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Karlsruhe Südliche Waldstraße: Radverkehrs-Situation soll überarbeitet werden

Die Fraktion von Freien Wählern und FÜR Karlsruhe fordert erneut eine Lösung für den Fahrradverkehr in der Südlichen Waldstraße. Dieses Mal bringt die Fraktion einen Prüfantrag dazu in den Gemeinderat ein.

In einer Pressemitteilung erklärte Stadträtin Petra Lorenz: „Von Anfang an hatten wir für eine Lösung, die Radfahrer berücksichtigt, geworben."

„Schon letztes Jahr forderten wir eine eigene Fahrbahnmarkierung, und dieses Jahr sogar ein beschleunigter Ausbau der Umfahrung“, so Lorenz weiter. Die großen Fraktionen sahen für den Radverkehr allerdings keine Not.

Wenzel: "Brauchen Lösung für den Radverkehr"

Doch zeigt sich, dass die südliche Waldstraße nicht nur Flanierstraße, sondern vor allem Fahrradschnellweg wurde. „Wir mussten uns zu dem Thema einiges anhören, und nach der Umsetzung des Durchfahrverbotes für den Autoverkehr stellt sich heraus, was wir ja immer gesagt hatten“, betont Fraktionsvorsitzender Jürgen Wenzel, „es braucht auch eine Lösung für den Radverkehr!“.

Bild: Paul Needham / Mohawkvisuals

In ihrem Antrag fordert die Fraktion diesmal ein Konzept vonseiten der Stadtverwaltung, dass die Situation in der südlichen Waldstraße in den Griff bekommen soll. Darüber hinaus setzt sich die Fraktion auch dafür ein zu prüfen, ob man die Südliche Waldstraße in eine Fußgängerzone wie in der Kaiserstraße umwidmen kann.

Damit wäre zu Geschäftszeiten nur das Schieben von Fahrrädern möglich. „So eine Umwidmung darf es natürlich nur in einem größeren Konzept geben, bei der die südliche Waldstraße mit dem Rad umfahren werden kann“, stellt Stadtrat Friedemann Kalmbach dazu klar.

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Auf dem Sattel durch die Fächerstadt: Die neuesten Fahrradstraßen, die schnellsten City-Routen und viele weiteren Tipps und Tricks rund ums sichere Radeln in Karlsruhe.

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  •   vielvornichtsdahinter
    (1153 Beiträge)

    06.10.2020 14:18 Uhr
    Das war
    ja klar das die Radrambos ohne Versicherung, Kennzeichnung und Helm, die Straße übernehmen.
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  •   stefko
    (2329 Beiträge)

    06.10.2020 15:43 Uhr
    Immer die gleiche Leier
    Versicherung: Eigentlich sollte eh jeder Ü18 eine Privathaftpflicht besitzen. Aber dann machen wir's gleich richtig, orientieren uns an der KV als Pflichtversicherung und führen eine Haftpflicht als allgemeine Pflichtversicherung ein. Schließlich können auch Fußgänger, Rollatorpiloten und Rollifahrer ordentliche Schäden verursachen - und sei es nur der Kratzer im achso heil`gen Blechle zwinkern
    Kennzeichen: Schon mal versucht an einem vorbeifahrenden E-Roller das Kennzeichen zu lesen? Unfallopfer und Zeugen schaffen dies ja schon oft bei Autokennzeichen nicht ("ha, irgendwas mit KA...").
    Die Schweiz hat den Unfug schon vor zehn Jahren wieder beendet, da der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen stand.
    Helmpflicht: nutzt erst einmal nur dem Radler und ändert nix an seiner Fahrweise, bzw. seinem Verhalten im Straßenverkehr. Aber von mir aus, ich fahre praktisch eh immer mit Helm - wenn es auch Studien gibt, welche sagen, dass Radler mit Helm stärker gefährdet werden ...
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    06.10.2020 16:54 Uhr
    !
    Den Zahlen nach bräuchten wir erst mal dringendst eine Helmpflicht für Autofahrer ...
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  •   Kommentar
    (341 Beiträge)

    07.10.2020 09:51 Uhr
    Diese Zahlen
    sind, so weit ich das beurteilen kann, absoluter Unsinn.

    Oder gibt es eine Version der angegebenen Quelle, der man die so entnehmen kann?

    Und selbst dann wäre die Aussagekraft über das Risiko für den einzelnen Verkehrsteilnehmer, ohne eine Bezugsgröße wie Zeit oder Personenkilometer, nicht vorhanden.

    Und im Auto gilt: Helm nie ohne HANS. Das wäre dann also noch unkomfortabler zwinkern
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    07.10.2020 10:27 Uhr
    Hans?
    Beim Googeln nach der Bildüberschrift zum Behufe des Finden eines Links zum Bild fanden sich auch Diskussionen mit Link zur Originalquelle (demnach wurden wohl krankheitsbedingte Ursachen rausgerechnet, nur noch Unfälle stecken in der Grafik) samt Umrechnung auf Personenkilometer, wo immer noch das Auto sehr deutlich führt.
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  •   Kommentar
    (341 Beiträge)

    07.10.2020 11:57 Uhr
    HANS und Grafik
    https://de.wikipedia.org/wiki/HANS-System

    Ich habe nur die Kommentare bei Twitter überflogen.

