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Karlsruhe Radfahren in Karlsruhe: Bekommt die Stadt einen Radweg am Berliner Platz?

Die Fahrrad-Situation am Berliner Platz ist nicht optimal: Radfahrer benutzen den Fußgängerweg um von A nach B zu kommen. Das muss sich ändern, findet Stadtrat Jürgen Wenzel von den Freien Wählern.

"In Sachen Fahrradfreundlichkeit hat sich in den vergangenen Jahren viel in unserer Stadt getan, doch an einigen Stellen sind Korrekturen und Verbesserungen absolut notwendig", so Freie Wähler-Stadtrat Jürgen Wenzel in einer Pressemitteilung.

Damit spielt er vor allem auf die Situation am Berliner Platz in der Karlsruher Innenstadt-Ost an: Dort nutzen Fahrradfahrer den gleichen Weg für das Vorankommen, wie die Fußgänger. Die Folge: Laut Wenzel, der in seiner aktuellen Anfrage an die Stadtverwaltung auf Medienberichte verweist, entstehen immer wieder Unfälle.

Aber alles halb so wild, klärt die Stadt in ihrer dazugehörigen Stellungnahme auf: "Nach Auskunft des Polizeipräsidiums Karlsruhe zur Unfalllage ist der dortige Bereich nicht unfallauffällig. Im Jahr 2017 wurde ein Unfall mit Beteiligung 'Rad' registriert, im Jahr 2018 bislang keiner", heißt es seitens der Stadt.

Gewohnheit und Bequemlichkeit trotz Schilder

Der Bereich vor den dortigen Geschäften ist nach Angaben der Stadt als reiner Fußweg ausgeschildert - entsprechende Verkehrszeichen seien deutlich aufgestellt. Für den Radverkehr ist eine Umleitungsstrecke über die Englerstraße und dem Zirkel ausgewiesen. Auch diese Beschilderung sei eindeutig aufgestellt. Eine "Entflechtung des Fußgänger- und Radverkehrs", so wie sie Stadtrat in seiner Anfrage erfragt, ist also längst vorhanden.

"Da bekannt ist, dass Radfahrende aus Gewohnheit und Bequemlichkeit trotz der aufgestellten Beschilderung den kürzesten Weg wählen, wird der Abschnitt am Berliner Platz regelmäßig durch den Kommunalen Ordnungsdienst überwacht", erklärt die Stadt weiter. Einen neuen Radweg gibt es demnach in naher Zukunft wohl eher nicht. Aber nach Fertigstellung der Kombilösung werde der Radverkehr auf der Fahrbahn geführt, so viel ist laut Stadt bereits sicher.

Fahrradroute von der Erbprinzen- in die Sophienstraße

In der Anfrage ging es zudem auch um die Fahrradroute von der Erbprinzen-, Herren-, Amalien und südliche Waldstraße in die Sophienstraße. Für die dortige Situation soll es bald eine Entschärfung geben. Denn: "Die Verwaltung teilt unsere Auffassung", so Wenzel, "dass so schnell wie möglich eine direkte Radführung zwischen Herren- und Sophienstraße realisiert werden sollte!" Eine Umsetzung der Umbaumaßnahmen am nördlichen Karlstor liege in greifbarer Nähe.

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Kommentare (26)
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  •   Robert1959
    (1874 Beiträge)

    18.03.2018 14:41 Uhr
    Dann sollten die Markierungen auch zueinander passen,
    aber das tun sie nicht. Im Grunde sollten dann die Pfeile vor der Ampel nach halblinks in Richtung der markierten Strasse richten und nicht geradeaus über den roten Weg.
    Im Grunde wäre es besser, man würde das Vorfahrtszeichen an dieser Stelle entfernen. Es kommt dadurch oft zu Beinaheunfälle. Zweimal wurde ich an dieser Stelle schon geschnitten und die Rechtslage scheint mir hier nicht so eindeutig zu sein
    Ich halte die abkickende Vorfahrt für die bessere Lösung!
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  •   mueck
    (10037 Beiträge)

