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Karlsruhe "Das Fest" erhält Umweltpreis: Bio-Shirts, fairer Kaffee und essbare Behälter

Seit Wochen wird in der Günther-Glotz-Anlage gehämmert, geschuftet - und "rangeklotzt": Das Fest 2013 steht an. Dass der dortige Rasen nicht das einzig "grüne" am Karlsruher Open Air Spektakel ist, steht für die Stadt fest: Diese zeichnete das Festival im Namen von Bürgermeister Klaus Stapf am Donnerstag mit einem Umweltpreis aus. Die "grüne Pyramide" gabs unter anderem für Merchandise-T-Shirts aus Biobaumwolle.

"Als Stadt Karlsruhe möchten wir 'Das Fest' in diesem Jahr mit einem ganz besonderen Preis auszeichnen", erklärte Stapf am Donnerstagmittag. Bekannt sei das fächerstädtische Open Air zwar vor allem für Musik, Kultur und Mitmachaktionen, doch vor allem intern werde seit Jahren zwei Themen bei der Organisation besonders groß geschrieben: Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Für ihre Leistungen auf diesem Gebiet verleiht die Stadt dem 'Das Fest'-Team die "grüne Pyramide" - eine aus Holz ausgesägte Skulptur mit grünem Farbtupfer, die von Künstler Guntram Prochaska eigens in wenigen Minuten und in Begleitung von Rockmusik angefertigt wurde.

Müllvermeidung, ÖPNV-Anschluss und fairer Kaffee

"Dieser Preis ist einzigartig und wird heute das erste Mal von der Stadt verliehen - so etwas gab es noch nie zuvor", betonte Stapf. Fertig gedacht sei die Idee der "grünen Pyramide" im Karlsruher Rathaus noch nicht - derzeit arbeite man noch an einem Konzept rund um den neuen Umweltpreis. Angedacht sei, künftig vor allem klimafreundliche Schulen damit auszuzeichnen. "Das Fest macht heute den Anfang, das war uns angesichts der bevorstehenden Festivaltage wichtig", erklärte Stapf.

Aber was genau tut "Das Fest", um für außerordentliche Leistungen im Umweltschutz ausgezeichnet zu werden? "Man kann sagen, dass sich dieses Bewusstsein bei uns über Jahre hinweg entwickelt hat", beginnt Geschäftsführer Martin Wacker - "heute ist die Liste des Engagements lang: Wir geben Pfand sowohl auf Getränke, als auch auf Essen und geben nur Behälter aus nachwachsenden Materialien heraus oder sogar essbare - Müllvermeidung spielt bei uns eine sehr große Rolle." Des Weiteren achte man auf eine gute Erreichbarkeit des Geländes mit dem ÖPNV - jährlich würden mehrere Sonderbahnen eingesetzt werden, um den Autoverkehr gezielt zu verringern. "Dieses Jahr ist sogar unser Programmheft CO2-neutral - 'außerfestlich' beteiligen wir uns an einem Waldschutzprojekt in Mosambik", so Wacker.

Die kooperierenden Betriebe und Zulieferer seien außerdem zu 80 Prozent aus der Region. "Sogar unsere Merchandise-T-Shirts sind aus Biobaumwolle - bei uns steht nur fairer Kaffee auf der Getränkekarte", so Wacker weiter - "schon lange arbeiten wir 'green and clean' - gezielt nach Außen getragen haben wir dieses Konzept aber nie, ehrlich gesagt ist uns jetzt erst bewusst geworden, was wir eigentlich alles für den Umweltschutz tun." "Einfach machen, nicht viel reden" - lobte Bürgermeister Stapf an der Organisation des Traditions-Festivals.

Mehr zu "Das Fest" in Karlsruhe:

Zahlen, Zahlen und noch mehr Zahlen sowie Fakten zum Fest gibt es hier.

Weitere Informationen zu "Das Fest 2013" gibt es im dazugehörigen Dossier von ka-news.

Das volle "Fest"-Programm: Seeed und Triggerfinger sind letzte Topacts

Dossier: "Das Fest" in Karlsruhe

Mehr zum Thema
Das Fest Karlsruhe: Programm, Line-up, Tickets und alle Neuigkeiten und Gerüchte immer aktuell auf ka-news.de
Wann? 19. bis 21. Juli 2019
Wo? Karlsruhe - Günther-Klotz-Anlage
Tickets? 10 Euro pro Tag für Hügelbereich
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Kommentare (2)
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  • unbekannt
    (55 Beiträge)

    12.07.2013 07:19 Uhr
    War ja klar ...
    ... dass der öko-industrielle Komplex hier nicht fehlen wird. Das Fest diesmal also unter Einbezug der "Fairtrade-Industry". Inzwischen sollte hinreichend bekannt sein, dass die aus den deutlich höheren Preisen dieser Produkte resultierenden Zusatzerlöse nicht beim Kleinbauern, sondern bei der Handelskette/dem Großhändler landen. Für Info siehe hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=-514XPSLz58
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  • unbekannt
    (6808 Beiträge)

    12.07.2013 08:38 Uhr
    na klar
    wie bei Bio: wenn man meint, bei REWE oder ALDI gäbe es richtige Bioprodukte, sieht sich getäuscht. Deswegen gibt es aber trotzdem viel richtiges Fairtrade - man muss eben ganz genau hinschauen.
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