Das als "Puff-Siegel" geschmähte Vorhaben hatte Anfang des Jahres einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Landesfrauenrat sprach von einem "frauenverachtenden Vorhaben". Die Initiative "Karlsruhe gegen Sexkauf", ein Zusammenschluss von 150 Prostitutionsgegnern - darunter Ärzte, Traumatologen, Sozialarbeiter, Kirchenleute und Politiker - warf der Diakonie vor, damit Teil eines menschenverachtenden Unterdrückungssystems zu werden.

Die Diakonie Württemberg betonte, eine Zusammenarbeit mit Bordellbesitzern gehöre nicht zu ihrer Vorgehensweise. Die Aufregung um das Siegel hat eine kontroverse Debatte befeuert: Für die einen gehört Prostitution verboten. Die anderen warnen vor einem Verbot, weil das Frauen noch mehr in Not bringen könnte.

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