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Karlsruhe Das Fest in Karlsruhe: Zu wenig Platz für Rollstuhlfahrer?

Das Fest ist vorbei - es bleiben zufriedene Veranstalter und glückliche Besucher. Für ka-Reporter Bernd Vogel bleibt nach Das Fest 2014 bei aller Freude doch ein kleiner Wermutstropfen: Der Fest-Fan störte sich an der neuen "Businessplattform", die erstmals am Hang aufgebaut war. Dadurch, so schreibt er, gehe eine Menge Platz verloren - nicht zuletzt für Menschen mit Behinderungen. Die Fest-Verantwortlichen weisen das jedoch zurück.

In einer E-Mail an ka-news schreibt ka-Reporter Bernd Vogel: "Ich selbst bin ein großer Fest-Fan und immer wieder gerne dort, dennoch ist mir in diesem Jahr ein Missstand aufgefallen: Neu war 2014 wohl der 'VIP-Bereich' mit Catering und eigenen Sanitäranlagen mit bester Sicht auf die Hauptbühne. Zuerst regte ich mich darüber auf, dass dort nun vielleicht 100 'besondere Gäste' verhätschelt wurden, statt dass wie bisher 1.000 oder mehr 'normale Gäste' ihren Platz finden konnten."

"Daran gemessen sind die VIPs wahrlich nur wenige"

Das sieht Fest-Projektleiter Sven Varsek deutlich anders: "Die Businessplattform wurde bewusst an einer Stelle in Hanglage platziert, welche in früheren Jahren nur von wenigen Besuchern genutzt werden konnte, da nur eine kleiner Teil der Gesamtfläche den Blick auf die Hauptbühne gewährte."

Vogel geht es vor allem um das Verhältnis: So viel Platz für so wenige Menschen - dichtes Gedränge und grenzenlose Beinfreiheit in unmittelbarer Nachbarschaft. Varsek kann das ein Stück weit verstehen, sagt dazu: "Auf der Businessplattform befanden sich zu den Top Act-Auftritten maximal 100 Personen - genau die Anzahl an Gästen, für welche diese neue Ebene zugelassen ist. Gemessen an der Gesamtbesucherzahl im Hügelbereich von 45.000 Besuchern sind dies in der Tat recht wenige Menschen."

"Ein Funken Hoffnung, ihre Idole zu sehen"

ka-Reporter Vogel findet die neu geschaffenen Platzverhältnisse besonders für eine Gruppe nur schwer erträglich: "Während des Auftritts von Jupiter Jones befanden sich in der VIP-Lounge gerade einmal rund zehn Personen. Auf der 'Handycap-Plattform' herrschte dagegen dichtes Gedränge: Behinderte standen mit ihren Betreuern eingepfercht auf der für sie vorgesehenen winzigen Plattform - dort wurde es immer enger, immer mehr Rollstuhlfahrer kamen dazu."

Vogel sieht das Verhältnis, sieht die vielen Rollstuhlfahrer "die auf dem Weg warten mussten, mit einem Funken Hoffnung, vielleicht doch noch einen Blick auf ihre Idole werfen zu können." Auf der andern Seite eine zuweilen fast verwaiste VIP-Tribüne. Fest-Projektleiter Varsek stellt allerdings klar: "Die Errichtung der neuen Businessplattform hat zu keinerlei Reduktion von anderen Flächen geführt, auch nicht bei der Podesterie der Rollstuhlfahrer."

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Das Fest Karlsruhe: Programm, Line-up, Tickets und alle Neuigkeiten und Gerüchte immer aktuell auf ka-news.de
Wann? 20. bis 22. Juli 2018
Wo? Karlsruhe - Günther-Klotz-Anlage
Tickets? 10 Euro pro Tag für Hügelbereich
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Kommentare (49)
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  •   melotronix
    (2434 Beiträge)

    30.07.2014 11:28 Uhr
    ..
    Das ist nichts Ominöses...überall nachzulesen. Das wars für mich jetzt hier. Gutes Draufhauen!
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  • unbekannt
    (475 Beiträge)

