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Karlsruhe Jogis Jungs in den Startlöchern: "Zufrieden mit unserer EM-Gruppe"

Deutschlands Bundestrainer Joachim Löw redet nicht drum herum: "Wir wollen Europameister werden!" Die Begründung? "Wer Weltmeister ist, der will auch der Beste in Europa sein." Der 56-Jährige will mit aller Macht den vierten EM-Titel für Deutschland gewinnen. Dass dies gelingt, daran glauben laut "Kicker"-Umfrage weit über 30 Prozent aller Deutschen. ka-news hat die deutsche Elf unter die Lupe genommen.

Bundestrainer Joachim Löw weiß: Die Konkurrenz ist groß. Gastgeber Frankreich gilt als heißer Titelanwärter. Auch Deutschlands Angstgegner Italien und die Spanier wollen bei der Titelvergabe mächtig mitreden. Ob dies auch dem "Geheimfavorit" Belgien - immerhin der Weltranglisten-Erste - gelingt?

Ein-Mann-Teams wie Portugal oder auch Schweden haben wohl nicht einmal Außenseiterchancen - egal ob bei Portugal Weltfußballer Cristiano Ronaldo auf Torjagd geht, oder in der schwedischen Elf Weltklassestürmer Zlatan Ibrahimovic zaubert. Deutschland setzt nicht auf einen Superstar - der Star ist die Mannschaft. Und die ist gespickt mit Weltstars. Rund ein halbes Dutzend deutscher Akteure sind absolute Topstars. "Wir wollen als Kollektiv überzeugen", sagt der Bundestrainer.

Welches Potential haben Jogis Jungs?

Manuel Neuer ist die unumstrittene Nummer eins aller Torhüter der Welt. Jerome Boateng agiert konstant auf Weltniveau. Der einstige "Bruder Leichtfuß" wurde zum Vorbild in Sachen Zuverlässigkeit. Toni Kroos schafft es auf jeder Position im Mittelfeld überragende Aktionen zu kreieren. Seine Schusstechnik ist sensationell. Auch daher hat der Mann von Real Madrid eine Aufstellungsgarantie.

Thomas Müller ackert und rackert - und trifft und trifft. Der Bayern-Profi ist zwar erst 26 Jahre alt, hat aber schon rund 70 Länderspiele absolviert und traf in fast jeder zweiten Partie ins gegnerische Netz. Eine blendende Bilanz des Bayern, der "unbedingt Europameister werden will." Auch Toptechniker Mesut Özil zeigte beim FC Arsenal viele Monate tolle Leistungen, glänzte als genialer Vorbereiter.

Ein Fragezeichen steht hinter Kapitän Bastian Schweinsteiger. Der kämpft seit Monaten um eine konstant gute Form. Allerdings ist "Schweini" einer der emotionalen Leader im Team und daher schier unersetzlich.

"Lewy, halt dich zurück gegen uns"

Nicht nur für Schweinsteiger war das Jahr 2015 wenig ruhmreich. Die DFB-Auswahl kassierte Niederlagen, enttäuschte immer wieder. Es wurde deutlich: Noch etliche Baustellen müssen geschlossen werden. Mittelfeldmann Sami Khedira mahnte: "Wir müssen wieder besser werden, müssen wieder als Einheit auftreten, sonst haben wir keine Chance, in Frankreich den Titel zu holen."

Die Problemzonen? Bei den Außenverteidigern ist das Angebot rechts wie links überschaubar. Auch zentrale Stürmer sind Mangelware. Eines hatten die Deutschen wieder einmal: Losglück. Die Gruppengegner des viermaligen WM-Champions sind allesamt schlagbar. Egal ob die Ukraine, Polen oder auch Nordirland - es sind lösbare Aufgaben. "Wir sind der Favorit dieser Gruppe. Diese Rolle nehmen wir an, das ist unser Anspruch", sagt Löw selbstbewusst.

Das sieht auch der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus so: "Bei dem Losglück können sich die deutschen Fans schon mal auf die zweite Runde einstellen." Weltmeister Müller nahm es mit Humor, dass er im zweiten Gruppenspiel auf Bayern-Kollegen Robert Lewandowski trifft. "Lewy, halt dich zurück gegen uns", empfahl er Polens Kapitän und Torjäger scherzhaft. Insgesamt ist Müller "zufrieden mit unserer EM-Gruppe."

Rückkehr nach dem Terroranschlag in Paris

Über Gegner Nummer drei in der Gruppenphase, die Nordiren, freut sich einer ganz besonders Manager Oliver Bierhoff. Für den waren die Nordiren der absolute Wunschgegner. Warum? "Mit den Nordiren habe ich beste Erfahrungen. Wir haben in meiner Zeit fast immer gegen die Nordiren gewonnen, und ich habe da mal einen Hattrick geschossen, in wenigen Minuten."

Bierhoff wird nachdenklich, wegen des Terroranschlages in Paris 2015, als die Deutschen dort ein Länderspiel austrugen. "Man denkt nach, was da passiert ist. Vielleicht ist es nach den Erlebnissen vom 13. November auch gut, dass wir schon in der Gruppenphase nach Paris und dazu noch ins Stade de France zurückkehren." So könne man das Trauma schneller verarbeiten.

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  •   Vector
    (808 Beiträge)

    06.06.2016 01:12 Uhr
    Und auf
    wen wir am meisten verzichten können sind Trainer wie du. Unerträglich.
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  •   Vector
    (808 Beiträge)

    06.06.2016 13:23 Uhr
    Du kannst
    nicht eine Sekunde mal mit deinem Gebabbel aufhören, oder?

    Zum Thema wär zu sagen: Ich bin recht zuversichtlich, dass die Jungs das schaffen. Von Lewandowski geht Gefahr aus, aber trotzdem sollte man die Gruppenphase ohne Gegentor überstehen. Und dann sauber spielen, dann stellt sich auch das Quäntchen Glück ein.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (181 Beiträge)

    06.06.2016 16:22 Uhr
    grummel...
    sie machen auch jeden dumm an hier, oder? warum babbel ich? weil ich für ungarn bin? weil die ungarn eine starke mauer haben? gehen sie bitte weiter damenfahrräder verschenken.
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    05.06.2016 20:45 Uhr
    Ich frage mich aber
    Wie reagiert die ANTIFA wenn wieder Tausende von Fußball-Nationalisten
    mit deutschen Fahnen und schwarz-Rot -Gold angemalt " Deutschland schreiend durch die Strassen ziehen ?
    Gibt es eine Gegendemo ?
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  •   kscgrufti
    (3735 Beiträge)

    05.06.2016 19:35 Uhr
    Stimmt
    der Gauland kickt mir auch zu schlecht.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (181 Beiträge)

    05.06.2016 19:09 Uhr
    EM 2016...diesmal für Ungarn
    Ich kann auf "die Mannschaft" verzichten. Ich schau lieber einer Nationalmannschaft mit Stolz zu. Ausserdem hat Ungarn eine Mauer, da kommt man nur schwer durch.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12814 Beiträge)

    05.06.2016 16:28 Uhr
    oh, Herr Putzing: nichts zum Thema "Luftzweikampfverhalten"?
    hat der Bundesjogi etwa vergessen Herrn Gulde mitzunehmen?

    grinsen
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