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Karlsruhe Einige Ziele erreicht: Stadt Karlsruhe wird immer mehr zur Fahrrad-City

Die Stadt Karlsruhe sieht sich als Fahrradstadt auf einem guten Weg. Neben Auszeichnungen - etwa 2011 als "Fahrradfreundliche Stadt" oder dem Vorrücken ins Spitzenfeld beim Fahrradklimatest 2012 des ADFC - belegt die Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten, dass immer mehr Menschen in Karlsruhe aufs Rad steigen. In der nichtöffentlichen Sitzung des Planungsausschusses stellte das Stadtplanungsamt vor, was für das Leitbild "Radverkehr als System" bisher erreicht wurde.

Der Ausschuss bekräftigte unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert, dass der Weg, der 2005 mit dem 20-Punkte-Programm zur Radverkehrsförderung eingeschlagen wurde, mit angepasstem Konzept weitergeführt werden soll.

Fortgeschrieben wurden demnach die messbaren Ziele "Radverkehrsanteil" und "Verkehrssicherheit", so die Stadt in einer Pressemeldung. Da im ersten Fall der für 2012 angestrebte Radverkehrsanteil (21 Prozent) bereits überschritten wurde (Mobilitätsstudie 2012: 25 Prozent), wurde hier die Messlatte bereits im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 (ISEK 2020) auf 30 Prozent hochgelegt.

Kombilösung schränkt Handlungsspielräume ein

Nicht erreicht wurden indes die Ziele bei denUnfallzahlen für den Radverkehr, so die Stadt weiter. Hier erwarte sich der Ausschuss Verbesserungen mit dem in Arbeit befindlichen Verkehrssicherheitskonzept. Neben dem Thema Verkehrssicherheit waren die fehlenden Radabstellanlagen in der ansonsten positiven Beurteilung des Landes in der "Wirkungskontrolle zur Radverkehrsförderung in Baden-Württemberg" bemängelt worden.

Dieser Punkt wird nach städtischen Angaben derzeit in der Verwaltung verstärkt bearbeitet, aufgrund der Baustellen für die Kombilösung seien die Handlungsspielräume jedoch in der Innenstadt momentan eingeschränkt. Rund um den Hauptbahnhof wurde die Zahl der Rad-Parkplätze bereits erhöht, teilt die Stadt mit. Für Durlach solle nun ein Rad-Parkkonzept erarbeitet werden. Wenn in der Innenstadt nach dem Bau der Kombilösung die Oberflächen geschlossen werden, sieht die Stadt nicht nur die Chance für citynahe Radabstellanlagen. Überlegung sei auch, an geeigneten Stellen Radüberdachungen zu berücksichtigen.

Beim weiteren Ausbau der Rad-Infrastruktur müsse generell auf den steigenden Radverkehrsanteil reagiert werden, damit der "Radverkehr mit System" nicht aus dem Tritt gerate. Dies gelte etwa für die Dimensionierung der Hauptstrecken. Auch Radschnellwege für häufig genutzte Verbindungsstrecken sollen ins Netz geknüpft werden. In die Überarbeitung des Radwegenetzes will die Stadt zudem stärker die Höhenstadtteile einbinden, was auch einem Wunsch des Ausschusses entspricht. Ziel sei es, sie nicht nur im Nebennetz zu führen, heißt es weiter.

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  •   ralf
    (3701 Beiträge)

    16.04.2013 23:25 Uhr
    Fahrradfahren auf dem Bordsteinweg...
    ... dürfte deutlich gefährlicher sein. Je nach Frequentierung des Weges ist man die ganze Zeit damit beschäftigt, darauf zu achten, dass man keine blinden bzw. in die Luft guckenden Fußgänger überfährt und dass man von keinem blinden bzw. den Radweg ignorierenden Autofahrer überfahren wird.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    16.04.2013 23:37 Uhr
    Fußgänger
    Deswegen meinte ich ja, die Fußgänger sollten auch darauf achten zwinkern
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  • unbekannt
    (64 Beiträge)

