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Düsseldorf EnBW-Chef: Deutschland muss Energiewende-Tempo verdreifachen

Kurz vor der Bundestagswahl hat der Versorger EnBW einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energie zur Erreichung der Klimaziele gefordert. Wenn man in Deutschland den nötigen Zubau von Windturbinen an Land und auf See sowie von Solaranlagen schaffen wolle, müsse man das Tempo mindestens verdreifachen, sagte EnBW-Chef Frank Mastiaux dem "Handelsblatt" in einem am Montag veröffentlichten Interview.

In den vergangenen Jahren habe man deutlich hinter dem nötigen Ausbau zurückgelegen, kritisierte der Manager. "Wir haben also bis 2030 de facto nun neun Jahre Zeit, um einen jetzt schon erheblichen Rückstand aufzuholen." Das gelinge nur mit effizienteren Genehmigungsverfahren, mehr Flächen für Windkraft an Land und verlässlichen Rahmenbedingungen für Planung und Bau erneuerbarer Anlagen insgesamt.

Neue Ziele für den Klimaschutz braucht die neue Bundesregierung nach Einschätzung des EnBW-Chefs nicht. "Wir wissen relativ genau, wie viel Wind- und Solarenergie es braucht, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen." Die Herausforderung sei, Maßnahmen verbindlich und konsequent umzusetzen.

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Kommentare (1)
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  •   tom1966
    (1570 Beiträge)

    22.09.2021 13:08 Uhr
    Es ist doch egal,
    welche Form der Energieerzeugung geplant ist, irgendwem passt es nicht! Die einen wollen keine Windräder in der Nachbarschaft, die anderen keine Geothermiebohrungen, Kern-, Öl-, Gas- und Kohleenergie sind sowieso zu verteufeln, da sie Abfallstoffe haben. Die Auswahl wird immer kleiner.
    Das einzige, wogegen nicht protestiert wird, sind die Solaranlagen auf den Dächern. Ob die aber ausreichen, den Strombedarf zu decken, wage ich zu bezweifeln.

    Die Verkehrs- und die Energiewende, also die Abkehr von den fosilen Brennstoffen, bedeuten, dass ein deutlich erhöhter Strombedarf ensteht, und der Strom muss irgendwo herkommen und auch verteilt werden. Viele Stromnetze sind nicht dafür ausgelegt, dass alle Häuser einspeisen können.

    Die Energiewende bedeutet auch, dass nicht mehr (relativ) wenige große, effektive Kraftwerke den Strom erzeugen (und nebenbei auch noch Wärmeenergie in Form von Fernwärme liefern), sondern dass es viele kleine Stromquellen gibt, die alle gewartet werden müssen.
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