Besonders von Methicillin-resistenten Staphylokokken (MRSA) gehe in den vergangenen Jahren eine zunehmende Gefahr aus. Obwohl diese Bakterien bei den meisten Menschen in der Regel keinen Schaden verursachen, besteht bei einem geschwächten Immunsystem oder wenn die Keime in die Blutbahn gelangen eine starke Infektionsgefahr, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann.

Strengste Hygienemaßnahmen stoppen Verbreitung

Die Rechbergklinik hat jetzt ein Konzept entwickelt, mit dem man die Verbreitung von MRSA verhindern kann: "Ziel ist es, Patienten mit MSRA zu erkennen, die Übertragung auf andere Patienten oder Mitarbeiter zu verhindern", erklärt Sylvia Seelhof, Hygienefachkraft der Klinik. Deshalb werden strenge Schutzmaßnahmen ergriffen, sollten MRSA bei einem Patienten festgestellt werden. Mitarbeiter, die betroffene Patienten pflegen, müssen beispielsweise immer einen Schutzkittel, Mund-Nasen-Schutz, sowie Einmalhandschuhe tragen und ihre Hände nach jedem Kontakt zusätzlich desinfizieren. Auch die medizinischen Geräte werden desinfiziert, Wäsche und Abfälle speziell verpackt und entsorgt. Natürlich kann trotz der strengen Sicherheitsmaßnahmen nicht jede Übertragung verhindert werden. Sollte der Keim bei einem Mitarbeiter festgestellt werden, wird er nicht mehr "am Patienten" eingesetzt, bis er erfolgreich behandelt wurde. Gefährlich ist das wegen rechtzeitiger Erkennung nicht.

Dank dem energischen Kampf der Klinikmitarbeiter konnten bereits zahlreiche kleinere Erfolge gefeiert werden. Sollte die Verbreitung dieser spezialisierten Erreger nicht erfolgreich bekämpft werden, könnte das in Zukunft dazu führen, dass bestimmte Antibiotika ihre Wirkung komplett verlieren.