    19.03.2018 13:04 Uhr
    !
    M.E. gehören abgeknickte Pfeile nur auf Spuren, von denen man auch im rechtlichen Sinne abbiegt, hier also keiner nach halblinks, weil man rechtlich geradeaus fährt ...
    Koscherer wäre allenfalls ein Deifachpfeil: Geradeaus, halbrechts und rechts, das würde die rechtliche Lage besser abbilden, versteht aber keiner auf schnellem Blick ...
    Ich glaube kaum, dass das Zz "abkn. V." was an der Realität ändert.
    Im übrigen wäre noch zu eruieren, ob das Zz bei eingeschalteter Ampel überhaupt gilt wg. § 37 "(1) Lichtzeichen gehen Vorrangregeln und Vorrang regelnden Verkehrszeichen vor." ... und dazu zählt m.E. auch dieses Zz, weil es den Vorrang eines Vorfahrtsstraßenfolgers ggü. dem "geradeaufahrenden" Gegenverkehr regelt.
    Das einzige, was man dort m.E. machen könnte markierungstechnisch:
    Die die Radspur abtrennende Strichlierung auch über die Furt durchziehen, so wie ja auch die Strichlierung zwischen den beiden Fahrspuren durchgezogen wird.

    ... oder einfach die Nebenfahrbahn zumachen ... zwinkern
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  •   Robert1959
    (1874 Beiträge)

    18.03.2018 12:20 Uhr
    Aber das ist genau der Punkt!
    Wer als Autofahrer direkt auf der geradeaus Spur befindet, und sieht das Vorfahrtsschild direkt vor sich, der geht gesetzlicherweise auch von einer Vorfahrt aus und schneidet die Radfahrer, die auf dem roten Streifen fahren!
    Eine Markierung macht noch lange keine Vorfahrt oder Vorfahrtsstr. Bei einer abknickenden Vorfahrt wäre das anders! Die Vorfahrtstr endet hier beim alten Lidl!
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  •   mueck
    (10037 Beiträge)

    18.03.2018 13:25 Uhr
    !
    Natürlich macht eine Markierung eine Vorfahrt(sstraße), auch Markierungen sind ein Verkehrszeichen, steht so in § 39 StVO. Die Markierung zeigt an, wohin der Fahrstreifen und mit ihm die ganze Straße rechtlich führt. Wer diese Führung verlässt, biegt ab. Ist in der Regel die bessere Lösung, weil sich hinter dem Zusatzzeichen "abknickende Vorfahrt" so viele undurchsichtige Spezialregeln verstecken, dass niemand mehr weiß, wie er sich richtig verhält ...
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  •   Robert1959
    (1874 Beiträge)

    17.03.2018 19:07 Uhr
    Wenzel sollte besser einmal anfragen,
    was sich die Verwaltung dabei gedacht hat in der Rüppurrerer Straße/Nebeniusstr einen roten abknickenden Radweg zu installieren, der durch eine Vorfahrtsstr geht. Dabei wäre hier eine abknickende Vorfahrt sinnvoll gewesen. Dies würde Radfahrer schützen!
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  •   krisz
    (20 Beiträge)

    18.03.2018 10:30 Uhr
    Wenn du dir den Straßenverlauf und die Fahrbahnmarkierung genau anschaust, kannst du feststellen, dass sowohl der markierte Fahrradweg, als auch die Vorfahrtstraße mit einem leichten Linksknick in die Mittelbruchstraße münden.
    Allerdings frage ich mich dort auch jedes Mal, wie ich korrekt blinken müsste. Besonders übersichtlich ist die Verkehrsführung rund um den Tivoli nicht.
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  •   kritiker_2014
    (322 Beiträge)

    17.03.2018 15:05 Uhr
    Das Wort "Radfahrende"
    gibt es in der deutschen Sprache nicht.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1002 Beiträge)

    17.03.2018 16:55 Uhr
    Fußgehende
    sollte man auch noch in den Duden mit aufnehmen.
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    17.03.2018 17:51 Uhr
    Achtung! Nicht alles, was deutsch klingt, ist auch deutsch!
    Man kann zwar ein [Fahr]Rad fahren, aber keinen Fuß gehen - allenfalls "zu Fuß gehen".

    So wird die deutsche Sprache übrigens auch Einwanderern jeglicher Couleur logisch beigebracht. Nehmen Sie sich einfach ein Beispiel!
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    17.03.2018 15:47 Uhr
    Na ja... die "radfahrende" Minderheit wohl schon!
    Und da wir Aufgeklärten keine Unterschiede mehr zwischen Damen- und Herrenfahrräder machen, substantivieren wir halt das Partizip Präsens und schon befinden wir uns wieder auf grammatisch korrektem deutschen Boden. zwinkern
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