Population der Krähen und Schäden durch die Vögel nehmen nach Verbandsangaben deutlich zu. "Schwärme mit einer Größe von bis zu 200 Rabenvögeln fallen in die Felder ein und richten teils erhebliche Schäden in den betroffenen Kulturen an", informierte der Verband. Leidtragende seien die Landwirte. "Die Kosten für Ernteverluste, Qualitätseinbußen, aber auch Abwehrmaßnahmen tragen ausschließlich die landwirtschaftlichen Betriebe."

Dieser Zustand sei nicht länger tolerierbar, teilte der Landesbauernverband mit. Zusammen mit dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband forderte er die grün-schwarze Landesregierung deshalb auf, die durch Krähen verursachten Probleme ernstzunehmen und zusammen mit den Landwirten Lösungen zu finden.

Vogelscheuchen, Reflektoren oder Blinklichter beeindrucken die Krähen beispielsweise nicht, wie der Verband informierte. Schreckschüsse seien hingegen wirksam, die Bevölkerung kritisiere diese aber wegen des Lärms. Nach Ansicht der beiden Verbände sollen Saatkrähen für die Jagd zugelassen werden. Die Schäden für landwirtschaftliche Betriebe müssten jedenfalls auf ein Minimum reduziert werden, forderte der Verband.

Der Landesbauernverband in Baden-Württemberg vertritt nach eigenen Angaben rund 33.000 Landwirte aus Baden-Württemberg.