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Karlsruhe Auf zwei Rädern durch die Stadt: Karlsruhe wird noch fahrradfreundlicher

Karlsruhe ist eine Fahrradstadt, immer mehr Menschen sieht man täglich mit ihrem Zweirad durch die Innenstadt fahren. Aber auch wer von außerhalb in die Stadt fährt sieht sie immer öfters: Fahrradpendler auf dem Weg zu Arbeit. Der Drahtesel ein beliebtes Fortbewegungsmittel, doch auch das braucht einen Stellplatz. Hinter dem Hauptbahnhof gibt es nun eine neue Fahrradstation.

Es ist hell und bunte Leitlinien weisen den Weg durch die neue Fahrradstation hinter dem Hauptbahnhof. Das ehemalige Parkhaus P3 dient nun als Garage für den Drahtesel. 680 Räder finden hier Platz, teilweise sogar in der "zweiten Reihe" - ein Stockwerk über dem Boden. Sogar für Lastenräder oder Fahrräder mit Anhänger gibt es Fahrradständer. Auch E-Bikes können hier aufgeladen werden. Mit der neu eröffneten Fahrradstation Süd stehen damit über 1.000 Stellplätze zur Verfügung. Damit will die Stadt noch attraktiver für Radfahrer werden. 

"Wir wollen von der Autostadt zu einer Fahrradstadt übergehen", sagt Karlsruhes Bürgermeister Michael Obert bei der Eröffnung der Fahrradstation am Montag. Damit das gelingt und die Fächerstadt weiterhin den Titel "Fahrradfreundliche Kommune" tragen darf, muss sie einige Auflagen erfüllen: Weitere überdachte Radabstellanlagen in der Innenstadt, an Schulen und öffentlichen Gebäuden muss angegangen werden, Bike&Ride-Angebote sollen weiter ausgebaut werden und die die Fahrradstation Süd umgesetzt werden. Das sind nur drei der Punkte, doch Letzterer kann nun abgehakt werden. 

Fahrradstation Süd am Hauptbahnhof
Es gibt ebenerdige Stellplätze, aber auch Doppelstockparker, die "ein Stock höher" an die Wand montiert sind. | Bild: Paul Needham

Gerade mal einen Euro kostet die Tageskarte für den überdachten Stellplatz, 8,50 Euro im Monat und wer in eine Jahreskarte investiert, der bekommt die für 75 Euro. Dafür stehen die Räder hier sauber und sicher. Auch Schließfächer für die Regenjacke oder den Akku vom E-Bike können hier angemietet werden. 

Nicht nur Stellplatz, auch Service-Station

Helle Farben, bunt, viel Licht - so präsentiert sich die Garage. "Es soll kein Angstraum sein", sagt Obert bei seiner kurzen Eröffnungsrede. Deswegen wurden auch Videokameras installiert. 620.000 Euro hat der Umbau der ehemaligen Autogarage in die neue, helle Fahrradstation gekostet. "Ein Stellplatz hat unter 1.000 Euro gekostet, damit liegen wir also deutlich unter den Kosten für einen Autostellplatz", so Obert weiter. Der Clou an der neuen Fahrradstation: Hier können nicht nur Räder geparkt werden, sondern das Angebot kann auch um eine Service-Station erweitert werden. 

Das freut auch Ulrich Eilmann vom Fahrradclub ADFC. "Wir hoffen nun, dass auch in der Innenstadt so eine Fahrradstation Realität wird, denn wir sind überzeugt, dass wir dann viele aufs Rad bekommen werden", sagt er im Rahmen der Eröffnung der Fahrradgarage am Bahnhof. "Doch heute ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, um eine noch bessere Fahrradstadt zu werden!" Gerade bei Fahrradstädten wie Amsterdam oder Kopenhagen könne man sich noch viel abschauen. 

Fahrradstation Süd am Hauptbahnhof
Früher war hier Platz für knapp 40 Autos - jetzt für 680 Fahrräder. | Bild: Paul Needham

Volle Auslastung am Hauptbahnhof

Schon die erste Fahrradstation vor dem Hauptbahnhof ist mittlerweile ständig ausgelastet. Es dauert jedoch erfahrungsgemäß ein paar Monate, bis auch die neue Station von den Kunden angenommen wird. Aber vor allem von Fahrradpendlern soll sie genutzt werden, wie schon die Garage vor dem Bahnhof. "Die Leute haben meistens eine Dauerkarte. Sie kommen mit dem Fahrrad hier her und steigen dann vielleicht auf die Bahn um, um ins Umland zu kommen!" Die Karlsruher sind also multimodal unterwegs, nutzen für einen Weg verschiedene Verkehrsmittel. "Das wird die Zukunft der modernen Mobilität: Mehrere Verkehrsmittel nach Bedarf, die wir im Idealfall miteinander teilen!" 