    16.04.2013 15:31 Uhr
    Fahrradanhänger
    Für Anhänger ist es selbst für benutzungspflichtige Radwege meist optional, diese zu benutzten, u.U. sogar untersagt.
    Hupenden Autofahrern winke ich dann gerne auch mal freundlich zu grinsen
    Genauso die "Fahrrad frei" Schilder entgegen der Fahrtrichtung in Einbahnstraßen. Netterweise (oder:zum Schutz meines Kindes) fahre ich mit Anhänger dann meistens doch lieber einen Umweg, anstatt auf mein Recht zu pochen.
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  • unbekannt
    (3882 Beiträge)

    16.04.2013 17:08 Uhr
    du bist der Held
    Des Strasseverkehrs, stuerze nicht beim Winken.
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  •   ObenLang
    (2745 Beiträge)

    16.04.2013 11:45 Uhr
    Ziele erreicht, Erfolgsmodell - is ja wie beim Bullshitbingo
    Karlsruhe ist eine Super Fahrradstadt,weil sie Topfeben ist.
    Das konnten glücklicher Weise selbst alte OBs, Fernverkehrsäpstlein und KVV-Chefs nebst Stadtverplaner nicht kaputt machen!

    Die restliche Planung... na ja... da gibt es genug Wege die die Veantwortlichen ganz offensichtlich nicht benutzen zwinkern

    Ansonsten scheint die Möchtegern-Radlerverknack-Hauptstadt
    die Anzahl der Radler an der Anzahl der Strafzettel zu messen zwinkern
    Oder wars: desto mehr platte Radler, desto mehr muss es geben???
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  •   patrickkk
    (1527 Beiträge)

    16.04.2013 19:20 Uhr
    naja
    an der Kriegstraße haben sies immerhin mit einer Brücke probiert zwinkern.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    16.04.2013 09:06 Uhr
    mein Vorschlag
    für einen baldigen Schritt wäre innerorts die Benutzungspflicht von Radwegen in Gegenrichtung abzuschaffen. Entweder es wird auf der anderen Seite auch ein Radweg eingerichtet oder die Radfahrer fahren dort auf der Fahrbahn mit allen anderen mit.

    Wo das derzeit innerorts wegen der Verkehrssituation zu gefährlich erscheint, gibt es ohnehin ein Problem mit der Verkehrssituation und man entschärft diese besser durch Tempolimit oder verstärkte Kontrollen.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    16.04.2013 12:25 Uhr
    Jetzt
    habe ich glatt das "auf der anderen Seite" übelesen, beim ersten Mal jedenfalls. Der Radfahrer an sich hat bereits jetzt kein Problem damit, als Geisterfahrer auf der KFZ-Fahrbahn zu fahren. Warum legalisiert man das nicht einfach?
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  •   patrickkk
    (1527 Beiträge)

    16.04.2013 12:09 Uhr
    hmm versteh ich nicht ganz
    ich dachte die Radwege wären i.d.R Richtungsgebunden und ganz normal rechtsverkehr. Heisst das ich sollte lieber auf der anderen Straßenseite Geisterfahren? (Ich hab wirklich keine Ahnung, wäre um Aufklärung dankbar!)
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  • unbekannt
    (1401 Beiträge)

    16.04.2013 15:33 Uhr
    linksseitige Radwege
    @patrickkk
    Am besten, du meidest linksseitge Radwege. Dort bist du einem deutlichen höheren Unfallrisiko ausgesetzt, z.B. weil du mit dem Gegenverkehr zusammenstoßen kannst oder weil an Einmündungen nicht immer mit Radfahrern aus der "falschen" Richtung gerechnet wird.

    Leider sind manche linksseitige Radwege benutzungspflichtig - nämlich dann, wenn es nur auf der linken Seite einen Radweg gibt und er mit einem blauen Radwegeschild (StVO-Zeichen 237, 240 oder 241) gekennzeichnet ist. Ohne das blaue Zeichen darf ein linksseitiger Radweg (in dieser Richtung) nicht befahren werden.
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