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Karlsruhe Für den Klimaschutz: Landkreis Karlsruhe will Rolle des Fahrrads stärken

Der Landkreis Karlsruhe versucht, die Rolle des Fahrrades als umweltfreundliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel zu stärken. Damit wollen sie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und etwas gegen zunehmenden überlastete Straßen unternehmen.

Auf welchen verschiedenen Ebenen die Kreisverwaltung den Radverkehr konkret fördert, wurde dem Verwaltungsausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung vergangene Woche vorgestellt. Das Potenzial als Alternative zum motorisierten Individualverkehr habe das Fahrrad insbesondere bei der Fahrt zur Arbeit und Schule, heißt es in einer Pressemitteilung. Studien würden belegen, dass Kurzfahrten bis sechs Kilometer die Hälfte am Gesamtverkehr ausmachen. Solche Entfernungen seien bestens für den Radverkehr geeignet. 

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat berechnet, dass jeder auf dem Rad zurückgelegte Kilometer durch weniger Lärm, CO2 und Feinstaub 12,5 Cent an Gesundheitskosten spart und somit auch die Lebensqualität steigert. Volkswirtschaftlich gesehen könne man die Kosteneinsparungen je Kilometer bei mehr als dem doppelten veranschlagen. Daneben kommt dem Radeln im Hinblick auf den Tourismus und die Fahrrad- und Sportartikelbranche eine wichtige Rolle zu und schont bei gleicher Fahrtdauer den eigenen Geldbeutel.

Radverkehrsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen

Um den Radverkehr zu fördern brauche es ein fahrradfreundliches Radverkehrssystem. Dazu gehören nicht nur gut ausgebaute Wege, sondern auch allgemeine radverkehrsfreundliche Rahmenbedingungen und insbesondere ein Bewusstsein, das das Fahrradfahren als selbstständiger Teil der Mobilität in die Wahrnehmung der Menschen rückt. Um planmäßig vorzugehen, hatte der Kreistag im Jahr 2010 ein Radverkehrskonzept beschlossen. Dieses beinhaltet unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen, in deren Trägerschaft sich die meisten Radwege und Aktionen befinden.

Finanziell fördert der Landkreis Radwege entlang der Kreisstraßen außerhalb der Ortsdurchfahrten; im Zuge von Neubau- oder Ausbaumaßnahmen wird stets ein Augenmerk auf die Erforderlichkeit von Radwegen gelegt. Beim neuen Landesprojekt zur Einrichtung von Radschnellwegen - drei bis vier Meter breite und möglichst kreuzungsfreie Wege, die vor allem Berufspendler nutzen sollen - arbeitet der Landkreis mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein an einer Machbarkeitsstudie für drei solcher Wege auf den Achsen Söllingen–Karlsruhe–Wörth, Leopoldshafen-Karlsruhe-Rastatt und Ettlingen-Karlsruhe-Stutensee mit der Option einer Verlängerung bis nach Bruchsal. 

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Auf dem Sattel durch die Fächerstadt: Die neuesten Fahrradstraßen, die schnellsten City-Routen und viele weiteren Tipps und Tricks rund ums sichere Radeln in Karlsruhe.

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  •   rosi
    (322 Beiträge)

    14.12.2017 12:48 Uhr
    Bitte nicht nur Radwege bauen
    sondern die vorhandenen auch in Schuss halten. Hier scheint es leider nach dem Motto "Nicht unsere Sache" zu gehen. Am KIT-Nord hat man mal die zuständige Körperschaft für den Ragweg entlang der Landesstraße vergeblich zu ermitteln versucht. Am Ende hat der Bauhof des KIT selbst geflickt
    Wichtig wären auch Querungsmöglichkeiten stark befahrener Straßen wie die L559. Außerörtliche Radwege münden am Ortseingang auch gerne übergangslos in linksseitige Gehwege. Wo und wie der Radfahrer dann wieder auf die Fahrbahn wechselt bleibt ihm überlassen.
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  •   Tonclon
    (1 Beiträge)

    14.12.2017 11:50 Uhr
    Subventionieren von Fahrrädern
    Die Stadt Karlsruhe täte gut daran für alle stätischen Mitarbeiter Fahrräder und eBikes zu subventionieren.
    und Alle Firmen die der Stadt gleich tun z.B. etwas weniger Umsatzsteuer verlangen.
    meines Erachtens wäre dies der schnellste Weg die Bürger zum Umsteigen zu bewegen.
    grüße
    Axel D.
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  •   Christian513
    (1 Beiträge)

