Eine kunstvoll gestaltete Lichtinstallation von Studierenden des KIT, die den gesamten Raum anders wirken lässt, haben Bürgermeister Michael Obert und die Leiterin des Stadtplanungsamts, Anke Karmann-Woessner, am späten Donnerstagabend, 16. Juli, mit Vertretern des Planungsausschusses und der Jury offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Das geht aus einer Pressemeldung der Stadt Karlsruhe hervor.

Obert dankte allen Beteiligten, "die in sehr guter Zusammenarbeit dazu beigetragen haben, die Idee anzustoßen, auszuwählen, zu unterstützen, und umzusetzen". Professor Jürgen Schröder von der Kunstkommission lobte das Erscheinungsbild der östlichen Betonwand, die durch die Demontage der Eternitplatten jetzt erst richtig wirke. Da der Raum von seiner Lichtqualität lebt, wäre es schön, wenn die recht helle Beleuchtung der Bahnüberführung für den Zeitraum der prämierten Installation etwas gedrosselt werden könnte, war ein Anliegen. Die Dunkelheit brachte das Werk dann doch gut zur Geltung.

Es fußt auf einer einstimmigen Entscheidung des Planungsausschusses im Juli 2012 und einem zwei Jahre später mit Blickrichtung auf den 300. Stadtgeburtstag erfolgten künstlerischen Ideenwettbewerb. Studierende der Karlsruher Hochschulen waren aufgerufen, Entwürfe zu verfassen. Die aus Vertretern von Stadtplanungs-, Kultur- und Tiefbauamt, der Stadtwerke, der Gemeinderatsfraktionen und des Badischen Kunstvereins zusammengesetzte Jury vergab den ersten Preis an Valentina Gómez, Gaststudentin aus Chile, die beim Festakt per Skype aus der Heimat zugeschaltet wurde, und an Alexander Wörn von der Architektur-Fakultät des KIT, betreut von der Künstlerin Stefanie Lampert am Fachgebiet Bildende Kunst.

Ihre inzwischen durch die Architekten respektive Künstler, Stadtwerke, Stadtplanungsamt und den beratenden Lichtplaner Dietmar Lorenz über Leuchtobjekte in Metall mit innenliegendem, farbigem LED-Lichtband in Kombination mit farblich abgestimmten LED-Strahlern realisierte Arbeit gliedert den Fußgänger- und Radfahrerbereich der Bahnüberführung in leuchtende Raumsequenzen, die eine fröhliche Willkommensgeste entfalten. Das Stadtgeburtstagslogo wird als dreidimensionaler Lichtraum und Einladung zum Mitfeiern inszeniert. Zuvor waren, bei Unterstützung von Seiten der Deutschen Bahn, die Wände gereinigt und von der maroden Verkleidung befreit worden, auch willigte die Firma Stroeer einer Demontage ihrer Werbetafeln bis Oktober ein.

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