    Ich glaube kaum, dass das auf irgendetwas normiert ist. Die Tabelle, die ohne jegliche Quellen und soweit ich gesehen habe ohne Bezugnahme vom Text aus im "Originaldokument" abgedruckt ist, ist mit Schädigungsursachen überschrieben. Das ist wohl rein qualitativ.

    Und Krankheit ist mit 39% zu 26% PKW deutlich größer.

    Und Schädigungsursache PKW kann man auch anders verstehen als Insassen im PKW. Aber aus Schädigungsursache PKW wird in der Twitter-Grafik Autounfall.

    Aber was tut man nicht alles für eine manipulative Grafik.
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  •   Kommentar
    (341 Beiträge)

    07.10.2020 12:05 Uhr
    Fortsetzung
    Ich rechne mal:

    Kohl z
    Krankheit 39%
    PKW 26%
    Freizeit 14%
    Motorrad 7%
    Unbekannt 7%
    Arbeitsunfall 5%
    Gewalttat 1%
    Fahrrad/Fußgänger 1%
    Gesamt 100%

    Twitter-Grafik:
    Autounfall 48% (x 1.85)
    Freizeitunfall 26% (x 1.86)
    Motorradunfall 13% (x 1.86)
    Arbeitsunfall 9% (x 1,8)
    durch Gewalteinwirkung 2% (x 2)
    Radunfall 1% (?)
    FußgängerInnenunfall 1% (?)
    Gesamt: 100%

    In der originalen Tabelle wird nicht differenziert zwischen Radfahrern und Fußgängern.
    Unbekannt und Krankheit wird weggelassen, Gewalttat aber nicht.

    Selbst abgesehen davon, dass die "Quelle" keine Quelle hat, ist das einfach nur plumpe Manipulation zur faktenfreien Untermauerung des eigenen Standpunktes.
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    07.10.2020 12:47 Uhr
    !
    Da es um eine Helmpflicht geht, ist es legitim, die Krankheiten rauszurechnen, da hilft kein Helm, und nur Sachen drin zu lassen, wo man eventüll dem Helm eine Schutzfunktion zurechnen könnte, da gehört auch die Gewalttat dazu, denn gegen Baseballschläger auf dunkler Straße nachts um 3 hilft ein Helm doch sicherlich ...
    In Deiner ersten Aufzählung sind ja auch schon Rundungen auf volle Prozent drin. Wären die Zahlen der 2. Liste aus der 1., wäre 1%>1% ein Fehler. Ich meine, ich habe das Papier zuhause, müsste mal nachschauen. Wenn da auch genauere Zahlen drin sind und die 2. Aufzählung daraus abgeleitet ist, wäre das vmtl. korrekt und sagt dann, dass die Zahlen der 1. Aufzählung eig. < 1 % sind, so klein, das x1,8 immer noch nur 1% ergibt. Es täte aber auch 1% Rad+Fuß x 1,85 = 1% Rad + 1% Fuß halbwegs passen. Und selbst bei einer geschätzten Aufteilung Rad/Fuß nach 50/50 ist Auto immer noch deutlich größer, auch wenn's 99/1 wäre ...
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    07.10.2020 12:51 Uhr
    ...
    Auf jeden Fall geben die Zahlen keinen Grund her, warum man ausgerechnet nur Radfahrern eine Helmpflicht aufdrücken sollte, wo die Zahlen sagen, dass Radfahren als Kopfverletzungsursache nicht relevant ist, auch im Vergleich mit anderen Problemen.
    Ganz davon abgesehen, dass es der falsche Ansatz wäre, an den Symptomen rumzudoktern statt an den Ursachen. Das Rumdoktern an den Symptomen sollte freiwillig sein, so wie man auch beim Fensterputzen im privaten Raum selbst entscheiden darf, Helm und Sicherungsleinen zu nutzen oder es bleiben lassen kann wie 99,987% der privaten Fensterputzer in Haushalten ...
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  •   Kommentar
    (341 Beiträge)

    07.10.2020 16:24 Uhr
    Sicherlich ist aufgefallen,
    dass diese Argumentation ("Wir machen hier nichts, es gibt etwas schlimmere Dinge"), so man sie denn als valide betrachtet, auch in gleicher Form auf zum Beispiel die Anschnallpflicht anwendbar ist.

    Und ich bestreite nach wie vor, dass die Daten fragwürdiger Herkunft im Stiftungsbericht eine Aussage darüber zulassen. Da steht nichts konkret im Text dazu. Das wird einfach nur ohne Quellenangabe als Illustration genutzt.

    Mir ist nicht einmal klar, ob ein Unfall eines Fußgängers mit einem PKW bei PKW oder Fußgänger auftauchen würde. Genauso: Wenn jemand aufgrund einer Krankheit und Schwindel stürzt, ist das dann Krankheit oder Fußgänger, weil er zu Fuß unterwegs war.

    Es ist basierend darauf keine Aussage möglich, ob und in wie weit Radfahrer in welcher Situation einen Helm tragen sollten oder nicht.
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