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Karlsruhe Teurere Fest-Tickets? "10 Euro sind nach wie vor ein Schleuderpreis!"

Das diesjährige Fest ist vorbei. Es könnte das letzte gewesen sein, bei dem man den "Mount Klotz" für fünf Euro betreten kann. Am heutigen Dienstag tagt der Gemeinderat und debattiert über eine mögliche Preiserhöhung der Tickets. In Zukunft sollen diese doppelt so teuer sein. In einer nicht repräsentativen Umfrage von ka-news spricht sich die Mehrheit für diese Entscheidung aus.

Als Grund für die Preiserhöhung nennt der Veranstalter erhöhte GEMA-Gebühren, steigende Mindestlöhne, der Kampf gegen den Ticket-Schwarzmarkt sowie die steigenden Sicherheitsvorkehrungen. Ein Vorteil der Preiserhöhung wäre die Integration eines KVV-Fahrscheins in das Fest-Ticket. Ist der Anstieg der Ticketpreise unter diesen Umständen gerechtfertigt? Das sagen die ka-news-Leser.

"10 Euro sind nach wie vor ein Schleuderpreis!"

Wie aus einer nicht repräsentativen Umfrage von ka-news hervorgeht, empfindet die Mehrheit von 70,86 Prozent der 1661 abgegebenen Stimmen zehn Euro für ein Fest-Ticket in Ordnung. 

So auch ka-news-Nutzer Gast68: "10,00 Euro sind für ein ganztägiges Event noch immer viel zu billig." Facebook-Kommentator Alex Frey sieht diese Entwicklung ebenfalls positiv. "10 Euro für 5 Bühnen und knapp 18 Bands, das wären ja dann fast 60 Cent pro Band. Es ist doch verständlich, dass bei diesem Ansturm auf die Tickets was gemacht werden muss. Das kostenlose Fest war natürlich eine super Sache, aber wenn man sich mal den Gesamtaufwand inklusive dem wunderschönen Vorfest anschaut, dann sind 10 Euro für die 3 Haupttage ein Klacks."Die Tatsache, dass noch eine KVV-Tageskarte in den Kaufpreis integriert werde, ist laut ihm ein zusätzlicher Pluspunkt. 

Auch Bettina Drexler zeigt sich in den sozialen Netzwerken verständnisvoll: "Gestiegene Kosten für Sicherheitsauflagen müssen nun mal irgendwie gegen finanziert werden. Und 10 Euro pro Tag sind nun wahrlich nicht viel, wenn man den ganzen Tag super Acts haben kann." Vor allem, wenn man bedenke, wie viel man normalerweise zahlen müsste, um Konzerte von Sido oder Amy Macdonald zu sehen.

Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen seien zehn Euro für das Fest nach wie vor ein "Schleuderpreis", findet Andreas Enke

"Entwicklung zum reinen Kommerzfestival"

21,9 Prozent sehen die Maßnahme des Gemeinderats hingegen kritisch. Der ka-news-Nutzer kscgrufti glaubt nicht daran, dass eine Ticketerhöhung den Schwarzmarkt eindämmen wird. "Das hat nichts mit Verklärung zu tun, wer das Fest seit der ersten Stunde wie ich begleitet hat, der sieht einfach die Entwicklung zum reinen Kommerzfestival. Dann auch einfach so zugeben, und nicht ständig mit umsonst und draußen immer noch die Werbetrommel rühren."

Einige Stimmen fordern eine alternative Lösung: Eine Rückkehr zum Ursprung von das Fest, kleiner, regionaler und umsonst. So sagt beispielsweise Skudder: "Wäre auch eher mein Ansatz: keine teuren "Top"-Bands sondern hauptsächlich regionale kleinere Bands, dann den bescheuerten Zaun und die Taschenkontrollen weg." ka-news-Leser melotronix möchte für den höheren Ticketpreis dann aber auch mehr geboten bekommen - vor allem für die "ersten Festgänger". "Wiederholungstäter wie Sportfreunde Stiller, Seeed und Co. brauchen wir nicht mehr."

7,23 Prozent der 1661 Stimmen hatten zu diesem Thema keine Meinung.

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Wann? 20. bis 22. Juli 2018
Wo? Karlsruhe - Günther-Klotz-Anlage
Tickets? 10 Euro pro Tag für Hügelbereich
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Kommentare (4)
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  •   kritiker_2014
    (246 Beiträge)

    26.07.2017 01:25 Uhr
    Mal abgesehen von den Ticket Preisen
    finde ich es schon sehr bedenklich,wenn eine Band Namens "Feine Sahne Fischfilet" auftreten darf.
    Die CDU und die AfD haben es abgelehnt weil die Band einen linksextremistischen Hintergrund hat und Herr Mentrup hat dies trotzdem befürwortet.
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  •   LJ_Skinny
    (159 Beiträge)

    25.07.2017 21:28 Uhr
    Was will das Fest sein?!
    Die Hauptfrage ist doch, was das Fest eigentlich darstellen soll?

    Als Famillienfest war die Kulturbühne gegenüber dem (Klein-)Kinderbereich viel zu laut und basslastig. Sowas hätte man besser organisieren können. Essen und Getränke sind auch recht teuer geworden. 2 Bier und eine Limo 11 EUR? Dann auch nur 0,4l? Gut dafür waren alle Bühnen bis auf die Hauptbühne frei.

    DieHauptbühne mit Tickets kann ich nachvollziehen, aber halte das System mit erst Ticktes kaufen und dann erst die Acts bekanntgeben hat für mich zu einem nachlassenden Interesse geführt. Erst habe ich immer die Tickts im Vorverkauf geholt. Dann habe ich die Tickets verschenkt weil mir die Acts nicht zugesagt haben und ich mir den Stress mit den Kontrollen nicht geben wollte. Zuhören kann man ja noch außen und gemütlich ein Bier trinken.

    Das Gelände ist sehr nett für eine Veranstaltung, aber sicherheitstechnisch eine totale Katastrophe. Schmale Anfahrtswege, keine Parkplatze, ein Fluss, die Schrebergärten
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  •   melotronix
    (2233 Beiträge)

    25.07.2017 14:18 Uhr
    was mal interessant wäre:
    wieviel bleibt eigentlich von jedem eingenommenen Euro nach Abzug der Kosten hängen? Aber da hüllt man sich mit Sicherheit in Schweigen. Unabhängig davon weiss ich von einem Bekannten, der zwei Jahre auf dem Fest einen Stand hatte. Er sagte die Standmiete ist unverhältnismässig hoch. Schade, die tollen T-shirt bzw. Schmuckstände müssen inzwischenden grossen Konzernfirmen (Autohersteller, Banken, etc.) weichen. Klar das Fest braucht Sponsoren. Dann erhöht bitte den Preis so, dass man sich von Kommerz nicht so erdrückt fühlt!
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  •   kommentar4711
    (1467 Beiträge)

    25.07.2017 19:55 Uhr
    Standmiete
    Irgendwie muss das Geld ja reinkommen. Und solange es mehr als genug Buden gibt und Flammkuchenbäcker aus Dresden extra für's Fest den weiten Weg auf sich nehmen wird es sich schon trotz der Standgebühren lohnen.
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