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Karlsruhe Einzelhandel vs. Onlinehandel: Wo kaufen Sie?

Kaufen Sie alles online? Oder gehen Sie noch in den Laden? Immer mehr Menschen bestellen im Netz. Das ist schnell und bequem. Der Online-Handel wächst unaufhörlich. Einzelhändler befürchten das Schlimmste. Doch sie dürfen das Internet nicht verteufeln, sondern müssen es sich zu Nutzen machen und als Chance begreifen!

Laut Schätzungen von Handelsverbänden stieg das Umsatzwachstum im Online-Handel allein im vergangenen Jahr in Deutschland um 17 Prozent. Doch was bedeutet das für die Geschäfte in der Innenstadt? Vielen Einzelhändlern wird angesichts dieser Zahlen Angst und Bange. Sie fürchten die Konkurrenz aus dem Internet!

Doch ist der Online-Handel wirklich der Totengräber der lokalen Geschäfte? "Der Online-Handel ist nicht Auslöser für Probleme des stationären Handels", erklärte kürzlich Beate Hollbach-Grömig vom Deutschen Institut für Urbanistik Berlin (DIFU), im Wirtschaftsförderungsausschuss.

Natürlich stellt der Online-Handel die Ladeninhaber vor Herausforderungen. Doch sie werden sich damit abfinden müssen. Denn der Online-Handel wird sicherlich nicht verschwinden - im Gegenteil er wird deutlich zunehmen. Das Verteufeln bringt daher gar nichts. Händler sollten das Internet vielmehr als Chance begreifen anstatt zu klagen.Das Internet eröffnet ganz neue Möglichkeiten und Chancen für lokale Einzelhändler. Sie können ihre Waren anbieten, informieren und so viel mehr potentielle Kunden erreichen. Sie können mithilfe des Internets ganz neue Vertriebswege erschließen, ihre Ware online verkaufen.

Zudem müssen die Geschäfte ihre Vorteile selbstbewusst herausstreichen: Die stationären Läden können mit Atmosphäre und Beratung punkten. Hier kann man Ausprobieren und Anfassen. Die Ladeninhaber müssen Shopping als Erlebnis verkaufen! Und dazu müssen sie sich auch stärker mit dem Internet vernetzen und die digitalen Verkaufskanäle nutzen. Das eine darf das andere nicht ausschließen - nur so kann der stationäre Handel auf Dauer bestehen.

Das Internet nicht als Feind, sondern als Verbündeten sehen. Wie das geht erklärt Stephan Sperling von der Agentur Netzstrategen im ka-news-Interview.

Der Einzelhandel und die Online-Herausforderung sind auch Thema der neuen Veranstaltung #digiTALK. Beim 1. Karlsruher #digiTALK am Mittwoch, 10. Juni, um 19 Uhr in der Karlshochschule (Karlstraße 36 - 38) dreht sich alles rund um unser zukünftiges Konsumverhalten und die Konsequenzen für den Einzelhandel. Der Veranstaltungsauftakt steht unter dem Motto "Total geliefert - Wie die Digitalisierung unser Konsumverhalten verändert!" #digiTALK ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH, der Karlshochschule, ka-news und weiteren Akteuren aus Karlsruhe.

Wie können lokale Einzelhändler konkret auf diese Entwicklung reagieren? Ist Online-Handel eine Chance oder Bedrohung für den stationären Handel? Drei Referenten erläutern unter dem Motto "Total geliefert - Wie die Digitalisierung unser Konsumverhalten verändert!"ihre Geschäftsmodelle als Antwort auf das geänderte Kaufverhalten in Zeiten von Digitalisierung und laden zur anschließenden Diskussion ein. Diskutiert Sie mit Händlern und Online-Experten beim 1. Karlsruher #digiTALK!

So können Sie mitmachen:

Auch Sie haben Fragen zum Thema Liefergesellschaft, Online-Handel, Digitalisierung und Konsumverhalten? Dann schreiben Sie Ihre Frage oder Anmerkung einfach als Kommentar unter diesen Artikel. Wir werden ausgewählte Frage und Aspekte beim #digiTALK in der Diskussion aufgreifen und den anwesenden Referenten stellen.

