In den Haushalten verschwindet das Abwasser im Ablauf und gelangt über die Kanalisation irgendwann in die Karlsruher Kläranlage, die westlich von Neureut liegt. In drei Verfahrensschritten werden zuerst grobe Inhaltsstoffe sowie Sand und Fett entfernt, die organische Belastungen abgebaut und schließlich die Stickstoffe und Phosphor eliminiert.

Nun wird an einer vierten Stufe gearbeitet: In der Adsorptionsstufe sollen nun auch sogenannte Spurstoffe entfernt werden. Am Freitag wurde für die neue Millionen-Baustelle der Spatenstich gefeiert. Damit wolle man einen großen und nachhaltigen Beitrag zum Gewässerschutz leisten.

v.l.: Jörg Alda, Martin Maurer, Martin Kissel, Daniel Fluhrer, Markus Schüller, Marcia Corres, Albrecht Dörr und Sascha Reinhart. | Bild: Tim Carmele

Die neue Stufe ist in zwei Straßen aufgeteilt. Jede Straße beinhaltet jeweils drei Kontaktbecken mit etwa 1.870 Kunikmetern Inhalt. Hier werden dem biologisch gereinigten Abwasser Pulver-Aktivkohle beigemengt, sodass die im Abwasser noch gelösten Spurstoffe gebunden werden. In einem anschließenden Becken wird die Aktivkohle wieder vom Wasser getrennt. Die Aktivkohle wird anschließend mit dem Klärschlamm verbrannt.

 

Video: Florian Kaute

Die Investitionskosten für die Adsoprtionsstufe kostet die Stadt rund 32 Millionen Euro an. 20 Prozent der Kosten werden vom Land bezuschusst.

Das könnte Sie auch interessieren

Die im Video angegeben 23 Millionen Euro Investitionskosten hat die Stadt Karlsruhe im Nachhinein korrigiert. Es sind 32 Millionen Euro - in der Pressemeldung lag ein Zahlendreher vor.