlsruhe fordert erneut eine Lösung für den Fahrradverkehr in der Südlichen Waldstraße. Dieses Mal bringt die Fraktion einen Prüfantrag dazu in den Gemeinderat ein.

In einer Pressemitteilung erklärte Stadträtin Petra Lorenz: „Von Anfang an hatten wir für eine Lösung, die Radfahrer berücksichtigt, geworben."

„Schon letztes Jahr forderten wir eine eigene Fahrbahnmarkierung, und dieses Jahr sogar ein beschleunigter Ausbau der Umfahrung“, so Lorenz weiter. Die großen Fraktionen sahen für den Radverkehr allerdings keine Not.

Wenzel: "Brauchen Lösung für den Radverkehr"

Doch zeigt sich, dass die südliche Waldstraße nicht nur Flanierstraße, sondern vor allem Fahrradschnellweg wurde. „Wir mussten uns zu dem Thema einiges anhören, und nach der Umsetzung des Durchfahrverbotes für den Autoverkehr stellt sich heraus, was wir ja immer gesagt hatten“, betont Fraktionsvorsitzender Jürgen Wenzel, „es braucht auch eine Lösung für den Radverkehr!“.

Bild: Paul Needham / Mohawkvisuals

In ihrem Antrag fordert die Fraktion diesmal ein Konzept vonseiten der Stadtverwaltung, dass die Situation in der südlichen Waldstraße in den Griff bekommen soll. Darüber hinaus setzt sich die Fraktion auch dafür ein zu prüfen, ob man die Südliche Waldstraße in eine Fußgängerzone wie in der Kaiserstraße umwidmen kann.

Damit wäre zu Geschäftszeiten nur das Schieben von Fahrrädern möglich. „So eine Umwidmung darf es natürlich nur in einem größeren Konzept geben, bei der die südliche Waldstraße mit dem Rad umfahren werden kann“, stellt Stadtrat Friedemann Kalmbach dazu klar.

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Auf dem Sattel durch die Fächerstadt: Die neuesten Fahrradstraßen, die schnellsten City-Routen und viele weiteren Tipps und Tricks rund ums sichere Radeln in Karlsruhe.

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Kommentare (38)
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    07.10.2020 17:21 Uhr
    !
    Hier arbeitet auch der ADFC mit diesen Zahlen, stellt sie zu anderen in Relation, was die Helmargumentation noch fragwürdiger macht, hinterfragt die Kohl-Zahlen aber leider nicht. Im Kohl-Bericht steht auch auf S. 8 noch was dazu, aber auch ohne Quellen, ist ja "nur" ein Geschäftsbericht, keine wiss. Arbeit, so dass man vernünftige Quellen leider nicht erwarten darf ...
    Die Kohl-Stiftung wirbt jedenfalls intensiv für eine Helmpflicht, muss sich also gefallen lassen, dass man ihre eigenen Zahlen gegen sie verwendet, das ist das Hauptziel dieser Grafik. Es ist aber anzunehmen, dass die Zahlen nicht völlig aus der Luft gegriffen sind. Vielleicht findet man mit intensiver googeln mehr, irgendwann mal, nicht jetzt ...
    Die Anschnallpflicht ist NICHT vergleichbar, da diese einen eindeutig nachgewiesenen Nutzen hat, während Helmstudien das bisher nicht gelang nachzuweisen, und weil Gurte praktisch ...
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    07.10.2020 17:26 Uhr
    ...
    ... und weil Gurte praktisch keine Nachteile haben im Gegensatz zu Radhelmen, die einfach unpraktisch sind im Alltagsradelbetrieb, durchaus auch Ursache von Unfällen sein können und vor allem die Radnutzung verringern würden, wie einige Länder mit Helmpflicht zeigen, so dass eine deutsche Studie vor paar Jahren zum Ergebnis kam, dass der volkswirtschaftliche Schaden einer Helmpflicht größer ist als der Nutzen...
    Es geht um Schädelverletzungen. Wenn ein Radfahrer 'n Loch im Kopf bekommt, wird das beim Radfahrer auftauchen und nicht beim Autofahrer, der hat beim Unfall der beiden vermutlich hinterher keins im Kopf, der macht das ganz alleine durch Abkommen von der Straße oder nimmt sich dafür gleichwertige Gegner. Es geht um Unfallfolgen und nicht um Unfallverursacher.
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  •   IchKA
    (1014 Beiträge)

    06.10.2020 13:22 Uhr
    Radverkehrssituation soll verbessert werden?
    Gemeint ist wohl eher die Situation für "Flanierer", zumindest dann, wenn die Radler nur noch schieben dürfen. Auf die Alternative zur Waldstraßenbefahrung für Radler darf man gespannt sein. Darüber hinaus ergibt sich die Frage warum in der parkfreien Straße nicht Fußgänger auf den Gehwegen laufen können und Radfahrer auf der Straße fahren.
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    06.10.2020 15:27 Uhr
    !
    "warum in der parkfreien Straße nicht Fußgänger auf den Gehwegen laufen können und Radfahrer auf der Straße fahren."
    Es ist ein verkehrsberuhigter Bereich, da gibt es schon definitionsgemäß weder Gehwege, noch Fahrbahnen, sondern nur eine Mischverkehrsfläche für alle.
    Deswegen ist auch der alte Antrag nach einer eigenen Radspur dort völliger Kokolores, geht rechtlich nicht.
    Im übrigen soll ja die Gastronomie ausgeweitet werden nach Wegfall der Parkplätze, dann bleiben eh keine "Gehwege" übrig ...

    Die Alternative ist die südl. Herrenstr. und über das Karlstor in die Sophienstr., das soll im Zuge der Kombi Ende nächsten jahres fertig umgebaut sein, das steht auch so in den Antworten auf die alten Anträge von FÜR/FW drin, nur hat die wohl keiner gelesen, dass das jetzt noch mal beantragt wird ...

    Und in der Tat ist ein Fahrverbot keine Verbesserung des Radverkehrs ...
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  •   Kommentar
    (341 Beiträge)

    07.10.2020 10:03 Uhr
    Wird das dann
    so halbherzig umgesetzt wie die Umleitung der Fahrradfahrer durch den ersten Teil der südliche Herrenstraße zur Umgehung der Erbprinzenstraße?

    Das hat mich sehr irritiert, denn bei der Behinderung von PKW-Verkehr und Gastronomie in Fußgängerzonen hört in Karlsruhe eigentlich der Spaß auf.
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    07.10.2020 10:30 Uhr
    !
    Gestern abend habe ich an der Kreuzung Herren-/Erbprinzenstr. Fernverkehrsradwegweiser entdeckt nach Schwetzingen & Co., das übersieht nun niemand mehr ... Bei den Cityroutenschildern dort hatte man die Jahre über auch immer wieder mal aufgerüstet ...
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  •   andip
    (10790 Beiträge)

    06.10.2020 15:44 Uhr
    In einem verkehrsberuhigtem Bereich
    dürfen sich doch alle nur im Schritttempo fortbewegen.
    Wenn sich die Radfahrer daran hielten, wäre schon viel erreicht.
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  •   Wenzel
    (160 Beiträge)

    07.10.2020 10:56 Uhr
    Genau so ist es!
    Tut aber niemand, daher muss der schwächste Verkehrsteilnehmer geschützt werden!
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