Kostenlos registrieren können Sie sich bereits jetzt unter: http://ow.ly/NHZO5

Weitere Infos und das ausführliche Programm gibt's unterdigitalk-karlsruhe.de

Hier geht's zur#digiTALK Veranstaltung bei Facebook!

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#digiTALK Karlsruhe: Plattform für digitale Gesellschaft und Netzkultur:


Der #digiTALK verbindet Talk die analoge und digitale Welt, indem er einen neutralen "dritten Ort" schafft, in dem sich die Akteure der digitalen Welt vernetzen können und gemeinsam aktuelle und relevante gesellschaftliche Themen diskutieren. Mit einem umfassenden Ansatz thematisiert #digiTALK das Digitale als neue soziale Sphäre und fragt nach den Auswirkungen der Digitalisierung auf die verschiedenen Bereiche unseres Lebens.

Die Themen sind bewusst kontrovers und teils provokant und verstehen sich als spezifischer Karlsruher Beitrag zu aktuellen Debatten und Themen wie "Liefergesellschaft", "Smart Data", "E-Government und Open Data", "Sharing Economy", "Gründerkultur" oder "Digitales Wissen".
Sie wollen als Referent mitwirken? > Speaker-Bewerbung hier! <

#digiTALK ist der digitale Stammtisch der Stadt. Die Veranstaltung ist keine reine Expertenveranstaltung, sondern ein offener Raum mit einem niederschwelligem Angebot für alle, die sich in Karlsruhe über Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Lebenswelt austauschen wollen.

#digiTALK ist diskursorientiert. Ziel ist nicht die Präsentation von Produkten oder unkritischen Positionen, sondern die spannungsreiche Konfrontation von widersprüchlichen Perspektiven auf ein gemeinsames Thema. Dabei treffen Speaker aus Karlsruher Unternehmen, Startups, Forschungseinrichtungen, Vereinen oder Kultureinrichtungen auf den Blick von außen.

Der nächste Talk findet am Dienstag, 2. Juli, in der Karlshochschule, Karlstraße 36-38, statt. Der Eintritt ist frei.

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Kommentare (27)
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  •   todi01
    (1091 Beiträge)

    08.06.2015 17:27 Uhr
    KAmbiente?
    Was ist eigentlich aus diesem mit öffentlichen Geldern geförderten "Einkaufserlebnis"-Event geworden? Bei einem durchschlagenden Erfolg hätte man doch sicher noch eine jubelnde Pressemitteilung hinterhergeschoben, stattdessen nur Schweigen im Walde.
    Die Frage erstreckt sich auch auf die anderen Projekte, die aus dem "Innenstadt-Fonds" gefördert wurden. Hat da mal jemand was von gehört?
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  •   auchmalsenfdazu
    (3165 Beiträge)

    08.06.2015 15:33 Uhr
    Alles online !
    außer Lebensmitteln und ab und zu n paar Schuhe, die ich aber inzwischen auch lieber online kaufe, da die Auswahl größer ist, bzw. ich nicht 15 Läden abklappern muss, bevor ich eine bestimmte Schuhmarke die ich haben möchte, gefunden habe.

    Die Preisunterschiede sind manchmal exorbitant. Meine letzte Kamera z.B. habe ich beim ausländischen Onlinehändler für über 40% günstiger bekommen, als wenn ich den günstigsten Händler in KA-City vorgezogen hätte. Da könnte auch ne Stripperin oder sonst ein Event beim stationären Handel mich nicht dazu bewegen, da zu kaufen, wenn es um hunderte Euro an Preisersparnis geht.
    Die Garantie läuft zumeist eh nur noch über die Hersteller, das wäre also auch kein Argument für den stationären Handel.