    13.12.2017 11:15 Uhr
    Meine Erfahrung.
    Ich fahre das ganze Jahr über bei Wind und Wetter fast täglich 20km Rad und bin so gut wie nie krank. Bitte, gerne.
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  •   Nachteule
    (536 Beiträge)

    13.12.2017 09:38 Uhr
    Ja Wahnsinn - bei mir ist das genau umgekehrt !!!
    "Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat berechnet, dass jeder auf dem Rad zurückgelegte Kilometer durch weniger Lärm, CO2 und Feinstaub 12,5 Cent an Gesundheitskosten spart und somit auch die Lebensqualität steigert." Bei mir ist es umgekehrt. Meine Lebensqualität steigt deutlich, wenn ich bei Regen und Kälte statt mit dem Fahrrad, mit dem Auto fahre. Dabei sinkt auch die Gefahr, dass ich mich erkälte. Somit redzuziert bei mir der Umstieg vom Fahrrad auf das Auto die Gesundheitskosten. Und wie ist das bei euch ???
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  •   Karsten2010
    (147 Beiträge)

    14.12.2017 18:00 Uhr
    Regen und Nässe
    können dann krank machen, wenn man sich dabei nicht bewegt. Mit den richtigen Klamotten - und das müssen keine superteuren Spezialklamotten sein, die man bei Ankunft am Ziel wieder ausziehen muss - macht einem schlechtes Wetter nach kurzer Zeit nicht mehr viel aus. Ausgenommen davon sind lediglich spezielle Wettersituationen wie Starkregen, Gewitter und Glatteis. Inzwischen weiß man eigentlich auch, dass der warme Ofen keineswegs vor Krankheiten schützt, sondern nur die Abhärtung. Und wenn man mit weniger auskommt und dabei Geld einspart, dürfte das der Lebensqualität auch nichts schaden. Oft genug (nicht immer) gilt: Auto ist Ballast und nicht Lebensqualität.
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  •   Denkfehler
    (64 Beiträge)

    14.12.2017 07:20 Uhr
    Bequemlichkeit = Lebensqualität??
    "Meine Lebensqualität steigt deutlich, wenn ich bei Regen und Kälte statt mit dem Fahrrad, mit dem Auto fahre. Dabei sinkt auch die Gefahr, dass ich mich erkälte."

    Irgendwie muss man ja seine Bequemlichkeit und die "zig-Tausend-€uro"-Blechbüchse, die man sich dafür gekauft hat, rechtfertigen. Ich kenne allerdings nur sehr wenig Autofahrer, die bei Fitness, Körpergewicht und Gesundheit gut abschneiden.
    Seit ich auch im Alltag (fast) nur noch das Fahrrad nutze (seit 17 Jahren - in der Freizeit ist es seit gut 40 Jahren mein bevorzugtes Fortbewegungsmittel / Sportgerät), kenne ich richtige Erkältungen oder gar Grippe nur noch aus Erzählungen.
    Was die Lebensqualität weiter erhöht: Keine Tausende €uro mehr pro Jahr in den Tank kippen, keine Parkplatz- oder Stausorgen mehr, keine Geldverschwendung mehr beim Einkaufen (man überlegt deutlich genauer, was man braucht, wenn man es auf dem Fahrrad transportieren muss zwinkern ) - da fängt Lebensqualität an, nicht mit dem Öffnen einer Autotür
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  •   betablocker
    (3674 Beiträge)

    14.12.2017 10:11 Uhr
    Radfahren
    ist veganes Motorradfahren. Also habe ich in meinem Leben da auch schon was geändert. Für die Fahrt zum Bäcker nehm ich jetzt das Motorrad, das stärkt im Winter das Immunsystem und braucht nicht soviel Sprit wie die Turboschleuder. grinsen
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  •   mueck
    (10037 Beiträge)

    13.12.2017 10:32 Uhr
    !
    Erkältung hat nix mit Kälte zu tun, sondern damit, wie gut das Immunsystem ggü. dem Angriff von Virenträgern gewappnet ist, und da hilft ein durch Radfahren gestähltes Immunsystem ungemein! Wer nur ständig hinterm Ofen hockt bzw. klimatisiert Auto fährt, fängt sich beim Händeschütteln mit dem nächsten Virenträger eher eine Erkältung ein.
    Wer aber mit falscher Kleidung nach einer Radtour durchnässt länger rumläuft und dabei auskühlt, hat deswegen ein Risiko, weil dann der Körper mit Heizen statt Immunsystemstärken beschäftigt ist. Wer das vermeidet, wird durch Radeln mit angepasster Kleidung gesünder als ein verwöhnter Autofahrer. Isso, auch wenn's nicht in Dein Weltbild passt ...
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