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Karlsruhe Barrierefreiheit in Karlsruhe: Beirat kritisiert Sparkurs der Stadt

Karlsruhe will die Leistungen beim Beförderungsdienst für Menschen mit Behinderungen reduzieren. Das haben die Stadträte bei der Sitzung zum Doppelhaushalt am Dienstag beschlossen. In einer Pressemitteilung zeigt sich der Beirat für Menschen mit Behinderung enttäuscht über diese Entscheidung.

Der Beirat für Menschen mit Behinderungen hatte im Rahmen der Haushaltsberatungen immer wieder die Beibehaltung der  200 Fahrten für Menschen mit Behinderungen gefordert. Man habe im Vorfeld Gespräche mit den Fraktionen geführt und Gründe für die Beibehaltung dargelegt.

"Auch auf die aktuelle Baustellensituation in Karlsruhe, die für Menschen mit Einschränkungen eine sehr große Belastung darstellt, wurde immer wieder hingewiesen", so der Beirat in seiner Pressemeldung. Und umso größer sei nun die Enttäuschung, dass für künftige Einsparungen von möglichen 42.500 Euro pro Jahr, der Freiraum für einen kleinen Kreis von Menschen auf 144 Fahrten weiter eingeschränkt werde.

"Hier den Rotstift anzusetzen, kann man nicht verstehen. Es  geht hier nicht um ein Freizeitvergnügen – hier geht es um das individuelle Grundrecht am Leben teilzunehmen", kritisiert der Beirat.

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Karlsruher Doppelhaushalt 2019/20: Schulden, Finanzen, Investitionen: Alles über den Karlsruher Doppelhaushalt 2019/20. ka-news ist wie immer live vor Ort und berichtet von den Gemeinderatssitzungen.
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  •   schwierige_Mutter
    (5 Beiträge)

    16.11.2016 13:51 Uhr
    Frau Rastätter hat am 18.10 eine PM rausgegeben
    Jetzt muß der OB ja bald sehen, das er wieder gewählt wird und auch der Herr Sozialdezernent muß jetzt sehen, dass er wiedergewählt wird. Wahrscheinlich sind wir jetzt bald mit einer Marketingkampagne konfrontiert. "alle inklusive". Die geldgierige Wohlfahrt macht da sicher gerne mit und der Behinderten Beirat darf mit den strahlenden Politikern auf die Fotos. Ich habe echt tolle Ideen, z.B. jemand im Rollstuhl im Regen auf der Straße. Titel: "Ich bin nicht aus Zucker. Ich bin aus Karlsruhe." oder vielleicht so ein süßes Kind mit Down Syndrom. "Ich darf leben. Mich hat meine Mama nicht abgetrieben, die hat dem OB im letzten Wahlkampf zugehört. Jetzt wartet sie aber immer noch drauf, dass er zuhört, verbindet und gestaltet.
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  •   LuLu
    (65 Beiträge)

    16.11.2016 13:13 Uhr
    Freifahtten
    Diese ganzen Freifahrten sind sowieso ne Mogelpackung. Die Stadt zahlt pro Fahrt 18 Euro. Egal wie weit die Strfecke ist. Muss man die Fahrt selber zahlen, verlangt z.B der Platzhirsch-Rollstuhlfahrdienst alleine 18 Euro Gebühr für den Wagen und bsp. nochmal ca. 45 Euro Kilometergeld (Strecke Innenstadt - Grötzingen)! Deswegen sind oftmals die gewünschten Fahrten "zufällig" nicht frei, weil die Selbstzahler natürlich LUKRATIVER sind!
    Die Menschen mit Behinderungen, die auf solche Fahrdienste anfewiesen sind, sind also doppelt gestraft!
    Inkusion? Aber nur so weit die eigenen Beine tragen!!!

    P.S.Diese Infos habe ich von einem Insider
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  •   schwierige_Mutter
    (5 Beiträge)

    16.11.2016 13:27 Uhr
    Nicht rechtskonformes Verwaltungshandeln
    Ich kenne auch viele Insider, die mit nicht rechtskonformen Verwaltungshandeln in KA konfrontiert sind und dann bemerke ich auch noch einen guter kumpelhaftem Umgang der Verwaltung mit denen, die die Monopole für die Versorgung durch Leistungsvereinbarungen erhalten, Das schränkt die Entwicklung in Karlsruhe schon sehr ein. Es ist auch eine Benachteiligung von Anbietern von Leistungen, wenn diesen keine Leistungsvereinbarung gegeben wird. Die müssen dann auch Klagen. So schafft man ein schönes geschlossenes System, in dem die Nachfrage "leicht" geregelt werden kann und die Qualität immer "toll" ist.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1273 Beiträge)

    16.11.2016 12:12 Uhr
    Menschen mit Behinderung,
    setzen bei Menschen mit Behinderungen den Rotstift an.
    Schau, schau.
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  •   jetzt.lass.mal.wieder.gut.sein
    (146 Beiträge)