    Im Gegenteil, solange es im Onlinehandel ein Rückgaberecht gibt, welches im stationären Handel nicht vorhanden ist, wird das dem Onlinehandel immer in die Karten spielen.
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  •   andip
    (9647 Beiträge)

    08.06.2015 16:04 Uhr
    Bei Einkäufen
    Im Ausland,auch online,fällt aber eigentlich Zoll an,der schnell einen Preisvorteil wieder auffrisst.
    Bei Garantiefragen hat man beim stationären Handel immer gleich einen Ansprechpartner,an dem man sich halten kann.Beim Onlinehandel dagegen will im Fall eine Falles keiner zuständig sein.
    Ein Rückgaberecht,nur weil es einem nicht gefällt,gibt es auch im Onlinehandel nicht.genauso wie im stationären. Aber die meisten machen es aus Kulanzgründen,um den Kunden nicht zu verjagen. Und das nutzen viele schamlos aus,bestellen was,benutzen es einmal und geben es dann wieder zurück.
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  •   auchmalsenfdazu
    (3165 Beiträge)

    08.06.2015 16:21 Uhr
    Der
    Warenverkehr innerhalb der EU ist grundsätzlich zollfrei. (Ich hatte in England bestellt) Außerhalb der EU sieht es natürlich anders aus.

    Und bei der Rücknahme auf Kulanz liegst du leider auch falsch. Alles was aus einem Fernabsatzgeschäft stammt, muss zurückgenommen werden. Und das nicht aus Kulanz, sondern weil es gesetzlich so geregelt ist. Auch bei Nichtgefallen.

    Benutzen und zurückschicken ist natürlich asozial, da stimme ich dir zu.

    Beim Onlinehandel wende ich mich im Garantiefall in den ersten zwei Jahren gar nicht erst an den Händler, sondern gleich direkt an den Hersteller um den ganzen Prozess abzukürzen.

    Wenn man feststellt, dass der bestellte Artikel schon defekt geliefert wird, geht er natürlich gleich wieder zurück an den Händler.
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  • unbekannt
    (1093 Beiträge)

    08.06.2015 14:50 Uhr
    Mal unserer Sichtweise,
    da dass ja nicht nur Karlsruhe betrifft,wir kaufen zum grössten Teil online,Ausnahmen sind Produkte bei denen ein gutes Fachgespräch nötig ist und dass sind halt nur sehr spezielle nicht Massenwaren.
    Bei TV usw. ist das,für uns,komplett überflüssig denn in vielen "Fachmärkten" kann das Personal auch nur das Datenblatt ablesen und dafür zahlen wir nun wirklich nichts extra.
    Als Computerfreaks finden wir es schade das einige,kleine Läden schliessen mussten als wir noch in Karlsruhe lebten,da waren nämlich wirklich Fachleute am Werk die Systeme maßgeschneidert für Kundenbedürfnisse zusammenstellten,auch mit einem fachgerechten,gut eingerichteten Linuxderivat(falls erwünscht),die "Mehrkosten" wollte aber niemand mehr zahlen,obwohl ein schlecht balanciertes System am Ende viel teurer werden kann.
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  •   todi01
    (1091 Beiträge)

    08.06.2015 14:08 Uhr
    Beispiel: Spielwaren Doering
    Da gab es Einkaufserlebnis, die Lage war gut, das Sortiment umfangreich, immer wieder Vorführungen und Aktionen. Trotzdem hat Herr Peltzer den Geschäftsbetrieb eingestellt, und das sicher nicht aus Dummheit oder Bequemlichkeit. Hätte sich etwas geändert, wenn er angeboten hätte, die Ware innerhalb des Stadtgebiets kostenlos taggleich auszuliefern? Wenn er seine Ware auf eBay verkauft hätte? Wenn er Anzeigen auf ka-news geschaltet oder Online-Berater engagiert hätte? Nein. Denn niemand kann davon leben, obskure Märklin-Ersatzteile zu bevorraten, während die Schnelldreher für 10% niedrigere Preise bei Amazon und ToysRUs angeboten werden. Das ist keine Frage von Fähigkeit, Engagement oder dem richtigen Berater, das ist die Ohnmacht gegenüber Herstellern, die Amazon & Co. bevorzugen, weil sie von ihnen abhängig geworden sind. Überleben kann man als Händler nur noch mit exklusiven Eigenmarken, deren Vertriebswege man selbst im Griff hat.
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  •   minuskumpel
    (589 Beiträge)