    30.07.2014 11:21 Uhr
    ^^
    Weg mit dem Ding nächstes Jahr und gut is..
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  •   melotronix
    (2434 Beiträge)

    30.07.2014 10:14 Uhr
    zozimura
    solche Leute..mit solchen Rechnungen haben wir inzwischen bei den heutigen Festmachern genug. Die brauchen wir nicht! Irgendwann kommen die "Gepolsterten" mit ihren dicken SUV's direkt vor die Bühne gefahren..können vor vor lauter Sattheit nicht mehr unterscheiden, was es bedeutet ein Fest in seiner Ursprünglichkeit zu geniessen. Du wirst dich wundern wenn du in ein paar Jahren in die dritte Reihe geschickt wirst...weil du nicht solvent genug bist!
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  • unbekannt
    (3882 Beiträge)

    30.07.2014 14:38 Uhr
    und wenn sie eine guten SUV oder
    eine richtigen Geländewagen (z.B. Mecedes G) haben können Sie sogar den Berg rauffahren.
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  •   auchmalsenfdazu
    (3123 Beiträge)

    30.07.2014 15:08 Uhr
    das
    kann jeder Fahrradzausel mit nem vernünftigen Mountainbike auch grinsen
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  •   ralf
    (3573 Beiträge)

    01.08.2014 21:24 Uhr
    Ich bin schon mit den Inlinern raufgefahren
    Aber nicht, als Das Fest war.
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  • unbekannt
    (1 Beiträge)

    30.07.2014 08:58 Uhr
    Vip-Lounge auf dem Fest
    Die VIP-Lounge auf dem Fest war eine bodenlose Frechheit. Mit die besten Plätze für das Klassikfrühstück waren durch diese Lounge belegt. Seit 10 Jahren war das unser Stammplatz, teilweise schattig und man hatte die Kinder auf der Rutsche im Blick.
    Am Samstag Abend tummelten sich ca. 30 Leute zur besten Boss-Hoss Zeit auf der Plattform, am Sonntag war sie von den VIPs gerade mal von 10.30-12 Uhr belegt. Dann gähnende Leere, bis zum Abendact, an dem sich ca. 10 Leutchen die Ehre gaben.Das sind keine Festanhänger. Sponsoren hin oder her(Sponsoren sponsern damit sie ihr Geld steuerlich absetzen können, das muss man wirklich so sehen), am Fest haben diese Leute selbst kein Interesse. Die richtigen Fans des Fests sind unten auf dem Rasen und haben sich geärgert. Wir unterstützen das Fest immerhin schon seit 30 Jahren mit unserem Besuch.
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  •   andip
    (8750 Beiträge)

    30.07.2014 11:59 Uhr
    Wie
    war das nochmal mit einer Rede eines gewissen U.Hoeness bei einer Mitgliederversammlung des FC Bayerns wo er sinngemäss sagte:
    "Diese VIPs ermöglichen es euch erst,dass ihr hier so billig reinkommt." grinsen
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  •   zozimura
    (1943 Beiträge)

    30.07.2014 09:57 Uhr
    20, 10, 30 Leute!
    Super. Wenn 100 ViP gezahlt sind und nur 20 fre.. und sau... macht das einen Gewinn von 80 ViP am Tag. Das sind bei 3 Tagen lockere 50.000 € Mehrgewinn. Ergo: Tolle Idee!
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  • unbekannt
    (6808 Beiträge)

    30.07.2014 08:53 Uhr
    ich war im letzten Jahr
    mit einem meiner Teilnehmer, Rollifahrer auf der gesonderten Tribüne für Menschen mit Handicap - wir haben von dort oben Gentleman und die Söhne Mannheims gesehen. Bei Gentleman ging es noch einigermaßen - bei den Söhnen Mannheims war's viel zu voll, es kamen nciht mehr alle hoch und rangieren mit dem Rolli, wenn eineR mal auf Toilette musste, war schier unmöglich. Man hätte also bei einer vernünftigen Planung davon ausgehen können, dass der Platz auch dieses Jahr nicht reichen wird.
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