    16.11.2016 09:10 Uhr
    Mit den Schwachen der Gesellschaft kann man es ja machen...
    Warum geht es anderswo?
    "Recherchen von FAKT ergeben, dass Taxifahrten für Flüchtlinge bundesweit Usus sind. Beispiel Düsseldorf. Hier sind es in der Spitze bis zu 20 Flüchtlings-Fahrten täglich:

    .. wir leben zwar davon, aber es ist schon eine Verschwendung von Steuergeldern und gerade diese Einrichtung, die wir hier haben, auf der Roßstraße, die fahren zum Krankenhaus, das sind keine zwei Kilometer und da fährt direkt ein Bus, von der Haustür von der Einrichtung bis zu diesem Krankenhaus, wo die da hinfahren.
    Bernd Grubert, Vorstand Taxizentrale Düsseldorf FAKT | 01.03.2016"

    Unnötige Taxifahrten – Steuerverschwendung durch Behörden
    http://www.mdr.de/fakt/taxis-100.html
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  •   schwierige_Mutter
    (5 Beiträge)

    16.11.2016 09:20 Uhr
    Das ist nicht gut
    Ich finde es nicht gut Menschen mit Behinderung gegen Flüchtlinge aufzuwiegeln, Das spaltet die Gesellschaft. Alle Menschen sollten gleiche Rechte haben. Wir brauchen Solidarität und Chancengleichheit. Keinen Haß und Neid!
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  •   schwierige_Mutter
    (5 Beiträge)

    16.11.2016 09:07 Uhr
    Das ist eine wirkürliche Regelung
    Mit Ratifizierung der UN-BRK haben Menschen in Deutschland ein Recht auf INKLUSION. Zusätzlich gilt im Sozialrecht der Bedarfsdeckungsgrundsatz. Die Regelung mit den Fahrten ist genauso willkürlich, wie die Regelung der Kostensätze für pädagogische und begleitende Hilfen, z.B. im Kindergarten über ca. 850 Euro. Da wurde auch ein Erhöhung abgelehnt.
    Jeder hat aber ein Recht, dass sein Bedarf erfasst wird. Man muss die Bedarfsdeckung dann einklagen, bekommt dann die Leistungen und ist aber sozial geächtet.
    Das ist die eigentliche Sauerei, da wird ein Recht vor dem Recht geschafften und Menschen mit Behinderung und ihre Familien haben oft weder die finanziellen Möglichkeiten noch die Nerven, ihr Recht durchzusetzen. Die Stadt spart Geld und wenn nicht, dann ist man `ne reiche Zicke und kommt nicht mit der Behinderung des Kindes klar.
    Eigentlich wäre es Sache der Behindertenbeauftragten, aber die trinkt wahrscheinlich gerade mit dem OB und dem Sozialdezernenten Kaffee.
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  •   silberahorn
    (10662 Beiträge)

    16.11.2016 06:42 Uhr
    Lieber Beirat
    für Behinderte in Karlsruhe,

    zwar bin ich nicht in dem Sinne mobilitätseingeschränkt, dass ich Räder oder Hilfsmittel bräuchte, aber es ist unglaublich, was in meinem Fall vorgefallen ist.

    Behindert zu sein bedeutet in dieser Stadt eindeutig, dass man in einer Weise an den Rand gedrängt wird, aus der ständig wieder die seltsame Überheblichkeit der Verantwortlichen erkennbar wird.
    Von Seiten der Stadt Karlsruhe scheint man noch nicht einmal eine kleine Ahnung davon zu haben, wie das mit den Einstufungen durch Amtsärzte gehandhabt wird.

    Ich wusste zehn Jahre nicht, was für ungeheuerliche Fehler in dem Gutachten eines Amtsarztes vom Landratsamt standen, der mich nicht einmal gesehen hatte. Das Niveau dieses Gutachtens ist erschreckend. Es hätte aber früher auffallen können und sogar müssen - es sei denn man gerät eben mehrfach an Leute, die außer "sie sinn net die oinzigscht" nichts wissen.
    Ich halte den Dezernenten aufgrund seiner eigenen Antworten für unfähig.
    LG silberahorn
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  •   Gast68
    (854 Beiträge)

    16.11.2016 10:27 Uhr
    Leider,
    ist Ihrer Schilderung nicht mehr viel hinzuzufügen außer das Sie hier nicht alleine stehen.
    Wer krank ist und dann auch noch um Grade, Merkzeichen etc. kämpfen muß um zu seinem Recht zu kommen ist zu bedauern. Hilfe oder gar gesunder Menschenverstand ist auf Ämtern nicht zu finden.
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  •   todi01
    (1164 Beiträge)

    16.11.2016 05:41 Uhr
    Hauptsache,
    die Stadträte können weiter kostenlos das Parkhaus nutzen. An diese Entscheidung werde ich mich übrigens bei der nächsten Kommunalwahl genau erinnern. Niemand, der gestern dafür die Hand gehoben hat, wird von mir auch nur eine Stimme bekommen.
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