    08.06.2015 14:45 Uhr
    Dazu kommt
    natürlich auch noch die seit Jahren aggressive Werbung der Discounter, in allen Branchen. Billig, billig, billig. In Zeiten steigender prekärer Beschäftigung und steigenden Ausgaben die man nicht ändern kann (Miete und Nebenkosten, da führt kein Weg dran vorbei, aber wo ich mir mein Essen kaufe macht dann nachher den Unterschied).
    Die hatten und haben die finanziellen Mittel die Kunden zu erziehen. Heute zählt nur noch der Preis, Qualität ist zweitrangig, das Wissen um die Produkte nicht vorhanden.
    Und wie gut das funktioniert sieht man ja daran, dass auch Leute die es eigentlich nicht nötig haben bei Lidl und bei Aldi einkaufen
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  •   todi01
    (1091 Beiträge)

    08.06.2015 13:52 Uhr
    Chimäre Einkaufserlebnis
    Jetzt mal ganz ehrlich: Wie sieht denn das vielzitierte "Einkaufserlebnis" aus? Eine Tasse Kaffee? Ein unterwürfiger Schleimling-Mitarbeiter?
    Warum soll ich die Ware dann nicht für 20 EUR weniger im Netz kaufen und mir den 1 EUR-Kaffee woanders besorgen? Der Einkaufserlebnis-Kunde ist doch nur eine Erfindung der Berater. Die Realität zeigt überall, dass Kunden keinen Wert auf Erlebnis legen, wenn dafür die Preise niedriger sind.
    Das eigentliche Problem sind Personalkosten und Mieten, die zu hoch sind, um sie mit den immer kleiner werdenden Margen für "Kistenschieber" zu finanzieren. Die Innenstadt wird immer noch als Premium-Lage vermarktet, für viele Sortimente ist sie aber eher ein Standortnachteil.
    Die beste Aussage dazu ist: "Früher hat man sich erst für einen Händler entschieden, dann für das Produkt. Heute ist es umgekehrt."
    Der klassische Handel ist tot, Zukunft in den Innenstädten haben allein die Hersteller selbst mit ihren Outlets/Showrooms.
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  •   Dumme_Gans
    (142 Beiträge)

    08.06.2015 10:34 Uhr
    Ich lass den Klick im Netz
    Ich komme aus dem Landkreis Karlsruhe. Wenn ich nach Karlsruhe (oder in eine andere Stadt) fahre, werde ich zuerst mal mei den Parkgebühren ordentlich abgezockt. Der ÖPNV ist keine Alternative: Viel zu lahm, zu dreckig, zu unbequem und am Ende zu teuer (wenn man wie ich ehedem ein KFZ hat). Die Auswahl der (artgleichen) Produkte in einem Geschäft nun mal leider begrenzt.(z.B. Fernseher) Da ich aber gemeinhin bestimmte Vorstellungn von meinem Wunschprodukt habe, will ich über eine möglichst große Auswahl verfügen. Fachhändler die sich mit ihren Produkten auskennen gibt es auch in Geschäften kaum noch. Zudem ist das Ziel des Verkaufes zu verkaufen, nicht zu beraten. Am Ende habe ich im Netz einen guten Preisvergleich, im Geschäft habe ich diesen nicht. Da Ladengschäfte leider wesentlich höhere Gemeinkosten haben und die Einkaufspreise wegen geringerer Umsätze oft höher sind, ist der Preis im Laden zudem oft deutlich teurer.
    Der Laden wird also aussterben. Se la vie.
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  •   minuskumpel
    (589 Beiträge)

    08.06.2015 11:58 Uhr
    Wenn ich
    das immer höre, Abzocke bei den Parkgebühren. Kostet zwei Euro die Stunde, 10 Euro wenn du dich fünf Stunden da aufhältst. Was soll daran denn Abzocke sein?

    Und das mit dem Vergleichen im Netz zieht so auch nicht. Natürlich kann dir auch ein Verkäufer erzählen was er will, aber ich denke wenn ich einen Fernseher kaufen will gibt der mir schon den den ich will. Im Netz wird halt alles beschrieben, aber was bringts dir wenn du keine Ahnung hast?

    Ich kaufe nur im Netz wenn sichs gar nicht vermeiden lässt.
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