Fahrradstation Süd am Hauptbahnhof
Die Fahrräder stehen hier trocken und sicher. | Bild: Paul Needham

Doch Obert weiß auch, dass für die Mobilität der Zukunft noch einiges getan werden muss: Beispielsweise müssen Fahrradschnellwege und Radrouten durch die Stadt noch weiter ausgebaut werden. Mit der neuen Fahrradstation Süd hinter dem Hauptbahnhof wurde nun jedoch schon ein kleiner Schritt in die richtige Richtung gemacht. 

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Auf dem Sattel durch die Fächerstadt: Die neuesten Fahrradstraßen, die schnellsten City-Routen und viele weiteren Tipps und Tricks rund ums sichere Radeln in Karlsruhe.

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Kommentare (33)
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  •   vielvornichtsdahinter
    (1034 Beiträge)

    25.04.2018 15:18 Uhr
    Obert gängelt Karlsruher Bürger
    Aussage: "Wir wollen von der Autostadt zu einer Fahrradstadt übergehen", sagt Karlsruhes Bürgermeister Michael Obert" Der Bürgerwille sind nicht Fahrräder sondern Parkplätze für Autos. Solche Leute wie Obert gehören politisch entsorgt.
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  •   Jossele
    (15 Beiträge)

    25.04.2018 16:10 Uhr
    Karlsruher Bürger
    @vielvornichtsdahinter: Hey, ich bin auch ein Karlsruher Bürger! Und meinem Willen entsprechen gute Radwege und -abstellmöglichkeiten. Oder sprichst du jedem das Bürgerrecht ab, der nicht deiner Meinung ist?
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  •   andip
    (8948 Beiträge)

    25.04.2018 15:39 Uhr
    Aha
    Weil dein Bürgerwille das Autofahren ist , ist das auch der Wille aller anderen Bürger?
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  •   rosi
    (319 Beiträge)

    25.04.2018 09:58 Uhr
    Kasig-Baustellen
    Die Radverkehrsführung und Beschilderung allenthalben eine Katastrophe (Abwechselnd reine Rda- und Fußwege ausgeschildert, falsche Ampelschaltungen usw.). Die Stadt erklärt sich als nicht zuständig
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  •   Malerdoerfler
    (4419 Beiträge)

    25.04.2018 00:23 Uhr
    Fahrradfreundlich?
    Dann warte ich immer noch darauf, dass Radwege farblich gekennzeichnet werden. Dann fiele so manchem LKW-Fahrer auf, dass es da ja noch jemanden gibt außer ihm.
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  •   kommentar4711
    (1849 Beiträge)

    25.04.2018 12:07 Uhr
    Antwort auf "Fahrradfreundlich?"
    Leider helfen erfahrungsgemäß weder andere Farben noch dicke durchgehende Linien.
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  •   mueck
    (9747 Beiträge)

    25.04.2018 13:52 Uhr
    !
    Genau, mir fallen spontan 'n halbes Dutzend schwerer Unfälle in KA auf ROTEN Radwegen ein ...
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  •   Malerdoerfler
    (4419 Beiträge)

    25.04.2018 00:22 Uhr
    Fahrradfreundlich?
    Dann sollten Fahrradwege etwas breiter sein und in beide Richtungen befahrbar sein (siehe hinter dem Hauptbahnhof - welch ein Schwachsinn!)
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  •   kommentar4711
    (1849 Beiträge)

    25.04.2018 07:55 Uhr
    Hinter den Hauptbahnhof...
    ... gibt es in beide Richtungen ausreichend Platz. Solange man sich an die StVO hält und den für seine Fahrtrichtung vorgesehenen Weg nutzt. Immerhin hat man die Ampelphasen an der Kreuzung Schwarzwaldstr. / Ettlinger Str. vor einer Weile so angepasst, dass man von Rüppur kommend, wenn man an der ersten Ampel gewartet hat, in Richtung Schwarzwaldstraße durchfahren kann ohne auf der Mittelinsel noch mal warten zu müssen.
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  •   mueck
    (9747 Beiträge)

    25.04.2018 13:57 Uhr
    !
    Die Breiten sind dort, auch unter Berücksichtigung div. Einbauten, nicht ausreichend für bspw. mein Lieblingsrad, ist mir aber ganz recht, weil die Ein-/Ausfahrt zum Parkplatz saugefährlich ist.
    Geisterradelei ist noch gefährlicher, gibt genug Statistiken darüber ...
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